1. Startseite
  2. Verbraucher

Beliebte Modekette schließt erstmals Filialen in Deutschland

Erstellt:

Von: Fee Halberstadt

Kommentare

Die beliebte Modekette Primark schließt zwei Filialen in Deutschland. Eine befindet sich in Berlin, die andere in Hessen. (Symbolbild)
Die beliebte Modekette Primark schließt zwei Filialen in Deutschland. Eine befindet sich in Berlin, die andere in Hessen. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Lockdowns machen einigen Branchen zu schaffen. Neben der Gastronomie und Einzelhandel sind auch Mode-Ketten betroffen.

Kassel – Die Lockdowns während der Corona-Pandemie haben der ein oder anderen Firma ordentlich zu gesetzt. Auch so manche Modeketten mussten Insolvenz anmelden oder schließen einzelne Filialen in den Innenstädten Deutschlands. Dazu gehört erstmals auch die irische Billig-Modekette Primark. Aufgrund unzureichender Nachfrage wird eine Filiale in Berlin und eine in Hessen schließen.

„Dies beruht auf routinemäßigen Standortüberprüfungen, die ergaben, dass beide Standorte für Primark kommerziell nicht mehr attraktiv sind“, teilt der Konzern dem Magazin textilwirtschaft.de mit. Laut ihnen befinden sich die Filialen in Weiterstadt und in der Berliner Schlossstraße. Die Mietverträge laufen zum 31. Januar 2023 (Weiterstadt) und zum 30. April 2023 (Berlin) aus. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die betroffen sind, seien persönlich in Kenntnis gesetzt worden.

Schießung: Beliebte Modekette Primark macht Filiale in Hessen und Berlin dicht

Für die Modekette Primark scheint ein Online-Vertrieb ihrer Ware nicht lukrativ zu sein. Aufgrund der niedrigen Preise scheint das nicht lohnenswert zu sein. Stattdessen soll durch eine neue Website die aktuelle Verfügbarkeit mit Echtzeitdaten von den Produkten ermöglicht werden. Bereits im März 2022 wird diese in Großbritannien online gehen. Alle anderen Länder, in denen es Filialen von Primark gibt, sollen im darauffolgenden Herbst nachziehen.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit für die billig Modekette: „Wenn es für uns eine E-Commerce-Möglichkeit gäbe, dann wahrscheinlich eher im Bereich Click-and-Collect“, äußert sich Finanzdirektor John Bason gegenüber Reuters. Dieses Prinzip habe, so Focus, bereits während er Corona-Lockdowns immer mehr an Beliebtheit bei Verbraucherinnen und Verbrauchern gewonnen.

Primark – die beliebte Modekette ist nicht die erste, die Filialen schließen muss

Primark ist nicht die einzige Modekette, die die Auswirkungen der Corona-Pandemie spürt. Auch die Kette Pimkie hat es getroffen und das sogar stärker. Anfang 2021 musste der Konzern Insolvenz beantragen und schloss etwa 50 Prozent seiner Filialen*, wie Merkur.de berichtet. Auch der Adler Modemärkte AG erging es nicht anders. Als Grund für die Schließung zahlreicher Filialen nannten sie die Umsatzeinbußen, die aufgrund der Lockdowns kurz vor Weihnachten große Ausmaße hatten. Aufgrund des fehlenden Umsatzes befindet sich C&A ebenfalls in einer Krise, der aktuell durch strukturelle Veränderungen entgegengewirkt wird. (fh)

Auch interessant

Kommentare