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Neuerung beim Arzt ab September: Was Sie jetzt wissen müssen

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Von: Helena Gries

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Telemedizin
Ab 1. September 2022 soll das E-Rezept nun endlich flächendeckend gültig sein. - doch die Ärzte bekommen noch eine Übergangsfrist zur Umstellung. (Symbolfoto) © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Das E-Rezept kommt nun doch. Ab 1. September 2022 können Medikamente in der Apotheke auch mit einem QR-Code auf dem Smartphone abgeholt werden.

Kassel – Nach langem Hin und Her steht ein erneuter flächendeckender Starttermin des elektronischen Rezepts nun fest. Ab 1. September 2022 soll das E-Rezept das Papier ersetzen. Verbraucher können dann in Apotheken ihre Medikamente auch mit einem QR-Code auf dem Smartphone oder der elektronischen Gesundheitskarte erhalten.

Ab 1. September 2022 soll das E-Rezept nun endlich flächendeckend gültig sein. Voraussetzung ist jedoch nach wie vor das elektronische Equipment. Arztpraxen, Kliniken und Apotheken müssen in ihren Verwaltungssystemen über die nötigen Software-Updates verfügen, um das elektronische Rezept ausstellen oder bearbeiten zu können.

E-Rezept: Technische Systeme standen noch nicht flächendeckend zur Verfügung

Die offizielle App, mit der Rezepte per Scan importiert und eingelöst werden können, war bereits vor einiger Zeit in den App-Stores von Apple und Google kostenlos verfügbar. Denn das E-Rezept sollte eigentlich schon zu Beginn des Jahres 2022 eingeführt werden, zu diesem Zeitpunkt standen allerdings die erforderlichen technischen Systeme noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Das war das Ergebnis eines Pilotversuchs mit rund 50 Arztpraxen und 120 Apotheken in Berlin und Brandenburg. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte das Projekt danach erstmal gestoppt.

Ab dem 1. September 2022 sind also Apotheken in ganz Deutschland dazu verpflichtet, elektronische Rezepte anzunehmen. Die Pflicht zur digitalen Verschreibung gilt jedoch nicht für Ärzte. Hier ist ein Stufenmodell mit Start im Jahr 2023 geplant. In einigen Bundesländern soll nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bereits ein Pilotverfahren in einigen Arztpraxen und Kliniken starten.

Änderungen im September: Das müssen Verbraucher zum E-Rezept wissen

Für Verbraucher wird sich ab September daher einiges ändern. Rezepte können zukünftig digital verordnet werden. Mithilfe der E-Rezept-App auf dem Smartphone kann der spezielle Rezept-Code abgerufen werden. Dieser kann in der Apotheke persönlich vorgezeigt werden oder man übermittelt ihn, um sich die Medikamente dann liefern zu lassen. Des Weiteren ist eine elektronische Gesundheitskarte mit NFC-Funktion nötig. Erkennbar ist dies an der sechsstelligen Zugangsnummer unter den Deutschland-Farben der Karte. Auch die Pin-Nummer der Karte wird benötigt, um die Gesundheitskarte in der App auf dem Smartphone zu hinterlegen. Die Pin kann bei der Krankenkasse erfragt werden.

Für die Einlösung des E-Rezeptes in der Apotheke stehen Verbrauchern ab September verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

Verbraucher, die kein Smartphone besitzen, bekommen die Rezepte auch weiterhin in Papierform. Doch statt des üblichen rosa Zettels wird zukünftig ein Papierausdruck mit dem Rezeptcode ausgestellt. Das blaue Rezept für Privatversicherte soll es hingegen auch nach Einführung des E-Rezepts weiter wie gewohnt geben. (hg)

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