1. Startseite
  2. Verbraucher

Glätte auf den Straßen: Wie sich Autofahrer auf Blitzeis vorbereiten können

Erstellt:

Von: Jana Ballweber

Kommentare

Ist Glätte auf den Straßen vorhergesagt, sollte das Auto besser in der Garage bleiben. Doch was, wenn man unterwegs von Blitzeis und winterlichen Straßenverhältnissen überrascht wird?

Kassel - Der Winter hat endgültig Einzug gehalten. Damit steigt auch für Autofahrer die Unfallgefahr, denn neben Frost, Schnee und Kälte bringt die Jahreszeit auch in diesem Jahr wieder das tückische Blitzeis auf den Straßen mit.

Blitzeis entsteht, wenn flüssiges Wasser, also Regen oder Nebel, auf die kalte Fahrbahn trifft, erklärt das Internetportal wetteronline.de. Das Wasser gefriert sofort zu einer dünnen Eisschicht, die für Autofahrer nur sehr schwer zu erkennen ist, warnt der ADAC auf seiner Internetseite. Besonders gefährlich sei es im Straßenverkehr überall dort, wo wenig Sonne ist. Denn dann taue das Eis weniger schnell wieder von der Straße weg und sei auch schwieriger zu sehen.

Ein Auto fährt auf einer schneebedeckten Fahrbahn durch eine Winterlandschaft.
Bei winterlichen Wetterverhältnissen sollte man das Auto lieber stehen lassen. © Jan Eifert/Imago Images

Blitzeis-Gefahr: Autofahrer sollten sich im Winter auf Glätte vorbereiten

Dennoch gibt es einige Hinweise, auf die Autofahrer achten können, wenn sie sich im Winter vor Blitzeis schützen wollen. Nebel und Raureif auf Bäumen sind ein Anzeichen für hohe Luftfeuchtigkeit, was die Blitzeis-Gefahr erhöht.

Anzeichen für Blitzeisgefahr:

Auch die Temperaturen geben einen Hinweis, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich Blitzeis bildet. Anders als viele annehmen, sind es nicht etwa die kältesten Tage, an denen die Gefahr am höchsten ist. Problematisch wird es vor allem an Tagen mit schwankenden Temperaturen.

Glätte im Winter vor allem bei Nebel und wechselhaftem Wetter für Autofahrer gefährlich

Denn dann fällt Schnee, schmilzt und gefriert wieder: das beste Futter für Glätte auf den Straßen. Dagegen helfen dann auch die fortschrittlichsten Hilfsmittel wie ein Antiblockiersystem oder ein elektronisches Stabilitätsprogramm im Auto nicht mehr, warnt der ADAC: „Wird im Radio vor Blitzeis oder Eisregen gewarnt, ist es besser, das Auto stehenzulassen und die Fahrt zu verschieben.“

Das Foto zeigt einen Autoreifen an einem schwarzen Auto, an dem sich Eiszapfen gebildet haben.
Bei Blitzeis helfen auch Winterreifen nicht mehr unbedingt weiter. © IMAGO/Rolf Poss

Wer im Winter unterwegs von Blitzeis überrascht wird, soll laut ADAC mehr Abstand zum Vordermann halten, sanft bremsen und gefühlvoll lenken. Wenn möglich, sollen Autofahrer außerdem eine Pause einlegen, bis sich die Wetterverhältnisse bessern oder ein Streufahrzeug vorbeigefahren ist.

Glätte auf den Straßen: Winterreifen im Winter Pflicht für Autofahrer

Vor Fahrtantritt bei winterlichen Wetterbedingungen gehört außerdem ausreichend Frostschutz in die Scheibenwischanlage. Die Scheiben müssen komplett von Eis befreit sein, allerdings, ohne den Motor warmlaufen zu lassen - denn das kostet bis zu 80 Euro Bußgeld und ist eine Gefahr für Motor und Umwelt, so der Automobilclub.

Pflicht sind seit einigen Jahren bei winterlichen Straßenverhältnissen außerdem Winterreifen. Das besagt die Straßenverkehrsordnung. Wer bei Schnee, Frost und Glätte mit Sommerreifen erwischt wird, muss 60 Euro zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Bei einem Unfall mit Sommerreifen können sogar die Versicherungsleistungen gekürzt werden. (Jana Ballweber)

Auch interessant

Kommentare