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Chips von Aldi, Rewe und Co. im Test – Beliebte Sorte fällt gnadenlos durch

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Von: Sophia Lother

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Die Stiftung Warentest testet 25 Chips-Sorten. Mit teils verheerenden Ergebnissen. Fünf Produkte fallen glatt durch.

Kassel – Immer wieder gibt es Meldungen darüber, dass Kartoffelchips mit kritischen Stoffen belastet sind. Ist das Ausmaß besonders groß, ist ein Rückruf die Folge. Das war vor einigen Monaten der Fall, 20 Chips-Sorten wurden zurückgerufen.

Die Stiftung Warentest hat Chips von 25 Anbietern genau unter die Lupe genommen. Mit besorgniserregendem Ergebnis: Fünf beliebte Anbieter fielen durch, viele andere erreichten schlechte Bewertungen. Ein Überblick, wie die Chips, die auch oftmals bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. im Regal stehen, abgeschnitten haben:

Im Test haben viele Chips-Sorten nicht besonders gut angeschnitten. (Symbolfoto)
Im Test haben viele Chips-Sorten nicht besonders gut angeschnitten. (Symbolfoto) © Panthermedia/Imago

Chips-Test: Stiftung Warentest untersucht beliebte Knabber-Produkte von Aldi, Lidl und Co.

Von „gut“ bis „mangelhaft“ war bei dem Chips-Test der Stiftung Warentest alles mit dabei. Folgende Produkte wurden getestet:

Chips von Aldi, Lidl, Rewe und Co. - Beliebtes Produkt fällt gnadenlos durch

Insgesamt acht Chips-Sorten erhielten das Urteil „gut“. Alle anderen bewertete die Stiftung Warentest schlechter. Die Chips von Aldi wurden mit „gut“, die Stapelchips immerhin noch mit „befriedigend“ bewertet. Beide Chips-Varianten beim Discounter-Konkurrenten Lidl erhielten die Bewertung „befriedigend“. Die Kartoffelchips von Edeka waren laut Stiftung Warentest in der Tütenform nur „ausreichend“, die Stapelchips-Version erhielt die Note „gut“. Ebenso erging es dem Supermarkt Rewe. Hier erhielten die Stapelchips von ja! das Qualitätsurteil „gut“. Die Chips in der Tüte, ebenfalls von ja!, waren laut den Experten nur „ausreichend“.

Ganze fünf Sorten erhielten dagegen die vernichtende Note „mangelhaft“. Darunter die beliebte Chips-Marke Pringles mit ihren Classic Paprika. Die Experten haben die Sorte im Bereich Schadstoffe mit einer 5,2 bewertet. Auch die Bio-Chips des Denns Biomarkts erhielten diese Bewertung, auch hier wurde die schlechteste Note im Bereich Schadstoffe vergeben. Doch wie kann das sein?

Chips bei Stiftung Warentest: Warum so viele Produkte nur „mangelhaft“ sind

Laut Stiftung Warentest können Schadstoffe auf unterschiedlichen Wegen in die Chips geraten. Zum einen kann durch das Erhitzen der Kartoffeln beim Frittieren oder Backen Acryl­amid entstehen. Dadurch könne sich das Erbgut verändern und der Stoff steht im Verdacht, möglicherweise krebserregend zu sein. Für ebendiesen Stoff war der Grenzwert bei den Bio Chips von Denns überschritten, so die Experten.

Auch Glycidyl­-Fett­säureester wurde gefunden. Dies entsteht insbesondere beim Erhitzen von pflanzlichen Ölen. Das aus diesen Stoffen entstehende Produkt Glycidol ist möglicherweise krebserregend. Die Pringles Chips-Sorte enthielt laut den Testern einen vergleichsweise hohen Gehalt an Glycidol. Auch Mineral­ölkohlen­wasser­stoffe der Gruppe Mosh wurden in diesen Knabberprodukten gefunden. „Sehr hoch belastet sind die Pringles“, erklärt Stiftung Warentest. Aber auch alle anderen Produkte im Test enthielten diesen Stoff. Diese gesättigten Mineralöle könnten demnach aus Schmieröl in der Produktionsanlage stammen und sich im menschlichen Körper, speziell in den Organen ansammeln und dort Schaden verursachen. (slo)

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