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Wichtige Führerschein-Änderung: Das ist 2023 für Autofahrer neu

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Von: Tobias Utz

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Europaweit soll es neue Richtlinien für die Führerscheine von Autofahrern geben. Auch bei den Strafen sind Neuerungen geplant.

Berlin/Brüssel – Im Straßenverkehr sind 2023 teils wichtige Änderungen geplant. Unter anderem gibt es Neuerungen bei der Haftpflichtversicherung, die Millionen Autofahrer betrifft. Zudem plant die EU-Kommission eine Erweiterung des Führerscheins in der Klasse B, die wohl bekannteste der Klassen.

Änderung für Autofahrer
Auf Autofahrer kommt eine wichtige Änderung zu. (Symbolfoto) © Matthias Balk / dpa

Bisher galt, dass Inhaber der Führerscheins der Klasse B Kraftfahrzeuge mit bis zu einer Gesamtmasse von 3,5 Tonnen fahren dürfen. Zentrale Änderung soll laut Angaben der EU-Kommission sein, dass dieser Wert auf 4,25 Tonnen angehoben wird. Dies soll europaweit gelten. Der Zeitplan sieht vor, dass die Abstimmung im EU-Parlament bis Ende März stattfindet. Anschließend soll die „4. Führerscheinrichtlinie“, wie das Projekt im Fachjargon genannt wird, den EU-Rat und das EU-Parlament passieren. Anschließend sind die einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bei der Umsetzung der neuen Regelungen für Autofahrer gefragt.

Änderung für Autofahrer: Camper profitieren wohl von neuer Regelung

Die Änderung der Gesamtmasse für Führerscheine der Klasse B könnte sich insbesondere auf Camper auswirken. „Der Autoführerschein der Klasse B umfasst nur Kraftfahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen. Die meisten Wohnmobile dürfen deshalb von Inhaberinnen und Inhabern eines Pkw-Führerscheins nicht gefahren werden – sie sind zu schwer. Die geplante Anhebung der zulässigen Gesamtmasse auf 4,25 Tonnen könnte hier Abhilfe schaffen“, heißt es seitens des ADAC.

Im Zuge der „4. Führerscheinrichtlinie“ sollen zudem zahlreiche Regelungen in EU-Staaten angeglichen werden. Teil davon sind unter anderem Strafen. Als Beispiel ist an dieser Stelle die Länge des Führerscheinentzugs zu nennen. Die Regelangleichung beinhaltet unter anderem die gegenseitige Anerkennung der Strafen für Autofahrer. Zudem sollen Grenzwerte für Drogen und Alkohol am Steuer europaweit vereinheitlicht werden, auch eine Angleichung des Punktesystems wird ausgearbeitet.

Führerschein-Umtausch

Frist für weitere Jahrgänge endet im Januar 2023

Dies soll vor allem der Polizeiarbeit zugutekommen. Unter anderem könnten Kontrollen dadurch einfacher werden, zahlreiche bürokratische Prüfschritte sollen entfallen. Eine EU-weite Datenbank ist geplant, die den Sicherheitsbehörden dafür zur Verfügung stehen soll. (tu mit dpa/AFP)

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