1. Startseite
  2. Verbraucher

Ausfahrt-Regeln auf der Autobahn: Punkte und Geldstrafe drohen

Erstellt:

Von: Clara Veiga Pinto

Kommentare

Fahrzeuge stauen sich auf einer Autobahn.
Einige Autofahrer missachten Regeln auf der Autobahn. Das kann Folgen haben. (Symbolbild) © Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Manche Regeln auf der Autobahn sind einigen Autofahrern nicht bekannt. Das kann allerdings schnell teuer werden. Wichtige Devisen im Überblick.

Kassel – Autobahn-Regeln kennt doch jeder. Oder? Bei Stau eine Rettungsgasse bilden und nicht rechts überholen. Das hat sich in den Kopf vieler Fahrer gebrannt. Doch es gibt auch Regeln, die so mancher nicht kennt. Dann kann es schnell teuer werden.

Schon seit vergangenem November gibt es neue Bußgelder und Strafen im Straßenverkehr. Neu ist unter anderem, dass man den Führerschein für einen Monat abgeben muss, wenn man auf der Autobahn bei Stau oder stockendem Verkehr keine Rettungsgasse bildet. Auch bei Autobahn-Raststätten gibt es teilweise neue Regeln.

Unklarheiten im Straßenverkehr: Hohe Strafen bei Verstößen

Ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg kommen noch obendrauf. Was ebenfalls verboten ist: Auf dem Seitenstreifen fahren, um dem Stau zu entgehen.

Es gibt einige falsche Vorstellungen, die sich hartnäckig unter Autofahrern halten. Die – laut ADAC – größten Unklarheiten aufgeklärt:

  1. Auf Parkplätzen gilt nicht immer rechts vor links. Nur, wenn die Fahrspuren deutlich als Straße erkennbar und markiert sind.
  2. Für das Einschalten der Nebelschlussleuchte gibt es klare Vorgaben: Sie darf erst aktiviert werden, wenn die Sichtweite bei Nebel unter 50 Metern liegt.
  3. Auch als betrunkener Radler kann man den Führerschein verlieren.
  4. Wenn die Parkuhr defekt ist, darf man zwar kostenlos, aber nicht unbegrenzt parken. Eine Parkscheibe mit der Ankunftszeit muss im Auto liegen und die Höchstdauer muss dennoch eingehalten werden.

Standstreifen auf der Autobahn: Für Unbefugte ist er tabu

Viele Fahrzeuge, meist auch Motorräder, nutzten den Standstreifen, um voranzukommen. Doch das ist verboten, wie der ADAC sagt. Auch, wenn es sich nur um eine kurze Strecke handelt. Ausschließlich Pannenfahrzeuge dürfen den Streifen befahren.

Wer sich nicht an die Regel hält, darf zwar seinen Führerschein behalten, muss aber mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Autobahn: Wer eine Ausfahrt-Regel missachtet, dem droht Strafe

Allerdings gibt es Ausnahmen: Wenn die Polizei den Seitenstreifen der Autobahn freigibt, etwa aufgrund eines Unfalls, ist das Befahren erlaubt. Auch, wenn die Beschilderung „Seitenstreifen befahren“ zu sehen ist, muss man mit keiner Strafe rechnen.

Wer auf dem Seitenstreifen auch noch entgegen der Fahrtrichtung fährt, etwa um eine verpasste Autobahn-Ausfahrt zu nehmen, muss mit einem Bußgeld von mindestens 130 Euro und einem Punkt rechnen. Ereignet sich dabei auch noch ein Unfall, steigt die Strafe auf 190 Euro und einen Punkt. (Clara Pinto)

Auch interessant

Kommentare