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Autofahrer können mit diesem simplen Werkstatt-Trick viel Geld sparen

Eine Reparatur am Auto kann viel Geld kosten. Dank eines simplen Werkstatt-Tricks müssen Autofahrer nicht immer tief in die Tasche greifen.
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Eine Reparatur am Auto kann viel Geld kosten. Dank eines simplen Werkstatt-Tricks müssen Autofahrer nicht immer tief in die Tasche greifen.

Insbesondere Vertragswerkstätten verlangen für Auto-Reparaturen häufig viel Geld. Auto-Fahrer sind den Praktiken aber nicht hilflos ausgeliefert.

Kassel - Reparaturen an Autos sind oft teuer. So teuer, dass sie sich in vielen Fällen nicht mehr lohnen. Laut t-online.de beschweren sich Auto-Fahrer immer häufiger: Insbesondere Vertragswerkstätten würden bei einem Schaden nicht mehr das kaputte Einzelteil austauschen - sondern ein komplettes Bauteil auswechseln. Dafür müssen Auto-Besitzer meist viel tiefer in die Tasche greifen.

Auf diese Weise verdienen Autobauer und Vertragswerkstätten sehr viel Geld. Das verdeutlichen folgende Beispiele:

  • Beispiel 1: Die Halteklammer für Glühbirngen im VW Golf 5 ist kaputt - ein Cent-Artikel. Eigentlich müsste die Reparatur schnell und billig sein. Ist sie aber nicht. Denn: Einzelne Halteklammern kann man nicht kaufen. Stattdessen muss der gesamte Scheinwerfer getauscht werden - für mehrere hundert Euro.
  • Beispiel 2: Die Scheibenwischanlage an einem älteren Opel Astra. Bei einem Defekt einer kleinen Strebe im Gestänge tauscht Opel nur das gesamte Bauteil aus - für mehr als 400 Euro plus Einbaukosten, wie t-online.de berichtet. Dabei gebe es die Strebe beim Autoverwerter für 5 Euro.
  • Beispiel 3: Das Navi eines 5 Jahre alten VW Phaeton gibt es nicht einzeln - sondern nur in Verbindung mit Radio und Freisprecheinrichtung. Laut t-online.de bietet VW ein neues Gerät für 6000 Euro an. Eine Elektronikwerkstatt kann den Schaden bereits für 400 Euro beheben.

Der Auto-Fahrer ist der Dumme - sogar im doppelten Sinne: Denn den Herstellern genügt es laut t-online.de noch nicht, kleine und billige Ersatzteile überhaupt nicht anzubieten. Obendrein verteuerten sie ihre kompletten Bauteile massiv. Das belegten Zahlen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungsgesellschaft (GDV).

Auto-Fahrer können sich gegen Praktiken wehren und viel Geld sparen

Demnach verteuerten sich neue Rückleuchten in den vergangenen 7 Jahren um mehr als die Hälfte (56 Prozent). Zudem nennt der GDV weitere Beispiele:

  • Kofferraumklappen: +49 Prozent
  • Hintere Stoßfänger: +40 Prozent
  • Scheinwerfer: +40 Prozent

Gegen diese Praktiken können sich Auto-Fahrer allerdings wehren. Kleine Ersatzteile statt kompletter Bauteile findet man häufig beim Autoverwerter für viel weniger Geld. Und oft haben freie Werkstätten günstigere Lösungen parat als die teuren Vertragswerkstätten.

Auto-Fahrer können mit einer passenden Werkstatt viel Geld sparen

Denn auch wenn die Werkstatt das Gegenteil behauptet: Es muss nicht immer das Original-Bauteil vom Hersteller sein. Ein Blick ins Internet und die Suche nach einer passenden Werkstatt können viel Geld sparen.

Neben dem Originalteil gibt es häufig Alternativen. Beispiel: Bei einem sogenannten Identteil handelt es sich um ein Originalteil des Zulieferers. Nur das Logo des Autoherstellers fehlt - und allein deswegen ist das Identteil viel günstiger.

Geld sparen: Autoverwerter bieten oft günstigere Teile an

Auch das Nachbauteil gibt es für weniger Geld. Es kommt von einem anderen großen Zulieferer. Es hat dieselbe Qualität wie das Identteil - ist aber nochmals günstiger. Nur bei dubiosen Anbietern sollten Auto-Fahrer vorsichtig sein.

Auch Gebrauchtteile beim Autoverwerter sind deutlich preiswerter. Einige Werkstätten bieten direkt die Reparatur mit Gebrauchtteilen an. Sie ist besonders günstig. Zudem verkaufen freie und Vertragswerkstätten auch aufbereitete Autoteile. Das Angebot reicht von einer Lichtmaschine über erneuerte Reifen bis hin zum kompletten Getriebe. (Jan Wendt)

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