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Bußgeld droht: Was Autofahrer schon bald immer dabei haben müssen

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Von: Richard Strobl

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Autofahrer müssen bald ihren Verbandskasten aktualisieren: Gesichtsmasken müssen dann unter anderem verpflichtend mitgeführt werden. Es droht sogar ein Bußgeld.

Kassel – Während die Corona-Maskenpflicht in vielen Lebensbereichen mittlerweile wieder abgeschwächt oder gar ganz abgeschafft wurde, müssen sich Autofahrer bald auf Änderungen einstellen: So müssen Gesichtsmasken dann verpflichtend als Teil des Verbandskastens mitgeführt werden. Grund dafür ist aber nicht nur die Corona-Pandemie an sich.

Basis für die neue Regelung ist eine Entscheidung des deutschen Norminstituts DIN. Dieses hat – auf Initiative des Staates – Gesichtsmasken in die neue Norm für KFZ-Verbandskästen (DIN 13164) mitaufgenommen. Das geht aus einem Bericht des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) hervor.

Maskenpflicht im Auto: Neue Regel für Verbandskästen ab 2023

Tatsächlich gilt die neue Norm schon seit dem 1. Februar 2022. Allerdings tritt die Pflicht praktisch wohl erst im Februar 2023 in Kraft. Das liegt auch daran, dass die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) die neue Norm noch nicht übernommen hat. Das soll aber bei der nächsten Überarbeitung der StVZO geändert werden. Dies könnte Ende Januar der Fall sein. Denn dann läuft auch die Übergangsfrist für den Verkauf von Verbandskästen, die noch nach alter Norm produziert wurden, aus.

Ein Polizeibeamter des Zentralen Einsatzdienstes winkt einen Autofahrer raus. (Symbolbild)
Ein Polizeibeamter des Zentralen Einsatzdienstes winkt einen Autofahrer raus. (Symbolbild) © dpa | Heiko Rebsch

Verpflichtend müssen dann zwei medizinische Gesichtsmasken im Verbandkasten liegen, wie auch der ADAC informiert. FFP2-Masken sind also nicht notwendig. Wichtig auch: Sie müssen ihren alten Verbandskasten nicht komplett ersetzen – vorausgesetzt, die anderen Inhalte sind noch nicht abgelaufen. Es reicht, zwei Gesichtsmasken hinzuzufügen.

Daneben gibt es zwei weitere Neuerungen in der DIN-Norm für Verbandskästen:

Bald müssen Autofahrer zwei Gesichtsmasken im Verbandskasten mitführen.
Bald müssen Autofahrer zwei Gesichtsmasken im Verbandskasten mitführen. © IMAGO / imagebroker

Maskenpflicht für den Auto-Verbandskasten: Es droht auch ein Bußgeld

Hintergrund für die neue Regelung ist aber nicht ausschließlich die Corona-Pandemie. „Aus Erfahrung ist bekannt, dass das Tragen von Masken die Hemmschwelle bei der Hilfestellung senkt, ähnlich wie bei den Handschuhen. Es geht dabei um den wechselseitigen Schutz des Unfallopfers und des Ersthelfers“, erklärte die stellvertretende BVMed-Geschäftsführerin Dr. Christina Ziegenberg auf der Verbandshomepage. Basis der Entscheidung waren nach Angaben von BVMed auch Vorschläge der Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Diese hatte Unfälle in Betrieben und Behörden ausgewertet. Hinzu kamen Erfahrungen von Notfallmedizinern und auch die Erfahrungen und Herausforderungen in der Corona-Pandemie.

Nach Angaben des ADAC droht Autofahrern, die ab Februar 2023 gegen die Mitführpflicht verstoßen, ein Bußgeld von zehn Euro. (rjs)

Teils hohe Strafen drohen auch, wenn Autofahrer gegen ein neues Verkehrsschild verstoßen.

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