Ärger auf Facebook

Sparkasse und Co.: Neue Regeln zur Geld-Einzahlung verärgern Kunden

Wer viel Geld bei der Bank einzahlt, muss künftig einen Nachweis vorzeigen. Auch Sparkasse-Kunden sind betroffen.
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Wer viel Geld bei der Bank einzahlt, muss künftig einen Nachweis vorzeigen. Auch Sparkasse-Kunden sind betroffen.

Banken wie die Sparkasse müssen neue Regeln bei der Geld-Einzahlung einführen. Bei Kunden und Kundinnen sorgt das für Empörung.

Frankfurt – Um Geldwäsche effektiver zu bekämpfen, verlangt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) seit dem 9. August von den Banken Herkunftsnachweise bei Bargeldeinzahlungen von über 10.000 Euro. Laut Sparkassen- und Giroverband müssen Privatkunden von nun an einen „geeigneten Beleg über die Herkunft des Geldes“ vorlegen oder unverzüglich nachreichen.

Dies gilt außerdem für Einzahlungen in mehreren Kleinbeträgen, wenn die Summe die Höhe von 10.000 Euro überschreitet. Darüber hinaus sind Nachweise über die Herkunft von Fremdwährung nötig, insofern die Summe 2500 Euro überschreitet – außer, das Geld wurde über die Hausbank beschafft. Wer entsprechende Nachweise nicht erbringen kann, kann das geplante Geschäft über die Bank nicht abwickeln.

Geld einzahlen bei Sparkasse und Co.: Nachweise bei hohen Beträgen nötig

Die neuen Regeln bei Sparkasse* und Co. erhitzen scheinbar viele Gemüter: Während der Bundesregierung auf Facebook „Stasi-Methoden“ attestiert werden, unterstellen andere Nutzer dem Staat, Bargeld schrittweise abschaffen zu wollen und die „totale Kontrolle der Bevölkerung“ anzustreben.

Sollte man des Öfteren hohe Geldbeträge bei der Bank einzahlen, sind entsprechende Nachweise künftig also ein Muss. Hier eine Übersicht, wie sich die Bargeld-Herkunft nachweisen lässt:

  • Ein aktueller Kontoauszug des Kunden bei anderen Banken, aus dem die Barauszahlung hervorgeht
  • Ein aktueller Kontoauszug bezüglich des Kontos eines Dritten, aus dem die Barauszahlung hervorgeht, ergänzt um weitere Dokumente und Informationen zu besagter dritten Person
  • Barauszahlungsquittungen einer anderen Bank
  • Sparbücher des Kunden, aus denen die Barauszahlung hervorgeht
  • Verkaufs- und Rechnungsbelege
  • Quittungen bezüglich getätigter Geschäfte
  • Letztwillige vom Nachlassgericht eröffnete Verfügungen
  • Schenkungsverträge

Entsprechende Regeländerungen bei Banken wie der Sparkasse begründet die Bafin mit dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Demnach wurde die neue Regelung für Herkunftsnachweise von Geld eingeführt, um Geldströme nachvollziehbarer zu machen und die Strafverfolgung zu erleichtern. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Mit einer neuen Masche konnten sich Betrüger einen Zugang zu den Daten vieler Sparkasse-Kunden* verschaffen. Doch dagegen lässt sich etwas tun.

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