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1000 Euro als App-Tester verdienen? So schnell wird man zum Komplizen Krimineller

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Von: Alexander Gottschalk

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Den Drogenfahndern der Polizei begegnet bei ihren Ermittlungen immer wieder eine Betrugsmasche. Sie warnen vor falschen App-Test-Stellenanzeigen.

Wiesbaden - Apps testen und dafür bis zu 1000 Euro im Monat kassieren? Das klingt nach einem guten Angebot – zu gut, um wahr zu sein, wie mehrere Behörden nun eindringlich warnen. Am Dienstag (2. August) veröffentlichten das Bundeskriminalamt (BKA), das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) und das Zollkriminalamt (ZKA) einen gemeinsamen Warnhinweis zu einer neuen Betrugsmaschine, auf die die Ermittler im Zuge des Kampfs gegen den Online-Drogenhandel aufmerksam geworden sind.

Konkret geht es um angebliche Stellenanzeigen, die beispielsweise in Zeitungen, aber auch vielerorts im Internet zu finden sind. Gesucht würden Testpersonen. Den Opfern werde suggeriert, sie würden Apps verschiedener Online-Banken testen, erklären die Fahnder. Tatsächlich würden die Interessierten aber in kriminelle Machenschaften hineingezogen. Wer darauf reinfällt, riskiert demnach, sich strafbar zu machen und selbst in den Fokus der Polizei zu geraten. Stichwort: Geldwäsche.

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1000 Euro als App-Tester verdienen? Polizei rät zu Skepsis

Die Polizei rät Interessierten, ganz genau zu prüfen, wie seriös die Firma ist, die eine Nebentätigkeit anbietet. Mögliche Betrüger erkenne man beispielsweise daran, dass die Kontaktaufnahme über Messenger-Dienste wie Whatsapp erfolge oder dass auffällig viele Rechtschreib- und Grammatikfehler in den vermeintlichen Jobanzeigen zu finden seien. Auch „überdurchschnittliche hohe Verdienste“ sollten die Alarmglocken schrillen lassen.

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Online-Banking hat für Kriminelle viele Türen für Gaunereien aufgestoßen. Die Polizei rät zur Vorsicht. (Symbolbild) © Christin Klose/dpa-tmn

Grundsätzlich warnt die Polizei davor, sensible Daten wie Ausweispapiere, Kontodaten oder andere persönliche Daten im Netz preiszugeben, wann man nicht verifizieren kann, dass diese seriös genutzt werden. Vor allem über Whatsapp-Tricks verbuchten kriminelle Abzocker zuletzt immer wieder Erfolge – manchmal braucht es dafür nur einen einzigen Anruf. Wer Opfer einer Betrugsmasche wie der des „App-Testers“ geworden ist, sollte sich sofort an die örtliche Polizei wenden. (red/ag)

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