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Butter im Test: 17 Produkte fallen durch -darunter auch beliebte Marken

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Von: Melanie Gottschalk

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Öko-Test offenbart im aktuellen Butter-Test miserable Ergebnisse. 17 von 20 Produkte bestehen den Test nicht, darunter auch viele beliebte Marken.

Kassel - Trotz der stetig steigenden Butter-Preise kommt es bei einem Test zu einem erschreckenden Ergebnis. Bei dem Test der aktuellen Ausgabe von Öko-Test sind 17 von 20 Produkte durchgefallen, sie erhalten die Note 5 („mangelhaft“) oder Note 6 („ungenügend“). Grund für die schlechten Noten sind laut des Portals chip.de kritische Inhaltsstoffe oder Keime. Auf der Seite von Öko-Test heißt es: „Fast alle sind mit Mineralöl belastet. Auch Mängel im Geschmack gehören zu unseren Kritikpunkten.“

Lediglich ein Produkt schafft es in die Bewertung „gut“. Eine weitere Butter erhält ein „befriedigend“ und eine „ausreichend“. Von den 20 getesteten Produkten sind sieben Bio-Produkte, auch der Sieger hat das Siegel. Dabei handelt es sich um die Gläserne Molkerei Bio-Fassbutter. Sie kostete rund 3,50 Euro.

Ökotest: 20 verschiedene Butter-Produkte wurden getestet, 17 fielen durch. (Symbolbild)
Ökotest: 20 verschiedene Butter-Produkte wurden getestet, 17 fielen durch. (Symbolbild) © photothek/Imago

Getestete Butter von Öko-Test: Fast alle bekannten Marken fallen durch

Die Natur Bio Almbutter von Andechser schneidet immerhin noch mit „befriedigend“ ab. Wie chip.de schreibt, ist der Grund für die Abwertung des Produkts, dass im Labor erhöhte Spuren von Mineralölbestandteilen gefunden wurden, die Sensorik-Experten bewerten die Butter darüber hinaus in Geschmack und Geruch als „unrein und alt“.

Die K-Classic Deutsche Markenbutter von Kaufland erhält noch ein „ausreichend“, alle anderen getesteten Produkte fallen bei Öko-Test durch. Dazu zählen auch einige bekannte Marken sowie mehrere Bio-Produkte. Neben der Butter von Alnatura und Dennree haben auch die Produkte von Weihenstephan, Landliebe, Meggle und Kerrygold nicht bestanden.

Erhöhte Mineralölwerte in der getesteten Butter von Öko-Test

Aber auch jeweils die Butter der Eigenmarken von Aldi, Edeka, Penny, Lidl und Co. fallen durch den Test. Grund dafür ist unter anderem die Kategorie „Mineralölbestandteile“. In 13 von 14 Produkte, die die Note 6 („ungenügend“) kassierten, weisen „stark erhöhte“ Werte auf.

Teilweise sei die Konzentration so hoch, wie es die Öko-Tester noch nie zuvor in einem Lebensmittel gemessen haben. Der von der EU vorgeschlagene Richtwert für aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) sei bei einem der getesteten Produkte fast zehnmal so hoch, schreiben die Tester. „MOAH sehen wir besonders kritisch, weil einige Verbindungen der Stoffgruppe krebserregend sind“, heißt es.

Butter im Test: Auch das Thema Tierwohl ist ernüchternd

Öko-Test bewertet darüber hinaus bei den meisten getesteten Buttermarken den Gehalt an grünfuttertypischen Fettsäuren als zu niedrig. Nur zwei der 13 konventionellen Butter-Marken überspringen die Messlatte. Vor allem der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren soll Rückschlüsse auf die Art der Tierhaltung zulassen, da man daran erkennen kann, wie viel Gras oder Heu die Kühe als Grundfutter gefressen haben, schreibt das Magazin. Die Bio-Produkte hätten diese Messlatte hingegen alle deutlich übersprungen.

Beim Thema Tierwohl ist das Ergebnis laut der Tester eher ernüchternd. Nur fünf von dreizehn Anbietern konventioneller Butter wiesen nach, dass zumindest ein Teil ihrer Kühe vier Monate oder länger weiden darf. Teilweise stehen die Kühe das ganze Jahr über im Stall. (msb/dpa)

Im Sommer lieferte ein Test von passierten Tomaten ebenfalls ein erschreckendes Ergebnis.

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