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Ein „Blackout droht“ – Was alles zusammenbricht, wenn es dunkel wird

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Von: Luis Teschner

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Immer wieder warnen Experten vor den Gefahren eines großflächigen Blackouts. Die Folgen wären dramatisch, denn unsere Infrastruktur könnte schnell zusammenbrechen.

Kassel – Für die meisten Menschen ist die Versorgung mit Strom so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen und das Wasser aus der Leitung. Kein Wunder, gab es in Deutschland doch jahrzehntelang keinen großflächigen Stromausfall mehr.

Doch das kann sich schnell ändern: Zuletzt schrammten 2021 große Teile Europas knapp an einem Blackout vorbei. Auf der dänischen Insel Bornholm gab es vor Kurzem sogar für ein paar Stunden einen Stromausfall. Deswegen ist es wichtig, über die Folgen eines Blackouts Bescheid zu wissen und sich angemessen vorzubereiten.

Pendler auf einer Straße während eines Stromausfalls in Dhaka, Bangladesch.
Ein Blackout in Dhaka, Bangladesch. Droht dieses Schicksal auch deutschen Städten? © Habibur Rahman/IMAGO

Blackout: Die Gefahr liegt im Ausfall wichtiger Infrastrukturen

Gründe für einen möglichen Blackout sind vielfältig. Unwetter und ein steigender Stromverbrauch können das System belasten. Auch die durch den Ukraine-Konflikt ausgelöste Energiekrise ist eine Zerreißprobe für das Stromnetz. Laut planet-wissen.de verlaufen flächendeckende Blackouts nach einer klaren Chronologie:

Blackout in Deutschland: Längere, großflächige Stromausfälle gelten als sehr unwahrscheinlich

Je länger man das Gedankenspiel Blackout laufen lässt, desto gravierender werden die Folgen. Doch Experten halten einen mehrtägigen, großflächigen Blackout für extrem unwahrscheinlich. Im Gegensatz dazu mehren sich die Warnungen vor einem kurzfristigen, aber immer noch katastrophalen Blackout.

Blackout-Experte Herbert Saurugg spricht in seinen Vorträgen zu Blackouts nicht mehr von einem „ob“, sondern von einem „wann“ und ruft zu mehr Aufklärung und Vorsichtsmaßnahmen auf. Auch CDU-Vorsitzender Friedrich Merz sagte kürzlich gegenüber der Bild am Sonntag, er halte einen Blackout für eine ernstzunehmende Gefahr. „Wenn diese Regierung so weitermacht und aus ideologischen Gründen am Atomausstieg festhält, droht uns Anfang nächsten Jahres ein Blackout“, so Merz.

Stromausfall in Deutschland: Katastrophenschutz auf Blackout nicht ausreichend vorbereitet

„Oftmals haben die Leute die Erwartung, dass der Katastrophenschutz im Falle eines Stromausfalls sofort jedem helfen kann. Das ist sicher nicht der Fall“, sagt der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes, Stefan Hermann, gegenüber tagesschau.de. Kürzlich forderten die Bundesländer im Bundesrat einen 10 Milliarden Euro schweren Fördertopf zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Dieser soll unter anderem die Versorgungssituation im Falle eines Stromausfalls verbessern. Bürgerinnen und Bürgern empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) sich einen sinnvollen Lebensmittelvorrat anzulegen. (lute)

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