Gesundheit

Cola Light, Fanta Zero und Co.: So schädlich sind Süßstoffe für den Darm

Softdrinks schmecken süß und lecker. Um Zucker zu vermeiden, wird häufig zur Light-Variante von Cola, Fanta, Sprite und Co. gegriffen. Doch wie gesund ist das?

Kassel – Süße Getränke wie Cola, Fanta und Sprite sind bei vielen beliebt. Diese gibt es sogar in verschiedenen Sorten und auch als Diät-Variante ohne Zucker.

Aber was unterscheidet Light- und Zero-Produkte eigentlich voneinander? Coca-Cola selbst erklärt, dass die Zusammensetzung der Süßstoffe und Aromen unterschiedlich ist. Gemeinsam haben beide Produkte, dass sie keinen Zucker enthalten, dafür aber eben Süßstoffe. Cola Light und Zero werden beispielsweise mit Natriumcyclamat, Acesulfam K und Aspartam gesüßt. Beide Produkte enthalten zudem fast keine Kalorien.

Cola Zero ist in Deutschland ein beliebtes Diät-Getränk. Doch eine Studie legt jetzt nahe, dass die enthaltenden Süßungsmittel nicht unbedenklich sind.

Cola Light, Fanta Zero und Co.: Süßungsmittel sind nicht unbedenklich

Dabei sind die Süßungsmittel nicht ganz unbedenklich. Jüngste Studien weisen dabei auf Gesundheitsrisiken hin. So auch eine Erhebung der britischen Anglia Ruskin University, deren Ergebnisse im International Journal of Molecula Sciences vorgestellt wurden.

„Es gibt viele Bedenken über den Konsum von künstlichen Süßstoffen, wobei einige Studien zeigen, dass Süßstoffe die Schicht von Bakterien, die den Darm unterstützen, bekannt als die Darm-Mikrobiota, beeinflussen können“, erklärte Studienleiter Dr. Havovi Chichger. Damit sind vor allem die am häufigsten verwendeten Süßstoffe Saccharin, Sucralose und Aspartam gemeint.

The Coca-Cola Company
Gründung1892
SitzAtlanta, Georgia (USA)
Weitere GetränkemarkenFanta, Sprite, mezzo mix, Lift, Fuze Tea

Diät-Getränke wie Cola, Fanta und Co.: Süßstoffe wirken sich auf Darmbakterien aus

Wie die Ergebnisse zeigen, wirken sich die Süßstoffe auf die Darmbakterien vom Typ Escherichia coli (E. coli) sowie Enterococcus faecalis (E. Faecalis) aus. Allem Anschein nach können die Süßungsmittel Bakterien pathogen machen. Das bedeutet, dass sie Krankheiten fördern können. „Unsere Studie ist die erste, die zeigt, dass einige der Süßstoffe, die am häufigsten in Lebensmitteln und Getränken vorkommen, normale und gesunde Darmbakterien dazu bringen können, pathogen zu werden“, verdeutlichte Chichger. 

Die von den Süßstoffen veranlasste Veränderung kann dazu führen, dass die eigenen Darmbakterien in den Darm eindringen und ihn schädigen. Das sei „mit Infektionen, Sepsis und Multiorganversagen“ verbunden, so Chichger. Der untersuchte Süßstoff Aspartam ist auch im Getränk Cola Zero und Light sowie in Sprite Zero enthalten. Fanta Zero wird unter anderem mit Sucralose gesüßt.

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Bereits geringe Mengen Light- und Zero-Getränke können Auswirkungen auf den Darm haben

Bereits zwei Dosen Light- und Zero-Getränke wie Cola oder Fanta könnten eine Konzentration von Süßstoffen beinhalten, die die Pathogenität von Darmbakterien deutlich verstärken, so das Ergebnis der Forschenden. Die untersuchten Süßungsmittel Saccharin, Sucralose und Aspartam zeigten der Studie zufolge eine schädliche Wirkung auf die Darmflora.

„Wir wissen, dass übermäßiger Zuckerkonsum ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung von Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes ist“, äußerte sich der Studienleiter. Gerade deshalb sei es wichtig, die Zuckeralternativen genau unter die Lupe zu nehmen.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Light-Getränken. Bereits ein halber Liter Cola Light, Fanta Zero und Co. pro Tag könnte das Risiko für schwere Krankheiten erhöhen. Das ist das Ergebnis einer 16-jährigen Langzeitstudie mit über 450.000 Teilnehmenden. Der Verzehr von Softdrinks kann demnach das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Diese zählen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. (kas)

Rubriklistenbild: © Steven Senne/dpa

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