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Fehler bei der Brot-Lagerung: Wie es im Sommer länger frisch bleibt

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Mehrere Laibe dunkles Brot mit Schimmelflecken, die durcheinander liegen
Gerade bei warmem Wetter schimmelt Brot besonders schnell, weil es leicht feucht wird. © Mario Ho/mhphoto/Imago

Mit steigenden Temperaturen verdirbt Brot schneller. Doch was kann man dagegen tun?

Kassel – Ob zum Frühstück oder Abendessen: Brot ist in Deutschland extrem beliebt. Dennoch wissen viele Verbraucher nicht, wie sie Schwarzbrot, Vollkornbrot oder Mischbrot ordnungsgemäß aufbewahren sollten. Doch wird es falsch gelagert, bildet sich auf der Kruste schneller Schimmel und das Brot muss entsorgt werden.

Einen Mythos kann Bäckermeisterin Sonja Laböck, Chefin der Münchner Brotmanufaktur Schmidt, gegenüber dem Magazin der Süddeutschen Zeitung entkräften: dass niedrige Lagertemperaturen helfen. „Im Sommer werden Brote schneller schlecht. Das liegt an der Wärme und der Luftfeuchtigkeit. Was nicht hilft: der Kühlschrank. In ihm altert das Brot noch schneller“, so die Expertin. Auch die Fachleute von Ökotest raten, dass Brot bei Zimmertemperatur am längsten frisch halte. Die optimale Temperatur setzen die Tester bei 18 bis 22 Grad Celsius an.

Dunkles Brot aufbrauchenInnerhalb von 3 Tagen
Weißbrot aufbrauchenInnerhalb von 2 Tagen

Brot solle bei Wärme grundsätzlich möglichst schnell aufgebraucht werden. „Dunkles Brot innerhalb von drei Tagen, Weißbrot nach spätestens zwei Tagen“, zitiert wird Laböck zitiert.

Brot richtig Lagern: Nicht im Kühlschrank, sondern im Küchentuch

Statt des Kühlschrankes eigne sich zur Lagerung ein sauberes Küchentuch. Es verhindert, dass das Brot zu viel Feuchtigkeit aufnimmt. Beim Schneiden sollte das Tuch anstatt der bloßen Hände verwendet werden. „Denn die Bakterien auf unseren Händen lassen Brot schneller schimmeln“, erklärt Laböck gegenüber der Zeitung.

Statt das gekaufte Brot selbst aufzuschneiden, könne das auch beim Bäcker geschnitten werden. „Dann würde ich es allerdings einfrieren. Das macht dem Brot im Gegensatz zum Kühlschrank gar nichts. Eingefrorene Brotscheiben kann man wunderbar im Toaster aufbacken“, so die Expertin.

Bäckermeisterin empfiehlt: Getrocknetes Brot einfach wieder aufbacken

Falls das Brot trocken wird, ist das im Gegensatz zu Schimmel jedoch kein Problem. Es kann einfach wieder aufgebacken werden. Zuvor sollte es mit Wasser angefeuchtet werden. „Gewürfelt lässt sich Brot zu Croûtons weiterverarbeiten. Und gerade jetzt im Sommer empfehle ich Bruschetta oder einen Brotsalat“, schlägt die Bäckermeisterin vor.

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Vorbeugen lässt sich zudem, indem man sich für besonders haltbare Brote entscheidet: So erklärt Laböck, dass Brote mit dicker Kruste einen kleinen Vorteil haben: Aufgrund der trockenen Schutzschicht bilde sich Schimmel bei diesen Sorten nämlich langsamer. Damit es morgens schneller geht, greifen viele für das Frühstück auf Aufbackbrötchen zurück, die sie in den Ofen schieben. Allerdings ist diese Art des Aufbackens sehr ineffizient. (tk)

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