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Aus nach 100 Jahren: Traditions-Automarke stoppt Produktion

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Von: Natascha Terjung

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Ein traditioneller Autohersteller stellt nun endgültig die Produktion ein. Das Aus für das Tochter-Unternehmen von Nissan war schon lange angekündigt.

Kassel – Die traditionsreiche Auto-Marke Datsun wird jetzt endgültig eingestellt. Die Produktion des Datsun redi-GO im Werk Chennai in Indien werde beendet, berichtet die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (afp). Bereits 2020 sei die Datsun-Produktion in Indonesien und Russland gestoppt worden. 2021 seien nur etwa 7000 Autos der Marke Datsun vom Band gelaufen, wie ein Nissan-Sprecher gegenüber der afp sagte. Anders sieht es bei Elektroautos aus: Der Markt für E-Autos boomt.

Der Verkauf von Datsun-Modellen werde so lange aufrechterhalten, bis keine mehr auf Lager seien. Wer noch einen Datsun besitzt, werde aber weiterhin Serviceleistungen in Anspruch nehmen können. Das Aus für Datsun wurde schon vor langer Zeit angekündigt.

Die Nissan-Tochter Datsun stellt die Produktion des redi-Go in Indien ein.
Die Nissan-Tochter Datsun stellt die Produktion des redi-Go in Indien ein. © Hindustan Times/Imago

Datsun wurde vor 100 Jahren gegründet: Traditions-Automarke wird nicht mehr produziert

Erstmals hatte Nissan 1981 das Ende von Datsun bekannt gegeben. Erst 2013 entschied der damalige Unternehmenschef Carlos Ghosn, Datsun als günstige Marke in Entwicklungsländern anzubieten – und folgte damit dem Beispiel von Dacia von Renault. Nach dem Sturz Ghosns Ende 2018 und seiner anschließenden Flucht in den Libanon beschloss die neue Führung von Nissan die neue Strategie, sich auf wenige Marken zu konzentrieren.

Datsun wurde bereits im Jahr 1910 gegründet. Das erste Modell der Automarke kam 1931 auf den Markt. Zwei Jahre später wurde die Marke von dem Unternehmen aufgekauft, das später Nissan werden sollte. In den 50er und 60er Jahren konnte Datsun die größten Erfolge verbuchen. 20 Millionen Exemplare wurden bis 1981 in mehr als 190 Ländern verkauft. Die Lage für Autofahrer wird derzeit immer angespannter: Wegen des Tankrabatts der Bundesregierung könnte der Ansturm auf Tankstellen enorm werden. (ter/afp)

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