17 Bettdecken untersucht

Gut schlafen: Öko-Test kürt die besten Bettdecken - Einige Produkte könnten allerdings Allergien auslösen

Weiße Bettdecke auf einem Bett
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Öko-Test hat Bettdecken untersucht: Nicht alle schneiden gut ab.

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 17 Bettdecken untersucht. Dabei wurden bedenkliche Stoffe entdeckt. Einige Inhaltsstoffe können sogar Allergien auslösen.

  • Öko-Test untersucht verschiedene Decken für das Bett
  •  In einigen Produkten wurden Stoffe entdeckt, die Allergien auslösen können
  • Das Verbrauchermagazin gibt Tipps zum Kauf von Bettdecken

Kassel - Die Verbaucher-Zeitschrift Öko-Test hat in ihrer aktuellen Ausgabe 17 Bettdecken mit unterschiedlichen Füllungen untersucht. Doch ohne Abstriche hat im Test keines der Produkte überzeugt. Zwölf Mal wurde die Note „gut“ vergeben, der Rest der Bettdecken hat mit „befriedigend“ und „ausreichend“ abgeschnitten.

VerlagÖko-Test AG (Deutschland)
BeschreibungVerbrauchermagazin
Chefredakteur und GeschäftsführerHans Oppermann
Verkaufte Auflage103.397 Exemplare

Bewertet wurden im Test die Inhaltsstoffe der Bettdecken, welche preislich zwischen 34,99 Euro und 299 Euro liegen, sowie die Waschbeständigkeit nach fünf Waschgängen. Untersucht haben die Experten sieben Bettdecken mit einer Füllung aus Polyester (PES), sechs mit einer Füllung aus Lyocell (CLY), drei mit einer Mischung aus Polyester und Lyocell und eine Bettdecke mit einer Füllung aus Polyactid (PLA).

Dabei wurde deutlich: In der Feuchtigkeitsregulation haben die Decken mit Lyocell oder einem Lyocell/Polyester-Mix die Nase vorn. Die Bettdecken zeichnen sich durch hohe Atmungsaktivität und eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme aus und sind daher besser für Menschen mit einem Hang zum Schwitzen geeignet. Allerdings konnten einige dieser Decken im Waschtest weniger überzeugen, da sie an Volumen und Rücksprungkraft verloren oder sich Klumpen in der Lyocellfüllung bildeten.

Öko-Test untersucht Bettdecken: Kritik für Inhaltsstoffe

Kritik gibt es von den Experten von Öko-Test für Mängel bei den Inhaltsstoffen der Decken. In sechs Bettdecken mit Polyesterfüllung wurde im Test der für Polyester typische Problemstoff Antimon gefunden. „Studien zeigen, dass Antimonverbindungen Haut- und Schleimhäute reizen können“, heißt es im aktuellen Artikel des Verbrauchermagazins. Sie können also die Haut verletzen.

Außerdem wurden in einigen Bettdecken im Test halogenorganische Verbindungen nachgewiesen, welche beispielsweise bei Bleichprozessen entstehen können und als allergieauslösend gelten. In 13 Bettdecken stecken laut Öko-Test zudem optische Aufheller. Diese belasten die Umwelt, da sie sich kaum abbauen.

Bettdecken im Test: Das sind die Testsieger

„Bettdecken gehören zwei bis vier Mal im Jahr in die Wäsche“, heißt es im aktuellen Artikel des Verbrauchermagazins Öko-Test. Beim Test der Waschbeständigkeit erzielten vier Bettdecken die Note „sehr gut“ und fünf die Note „gut“. Überzeugt haben hierbei vor allem die teuren Bettdecken mit Füllung aus Polyester unter anderem der Marken Billerbeck, Centa-Star, Spessarttraum und Traumina.

Im Bezug auf die Feuchtigkeitsregulation haben jedoch die Bettdecken mit Füllung aus Lyocell der Marken Hefel, Badenia und Dormiente überzeugt. Hier sind die Testsieger von Öko-Test im Überblick:

  • Allnatura Lyocell-Duo-Bettdecke „Lyovita“
  • Billerbeck Basic 520 Alcando Uno Übergangs-/ Ganzjahresdecke
  • Centa-Star Royal Duo-Leicht Ganzjahresbett
  • Elza Tencel Duo-Steppbett
  • Hefel Klimacontrol Fair Ganzjahresdecke
  • Ikea Stjärnbräcka Bettdecke warm
  • Irisette Tencel Steppbett Mono
  • Paradies Hibea Bio Ganzjahresbettdecke
  • Purnatour Tencel Lyocell Bettdecke Ganzjahr/Übergang
  • Schlafstil Faserduodecke F300 Normal

Öko-Test gibt Tipps: Darauf sollten Verbraucher beim Kauf von Bettdecken achten

Verbraucher sollten beim Kauf von Bettdecken unter anderem auf die richtige Größe achten. Hier gilt laut Öko-Test: Länge gleich Körpergröße plus 20 bis 30 Zentimeter, Breite gleich Körperumfang plus 30 Zentimeter. Außerdem zu beachten ist der Wärmebedarf. Mit der richtigen Decke schwitzt der Schläfer weniger.

Der Wärmebedarf ist abhängig von der Schlafzimmertemperatur. Im Fachhandel wird Verbrauchern oft eine Beratung angeboten, die passende Decke unter Berücksichtigung der individuellen Schlafgewohnheiten zu finden. Allergiker sollten zudem darauf achten, am besten eine Bettdecke zu wählen, die bei 60 Grad waschbar ist. (Helena Gries)

Video: Endlich besser schlafen - mit diesen sieben Tipps klappt‘s

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