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Bei diesen Anrufern sofort auflegen – Europol warnt vor dreistem Telefon-Betrug

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Von: Johannes Skiba

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Es kommt vermehrt zu Fake-Anrufen, bei denen sich die Betrüger als Mitarbeiter von Europol ausgeben und unter anderem Geld fordern.

Kassel – Eine neue Strategie von Telefon-Betrügern wird aktuell vermehrt ausgeführt. Wie die Aufklärungs-Website gegen Internetbetrug mimikama.org berichtet, hat nun sogar Europol eine Warnung bezüglich der neuen Betrugsmasche herausgegeben. Kein Wunder, denn die Betrüger geben sich als Mitarbeiter der Polizeibehörde der Europäischen Union aus.

Demnach wird den Opfern erzählt, dass diese in schwere Straftaten verwickelt oder Opfer einer Straftat wie Identitätsdiebstahl seien und Europol aus diesem Grund ermittle. Dabei wird dazu aufgefordert, Zahlungen zu leisten oder persönliche Daten anzugeben.

Es kommt vermehrt zu Fake-Anrufen im Namen von Europol.
Es kommt vermehrt zu Fake-Anrufen im Namen von Europol. © K. Schmitt/Imago

Betrug: Europol meldet sich nicht per Telefon bei Privatpersonen

Auf den ersten Blick wirken die Telefonnummern der Betrüger durch das sogenannte „Phone Spoofing“ echt und machen es schwer, die Straftäter unmittelbar als solche zu erkennen. Es werden gefälschte Anruf-ID-Informationen verwendet, um die ursprüngliche Quelle des Anrufs zu verstecken. Dennoch ist es möglich, nachträglich Nummern von Betrugsanrufen zu sperren.

Jedoch ruft Europol niemals bei Privatpersonen an, um Daten abzufragen oder Geld einzufordern. Das Telefonat sollte unmittelbar beendet und anschließend sich an die örtliche Polizei gewendet werden. Denn direkte Mitteilungen von Bürgern an Europol sind nicht möglich.

Betrüger: Neben Fake-Telefonaten auch falsche Schreiben

Darüber hinaus sind neben den Fake-Anrufen auch gefälschte Schreiben im Umlauf. In diesen Briefen finden sich ähnliche Aufforderungen wie in den Telefonaten von verschiedenen, angeblichen Abteilungen von Europol. Das Schreiben stammt demnach vom Exekutivdirektor oder anderen hochrangigen Mitarbeitern Europols. Dazu werden Namen echter Europol-Mitarbeiter wie Catherine De Bolle, Jean-Philippe Lecouffe oder Jürgen Ebner genannt, sodass auch hier auf den ersten Blick eine Entlarvung des Betrugs nur schwer möglich ist.

So sollte sich im Betrugsfall verhalten werden:

Wie auch bei den Anrufen wendet sich Europol niemals an Privatpersonen, um diese aufzufordern, Daten preiszugeben oder Geld zu überweisen. Weiterhin droht Europol nicht mit strafrechtlichen Untersuchungen und verhängt außerdem keinerlei Bußgelder. Beim Erhalt der Fake-Briefe sollte ebenfalls die örtliche Polizei kontaktiert werden. Immer wieder werden Fälle von Telefon-Betrug bekannt, vor denen die Verbraucherzentrale warnt. (jsk)

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