Garten-Tipps

Garten-Oase auf dem Balkon: Nicht jede Pflanze ist geeignet

Die richtigen Blumen für den Balkon: Wir geben Tipps, welche Pflanzen sich am besten machen und was Sie beachten müssen.
+
Die richtigen Blumen für den Balkon: Wir geben Tipps, welche Pflanzen sich am besten machen und was Sie beachten müssen.

Wer den eigenen Balkon mit Pflanzen verschönern will, sollte diese Fehler unbedingt vermeiden. Denn: Nicht jede Pflanze kann dort wachsen.

Kassel - Ein Blick ins Grüne, der Duft der Natur und das alles direkt vor der Nase? Wer einen Balkon hat, kennt die Freuden, die eine schöne Bepflanzung mit sich bringt. Im Supermarkt gab es nur noch runzelige Tomaten? Kein Problem, denn zu Hause stehen die Tomatenpflanzen schon bereit. Wer seine Balkonpflanzen hegen und pflegen will, sollte einige Fehler besser vermeiden.

Zu trocken oder zu nass, zu warm oder zu kalt - wer Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten hat, kennt diese Probleme. Ob man Pflanzen draußen oder drinnen anpflanzt, ist durchaus ein Unterschied und spiegelt sich unter anderem in der Pflege derselben wider. Auch der Mangel an Nährstoffen kann Pflanzen schnell verkümmern lassen. Besonders wichtig um den Balkon zum Gartenparadies zu machen, ist es, die richtigen Pflanzen auszuwählen. Wir zeigen, wie Sie die gängigsten Fehler vermeiden können.

Folgende Fragen sollten laut Wohnratgeber Heimhelden beim Einsetzen von Balkonpflanzen Beachtung finden:

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt Pflanzen auf dem Balkon einzusetzen?
  • Welche Pflanzen sind die richtigen und welche komplett ungeeignet für meinen Balkongarten?
  • Können alte Töpfe und Blumenkästen problemlos wiederverwendet werden?
  • Muss beim Befüllen der Töpfe oder Blumenkästen etwas beachtet werden?
  • Was gilt es beim Einsetzen der Pflanzen zu beachten?
  • Wie gieße ich die Blumen, Kräuter und andere Pflanzen richtig?

Balkon-Tipps: Pflanzen hegen und pflegen - und nicht zu früh nach draußen bringen

Es ist Frühling, die Luft wird langsam wärmer, die Sonne ist länger zu sehen und die ersten Blumen draußen beginnen zu blühen. Jetzt ist doch der perfekte Zeitpunkt den eigenen Balkon mit neuen Pflanzen zu befüllen, oder? In der Tat empfiehlt Heimhelden.de das Einsetzen von Balkonpflanzen ab Mai.

Im Idealfall sollte man die Eisheiligen abwarten und erst danach aktiv werden. Im Jahr 2021 waren die Eisheiligen vom 11.05.2021 bis zum 15.05.2021. Gerade bei blühenden Pflanzen wie Margeriten und Geranien sollte man abwarten, denn sie sind sehr kälteempfindlich. Mit Frühblühern kann man den Balkon schon vorher aufhübschen.

Welche Pflanzen kann man auf dem Balkon pflanzen - und welche sollte man lieber weglassen?

Neben dem Zeitpunkt sollten auch die Pflanzen selbst gut gewählt sein, da sich nicht alle für einen Garten auf dem Balkon eignen. Die wichtigste Unterscheidung ist zunächst einmal die Position des Balkons: Liegt er in südlicher oder in nördlicher Richtung? Diese Frage sollte man sich stellen, da die Sonneneinstrahlung eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Balkonpflanzen spielt.

Davon abhängig ist auch, welche Pflanzen für welchen Balkon geeignet und welche absolut ungeeignet sind. So eignet sich Bärlauch zum Beispiel für beide Balkonstandorte, allerdings sollte er nicht im direkten Sonnenlicht stehen.

Geeignete Pflanzen für den Südbalkon (viel Sonne)Pflanzen für den Nordbalkon (viel Halbschatten, Schatten)
Hängepetunien, Orleander, Lavendel, Wandelröschen, Kapkörbchen, Drillingsblume, Zitronenbäumchen, Clematis und OrangenbäumchenSchneeflockenblume, Fleißige Lieschen, Hortensien, Buchsbaum, Fuchsien, Begonien, Elfenspiegel und Männertreu
Quelle: Heimhelden.de

Darüber hinaus muss vorab entschieden werden, ob die Pflanzen das ganze Jahr lang oder nur saisonal draußen auf dem Balkon stehen sollen. Beim Gärtnern achtet man daher darauf, ob eine Pflanze als winterhart gilt. Ist dies nicht der Fall, muss sie bei niedrigen Temperaturen und Minusgraden in die Wohnung oder ins Haus geholt werden. Winterharte Pflanzen sind unter anderem Kakteen oder Kletterpflanzen wie die Waldrebe (Clematis).

Im Video: Pflanzen auf dem Balkon - Dieses Obst und Gemüse eignet sich für Hobbygärtner

Gartenoase auf dem Balkon: Alte Kästen und Töpfe lassen sich für die Pflanzen wiederverwenden

Wie eine leere Leinwand darauf wartet, mit Farbe gefüllt zu werden, regt uns auch der leere Balkon zur Kreativität an. Wer dabei ökologisch wertvoll arbeiten will, setzt wahrscheinlich auch auf die Wiederverwendung von alten Blumenkästen und -töpfen. Generell gesagt, ist das kein Problem. Vor dem Befüllen mit Erde und dem Einsetzen der neuen Pflanzen sollte nur jeglicher Schmutz gründlich entfernt werden.

Verbraucher-News: Weitere Artikel finden Sie auf unserer Themenseite und in unserem wöchentlichen Verbraucher-Newsletter.

Der Hobbygärtner sollte zuerst den losen Dreck mit einem Handfeger entfernen. Danach sollte man Topf oder Kasten mit einem feuchten Lappen auswischen. Handelt es sich um widerstandsfähigen Schmutz wie Kalkablagerungen kann ein Griff zur Drahtbürste helfen. Laut Heimhelden.de sollte die Säuberung vor allem sehr sorgfältig erfolgen, wenn die Balkonpflanzen des Vorjahres von Krankheiten oder Schädlingen befallen waren.

Töpfe und Kästen für Balkon-Pflanzen vorbereiten - und einem Nährstoffmangel vorbeugen

Wer als Laie seinen ersten Balkon mit Pflanzen* füllen will, dem steht womöglich eine große Enttäuschung bevor. Denn entgegen der Vorstellung mal eben zu gärtnern, ist es oft nicht damit getan, einfach Erde in einen Topf zu füllen und dann eine Pflanze einzusetzen. Die Auswahl und Schichtung der Erde und anderer Pflanzensubstrate kann für das Wachstum und das Gedeihen einer Pflanze entscheidend sein. So sollte eine erste Drainageschicht angelegt werden. Hierfür eignet sich laut Heimhelden.de Blähton. Damit wird Wasser zwar gespeichert, aber nicht getaut. Mit einem Trennvlies lässt sich eine Vermischung mehrerer Schichten verhindern. Dann folgt die Pflanzenspezifische Erde.

Laut dem Magazin Haus.de können unter anderem Mangelkrankheiten entstehen, wenn eine Pflanze nicht genug Nährstoffe aus dem Boden ziehen kann. Was der Pflanze fehlt, lässt sich oft an den Symptomen der Pflanze erkennen. So zeigt sich ein Stickstoffmangel unter anderem durch ein verringertes Wachstum und gelbe Blätter. Helle, fleckige Blätter deuten hingegen auf einen Magnesiummangel. Braune Ränder bekommen Blätter meist bei einem Kaliummangel. Einem Nährstoffmangel jedweder Art kann man durch Holzspäne, Langzeitdünger oder regelmäßiger Düngung entgegenwirken. Auch Unkraut sollte regelmäßig entfernt werden.

Nicht zu hoch oder zu tief: So setzt man Balkon-Pflanzen richtig ein

Wer bereits Erfahrungen beim Gärtnern sammeln konnte, kennt das Problem vielleicht: Beim Entfernen des Kunststoffbechers zerfleddert man aus Versehen die neu erworbenen Pflanzen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch vermeidbar, sagen die Experten von Heimhelden.de. Bevor man versucht, die Pflanze aus dem Becher zu lösen, sollte dieser an mehreren Stellen zusammengedrückt werden. Das löst die Wurzelballen und erleichtert das Herunterziehen des Bechers.

Bevor man die neuen Balkonpflanzen einsetzt, muss ein ausreichend großes Loch im Topf oder Kasten gegraben werden. Dabei sollte auch auf die Menge der umgebenden Erde geachtet werden. Sobald die neue Pflanze eingesetzt ist, sollten noch zwei Zentimeter bis zum Rand frei sein.

Balkon-Pflanzen brauchen je nach Position unterschiedlich viel Wasser und Licht

Ein erster, nicht zu unterschätzender Hinweis: Meist kommen gekaufte Pflanzen mit einem Kärtchen, auf dem Wässerung und Lichtverhältnisse notiert sind. Eine pauschale Maxime zum Gießen gibt es nicht. Sukkulenten (z. B. Kakteen oder Aloe Vera) brauchen vergleichsweise wenig Wasser, während Kräuter (z. B. Schnittlauch oder Petersilie) regelmäßig gegossen werden müssen.

Darüber hinaus sollte auch beachtet werden, dass der Wasserspeicher in einem Topf oder Blumenkasten nicht an den eines Blumenbeetes herankommt. Auch die Lichtverhältnisse spielen eine zentrale Rolle. Pflanzen, die viel Sonnenlicht ausgesetzt sind, brauchen mehr Wasser als jene, die im Schatten stehen. Weiches, kalkarmes Wasser mögen die meisten Pflanzen besonders gerne. Es sollte direkt auf die Erde und nicht auf die Blüten oder Blätter gegossen werden. Diese könnten bei starkem Sonnenschein sogar durch die Tropfen beschädigt werden. (Jennifer Greve) *soester-anzeiger.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.