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Lieferengpässe bei Aldi, Lidl, Rewe & Co. – Ein weiteres Lebensmittel könnte knapp werden

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Von: Fee Halberstadt

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Lebensmittel wie Öl, Nudeln und Mehl sind infolge des Ukraine-Kriegs nur schwierig zu bekommen. Nun ist ein weiteres Produkt von Lieferengpässen bedroht.

Kassel – Der Krieg in der Ukraine belastet auch den Lebensmittelmarkt in Deutschland. Bereits mehrere Produkte sind schwerer zu bekommen als üblich. Mehl, Sonnenblumenöl, Nudeln und auch Senf sind bereits knapp – infolge des Ukraine-Konflikts*. Die Körner für die Herstellung von Senf kommen beispielsweise zu 80 Prozent aus der Ukraine und aus Russland.

Doch dabei wird es vermutlich nicht bleiben, denn zahlreiche weitere Produkte kommen hauptsächlich aus diesen Ländern. Jetzt steht auch Honig bei Aldi*, Lidl* und Co. nicht mehr in großer Menge zur Verfügung. Auch Rewe* und Edeka* können von den Lieferengpässen betroffen sein.

Nach Nudeln, Mehl und Sonnenblumenöl ist das nächste Lebensmittel von den Lieferengpässen betroffen. Auch Honig kann bald knapp werden. (Symbolbild)
Nach Nudeln, Mehl und Sonnenblumenöl ist das nächste Lebensmittel von den Lieferengpässen betroffen. Auch Honig kann bald knapp werden. (Symbolbild) © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago

Lebensmittel werden bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka knapp: Importe aus der Ukraine

2020 wurden nach Daten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft 29.200 Tonnen Honig in Deutschland produziert. Rund 87.800 Tonnen wurden importiert. Die Ukraine und Mexiko waren die wichtigsten Herkunftsländer. Nach Angaben des Verbands, der Honigimporteure und -abfüller vertritt, werden pro Jahr rund 15.000 Tonnen Honig aus der Ukraine eingeführt. Das entspricht etwa 16 Prozent der gesamten Importmenge in Deutschland.

Lieferengpässe bei Aldi, Lidl und Co.: Weitere Lebensmittel werden knapp

Experten befürchten, dass Honig schon bald in Supermärkten wie Aldi und Lidl knapp werden könnte. Handelsrouten seien blockiert und die Ukraine sei der wichtigste Lieferant für Honig. Das sagt Christina Hüsing, Fachreferentin beim Honig-Verband, am Donnerstag (24.03.2022) der Deutschen Presse-Agentur. Lieferungen aus der Ukraine, die bereits angekündigt waren, bleiben aufgrund des Krieges erstmal aus. Es ist nicht sicher, ob wieder welche erfolgen können. Falls ja, bleibt der Zeitpunkt dafür vorerst ungewiss. „Die fehlenden Honigmengen aus der Ukraine können nicht kurzfristig adäquat durch andere Länder kompensiert werden“, heißt es auf ihrer Webseite.

Honigherstellung in Deutschland (2020)29.200 Tonnen
Exportiert aus der Ukraine15.000 Tonnen
Honigverbrauch pro Kopf in Deutschland (2020)Etwa mehr als ein Kilo
Honigverbrauch pro Kopf in Deutschland (2019)975 Gramm

Wie es danach konkret weiter geht, ist unklar. Klar ist allerdings, dass es bei einer Verknappung auch zu ansteigenden Preisen für Honig im Supermarkt kommen wird. Wie viel mehr Verbraucherinnen und Verbraucher für den süßen Brotaufstrich künftig möglicherweise im Aldi oder Lidl hinlegen müssen, ließe sich aber nur schwer abschätzen. „Ich glaube aber nicht, dass der Honig doppelt so teurer wird“, so Hüsling. (fh/dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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