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Benzin, Energie, Lebensmittel: Wie der Preissturz bei Verbrauchern ankommt

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Von: Bona Hyun

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Eurobanknoten in einer Brieftasche
Preissturz zu beobachten: Werden Lebensmittel und Energiepreise günstiger für Verbraucher? © Patrick Pleul/dpa

Zum Jahreswechsel ist ein Preissturz zu beobachten. Werden Lebensmittel jetzt günstiger angeboten? Und könnten dies auch auf Energiepreise zutreffen?

Hamburg – 2022 war kein günstiges Jahr für Verbraucher. Der Ukraine-Krieg und die Inflation haben Preise für Produkte des alltäglichen Lebens in astronomische Höhe getrieben. Nicht nur Strom oder Gas, sondern auch Lebensmittel wurden teurer. Zum Jahreswechsel sind die Preise an den Energiebörsen gesunken. Verbraucher hoffen, dass der Einkauf durch einen möglichen „Preissturz“ günstiger wird. Ist eine solche Entwicklung der Preise zu erwarten? Und auf welche Produkte trifft das derzeit schon zu?

Wie der Preissturz bei Verbrauchern ankommt und auf welche Lebensmittel es zutrifft

Derzeit werben viele Lebensmittel-Ketten mit vergünstigten Angeboten. Dem Anschein nach sind einige Produkte günstiger als vor dem Ukraine-Krieg. Einer Auswertung von Bild.de zufolge, können Verbraucher günstiger einkaufen, wenn sie auf Angebote achten. Denn einige Lebensmittel kosten im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich weniger, berichtet kreiszeitung.de.

Dazu zählen laut der Bild Meggle Feine Butter (250 g). Diese kostet aktuell 2,19 statt 2,79 Euro wie im Januar 2022. Auch beim Grünländer Scheibenkäse (140 g) geben Verbraucher weniger Geld aus: Statt 1,99 kostet dieser 1,39 Euro. Im Verhältnis zum Preis des vorigen Jahres kosten Iglo Fischstäbchen 17 Prozent weniger: 15 Stück kosten 2,88 statt 3,49 Euro. Auf den Melitta Kaffee (500 g) gibt es im Vergleich zum Preis aus 2022 einen Rabatt von 38 Prozent. Dieser kostet nämlich 3,99 statt vorigen 6,49 Euro.

Preissturz für Gas-und Stompreise kommt bei Verbrauchern wohl erst nach Monaten an

Nicht nur Lebensmittel werden günstiger. Auch die Energiepreise könnten zum Jahreswechsel sinken. Vergangenen Freitag wurde eine Megawattstunde Erdgas an der Leipziger Energiebörse EEX laut Angaben der Bild für 67 Euro gehandelt. Vor Kriegsbeginn Ende Februar mussten Gas-Versorger noch 89,60 Euro pro Megawattstunde zahlen. Trotzdem hält Florian Stark vom Vergleichsportal Check 24 einen schnellen Preissturz bei den sinkenden Gas-Preisen für unrealistisch. „Die Versorger kaufen Gas zum Teil mit langem Vorlauf ein“, sagte Stark. Es könnten noch Monate vergehen, bis der Preisverfall bei den Verbrauchern ankomme.

Ähnlich sieht es beim Strom aus, da die Stromversorger bereits langfristige Verträge abgeschlossen haben. Für Januar und Februar 2023 liegen laut Verivox 724 Strompreiserhöhungen regionaler Stromversorger vor. Heißt also, bei den Strom-und Gas-Preisen müssten die Verbraucher vorerst noch obendrauf zahlen, bis der Preissturz ankommt.

Trotz Preissturz bei Ölpreisen: Experten warnen vor einem „deutlichen Anstieg“ für 2023

Und wie sieht es beim Öl aus? Infolge des Öl-Embargos fürchteten Verbraucher einen Anstieg der Preise. Zuletzt sackte der Ölpreis ab. Für ein Fass der Sorte Brent musste im Frühjahr 2022 mehr als 120 Euro gezahlt werden. Derzeit liege der Preis bei 80 Euro. Infolgedessen dürften sich Autofahrer über günstige Benzinkosten freuen. Ein Liter Benzin kostete am Wochenende laut Clever Tanken im Schnitt 1,72 Euro. Vor Kriegsbeginn tankten die Autofahrer für 1,75 Euro, berichtet die Bild.

Auch der Preis für Heizöl, für den es auch Zuschüsse geben soll, ist spürbar gesunken – dank des warmen Wetters. Jüngste Auswertungen zeigten, dass Verbraucher für einen Liter Heizöl im Schnitt 1,14 Euro zahlten. Im November waren es noch weit über 1,20 Euro pro Liter. Doch Experten der US-Banken Goldman Sachs und JP Morgan rechnen weniger damit, dass diese Entwicklung auch so bleiben wird. Laut der Bild rechnen sie mit einem „deutlichen Anstieg“ der Ölpreise für 2023.

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