Corona-Pandemie

Neue Corona-App: Ins Restaurant, Kino und zum Konzert dank Luca? - So funktioniert es

Eine neu entwickelte Corona-App soll Lockerungen während der Pandemie bewirken. Gastronomen und Veranstalter könnten schon bald von den Funktionen profitieren.

  • Eine neue Corona-App namens „Luca“ soll die Kontaktverfolgung erleichtern.
  • Veranstaltungen und Restaurantbesuche sollen somit während der Pandemie wieder ermöglicht werden.
  • Der Musiker Smudo hat an der neuen App mitgewirkt.

Kassel - Sie soll während der Corona-Pandemie für Lockerungen sorgen: Mithilfe der neuen Luca-App können Betreiber vereinfacht Kontaktverfolgungen vornehmen - dies könnte schon bald für Öffnungen in der Gastronomie und in der Veranstaltungsbranche sorgen. Doch wie funktioniert die vielversprechende App?

Mit der Luca-App soll es Betreibern, Veranstaltern sowie Gesundheitsämtern vereinfacht werden, Kontakte nachzuverfolgen. Entwickelt wurde die Software unter anderem von dem Rapper Smudo sowie den weiteren Mitgliedern der Hip-Hop-Gruppe „Die Fantastischen Vier“ und soll als Zusatz zur Corona-Warn-App angeboten werden. Aber was unterscheidet sie von der App des Robert-Koch-Instituts (RKI)?

App soll für Corona-Lockerungen sorgen: Mit Luca können Kontakte einfach nachverfolgt werden

Wie das Nachrichtenportal infranken.de berichtet muss im Gegensatz zu der Corona-App des RKI bei Luca zunächst ein Profil erstellt werden, dem schließlich ein individueller QR-Code zugeteilt wird. Beispielsweise können Gastronomen in Restaurants ihre Gäste mithilfe dieses Codes scannen und Besucher von Veranstaltungen können sich wiederum in der App selbst einchecken. Die Benutzeroberfläche der Luca-App zeigt an, wie lange der Aufenthalt schon andauert und wie viele Personen bei derselben Veranstaltung angemeldet sind.

Name: Luca
Betriebssystem:Android, iOS
Entwickler: neXenio, culture4life
Mitwirkende:Die Fantastischen Vier

In Restaurants wird ebenfalls angezeigt, welche Tischnummer belegt wurde - daher müssen Gastwirte und Betreiber keine selbstständige Erfassung der Kontakte durchführen. Außerdem verfügt die Corona-App über weitere Sonderfunktionen. Für Veranstaltungen können digitalen Eintrittskarten eingebettet werden und ein automatischer Check-out wird vorgenommen, sobald man sich zu weit von seiner ursprünglichen Position entfernt.

Neue Corona-App: Gesundheitsämter sollen „massiv entlastet“ werden

Ein weiterer Unterschied zur Corona-Warn-App ist, dass die Gesundheitsämter unmittelbar in die Kontaktnachverfolgung mit eingebunden werden. Das bedeutet, dass diese als einzige in der Lage sind, die Daten des verschlüsselten QR-Codes zu lesen. Laut Smudo sollen die Gesundheitsämter somit „massiv entlastet“ werden. Allerdings muss das jeweilige Gesundheitsamt erst einmal an das Luca-System der App angeschlossen werden.

Mithilfe der neuen Corona-App „Luca“ soll die Kontaktverfolgung für Betreiber vereinfacht werden. Das Bild zeigt den QR-Code in der App.

Luca soll Öffnungen ermöglichen - Die Corona-App wird bereits getestet

Zudem soll die App sehr sicher sein. Wie der Betreiber auf der Website informiert, seien alle generierten Daten dezentral verschlüsselt und nur im Falle einer Corona-Infektion könne das jeweilige Gesundheitsamt diese einsehen. Somit können Kontakte sicher sowie geschützt nachverfolgt werden und werden zudem nach 30 Tagen automatisch wieder gelöscht. Luca wird bereits auf den Inseln Sylt, Amrum und Föhr kräftig genutzt und auch einige Bundesländer könnten nachziehen. Baden-Württemberg ist bereits an einer Umsetzung interessiert.

Luca sorgt also für einen Lichtblick im Corona-Lockdown. Doch wer sich keine App herunterladen möchte oder kein Smartphone zur Verfügung hat, kann auch auf einem anderen Weg Luca benutzen. Mithilfe einer zusätzlichen Webversion soll das Programm für alle Teile der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. (Alina Schröder)

Rubriklistenbild: © Friedrich Stark/ imago

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