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Wer sich seinen Christbaum einfach im Wald fällt, riskiert 100.000 Euro Strafe

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Von: Momir Takac

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Den Christbaum im nächsten Wald selbst zu schlagen, ist wohl die günstigste Möglichkeit des Erwerbs. Doch das kann extrem teuer werden.

München – In Deutschland werden jedes Jahr rund 27 Millionen Christbäume verkauft. Während es in den vergangenen Jahrzehnten Tradition war, ihn erst Heiligabend zu schmücken, stellen viele Menschen den Weihnachtsbaum inzwischen bereits Wochen vor Weihnachten auf.

Weihnachtsbaum einfach im nächsten Wald schlagen ist illegal

Doch nicht wenige werden noch einen Weihnachtsbaum brauchen und fragen sich vielleicht, wo man am schnellsten und günstigsten eine schöne Tanne herbekommt. Da kommt dem einen oder anderen bestimmt der Wald vor der Haustür in den Sinn. Sparsamer geht kaum, man benötigt lediglich eine Axt oder eine Säge.

Ein Mann geht in einem Wald auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum.
Wer seinen Weihnachtsbaum illegal im Wald schlägt, riskiert eine hohe Strafe. © IMAGO / snowfieldphotography / Ralf Ibing

Doch einfach in den nächsten Wald zu gehen und sich seinen Christbaum selbst schlagen, ist keine gute Idee, wie merkur.de berichtet. Es ist vielmehr gar nicht erlaubt. „Alles, was im Wald lebt, darf man nicht entnehmen. Das ist Diebstahl, kein Kavaliersdelikt, und kann geahndet werden“, erklärt Förster Max Kammermeier von den Bayerischen Staatsforsten dem Portal agrarheute.com.

Christbaum illegal selbst schlagen kann je nach Bundesland ganz schön teuer werden

Wer es trotzdem macht und erwischt wird, kann – von zivilrechtlich auch möglichen Freiheitsstrafen abgesehen – je nach Region in Deutschland eine Strafe von bis zu 100.000 Euro aufgebrummt bekommen. Das maximale Bußgeld droht in Mecklenburg-Vorpommern, in Bayern können bis zu 5000 Euro fällig werden, in Niedersachsen bis zu 12.500 Euro. Die Höhe der Strafe richte sich dabei nach der Größe und Art des Baumes, sagt Kammermeier.

Wer dennoch einen Weihnachtsbaum im Wald schlagen möchte, sollte den Besitzer fragen und sich die Erlaubnis bei der im Bundesland zuständigen Naturschutzbehörde holen, rät Kammermeier. Alternativ kann man seinen Christbaum bei inzwischen zahlreichen privaten Anbietern und Betrieben selbst schlagen. Macht der ganzen Familie Spaß und ist garantiert sicher. (mt)

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