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Gravierende Änderung bei C&A: Ein Kleidungsbereich muss aus den Läden weichen

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Von: Vivian Werg

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Nach dem ausgebauten Online-Angebot folgt bei der beliebten Modekette C&A nun eine weitere Änderung. Ein Modebereich verschwindet aus den Shops.

Kassel – Das Textilunternehmen C&A ist aktuell dabei, die Filialen zu modernisieren. In den vergangenen 18 Monaten wurden europaweit über 730 Shops überarbeitet. „Wir möchten unseren Stores eine neue Rolle geben und sie nicht nur als reinen „Point of Sale“ einsetzen“, sagte Jason Morgan, Chief Operations Officer und Chief Commercial Officer bei C&A Europe in einer offiziellen Pressemitteilung.

Im Zuge der Erneuerungen muss nun auch der XL-Bereich weichen. Laut C&A soll das jedoch nicht bedeuten, dass Menschen mit großen Größen zukünftig weniger Auswahl in den Geschäften haben. Im Gegenteil: Aufsteller in den Filialen verweisen auf das Sortiment im Onlineshop. C&A zufolge sei ein separater XL-Bereich nicht mehr zeitgemäß, stattdessen wolle man stärker auf Inklusion setzen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber dem Modemagazin Stylebook.

C&A verabschiedet sich vom XL-Bereich

Das XL-Portfolio soll teilweise in die Kernkollektion integriert und zum Teil im Online-Shop präsentiert werden. Die Anpassung des Portfolios würde dabei sukzessive vorgenommen und nicht von heute auf morgen herausgenommen. „Vielmehr werden wir im nächsten Jahr eine Übergangsphase sehen, wo etwa der Women’s-XL-Bereich vorerst nur in einem Großteil unserer Geschäfte angepasst wird“, so die Sprecherin.

C&ABekleidungsunternehmen
Gründung1841
SitzVilvoorde (Belgien) und Düsseldorf
Standorterund 1400 Filialen in 18 europäischen Ländern

C&A baut um: Unternehmen setzt mehr auf online

C&A verfolgt verstärkt eine neue Online-Strategie: Der europäische Textil-Riese will in den nächsten Jahren seine Kundinnen und Kunden demnach auch online abholen und nicht mehr nur auf den stationären Einzelhandel setzen. In diesem Zuge sind auch schon zwei recht unerwartete Partnerschaften entstanden: zuerst mit Amazon Fashion, danach folgte Zalando.

„Unserer Entscheidung zur Modernisierung, liegen fundierte Analysen unserer Zielgruppe zugrunde. Wir wollen da sein, wo unsere Kundinnen und Kunden bereits sind. Und hier zeigen unsere Daten klar: unsere Kundinnen und Kunden fordern ein Omnichannel-Angebot – ein ergänzendes Zusammenspiel aus Online-Shop und stationärem Handel. Wir sind sicher, dass wir unsere Kundschaft so noch besser bedienen können“, so die Sprecherin weiter.

Im Zuge der Umstrukturierung, verschwindet der XL-Bereich jetzt aus den C&A-Filialen
C&A findet XL-Bereich nicht mehr zeitgemäß © Martin Schutt/ dpa

C&A auf dem Weg zur Storemodernisierung

C&A ist nicht die erste große Modekette, die sich für diesen Schritt entscheidet. Das schwedische Unternehmen H&M bietet den Bereich H&M+ seit 2020 nur noch Online an und erntete dafür einen regelrechten Shitstorm.

Bereits seit längerer Zeit hat die Modehauskette C&A mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. Schließung von Filialen in Deutschland waren die Folge. Anfang des Jahres beendete das Textilunternehmen zudem eine langjährige Zusammenarbeit mit einer bekannten Marke. Das nächste Frühjahr wird nun zeigen, ob das Fehlen des XL-Bereichs bei C&A erfolgreich sein wird und sich Kundinnen und Kunden wirklich mehr inkludiert fühlen. (Vivian Werg)

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