Neue Studie

Forscher warnen: Corona lässt Gehirn um viele Jahre altern - auch IQ sinkt

Die langfristen Folgen einer Corona-Infektion sind bisher kaum erforscht. Eine neue Studie aus England liefert nun beunruhigende Ergebnisse.

  • Forscher sind von den Ergebnissen einer neuen Corona-Studie aus England beunruhigt.
  • Das Virus könnte das Gehirn um bis zu zehn Jahre altern lassen.
  • Die Gehirn-Schädigung variiert je nach Ausmaß der Corona-Erkrankung.

Kassel - Die Corona-Lage in Deutschland spitzt sich weiter zu. Die Entwicklung der täglichen Neuinfektionen wird immer dramatischer. Aus diesem Grund diskutiert Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutige Mittwoch (28.10.2020) mit den Ministerpräsidenten über einen zweiten Lockdown. Doch nicht nur die aktuelle Corona-Situation in Deutschland ist beunruhigend. Auch eine neue Studie aus England gibt großen Grund zur Sorge. Denn: Das Coronavirus kann scheinbar drastische Folgen für die kognitiven Fähigkeiten haben.

Laut einer neuen Corona-Studie aus England: Virus könnte Gehirn um viele Jahre altern lassen

Das berichten nun zumindest Wissenschaftler des „Imperial College London“. Die Forscher fanden heraus, dass das Coronavirus eine Art „Hirnnebel“ verursache. Dieser lasse das Gehirn um bis zu zehn Jahre altern. Einige Studienteilnehmer berichteten davon, dass es ihnen schwerer falle, sich an alltägliche Fakten zu erinnern oder Gespräche zu führen. Bei anderen Teilnehmern wurde laut der neuen Corona-Studie eine Senkung des IQs verzeichnet. Bei schweren Krankheitsverläufen verliere man im Durchschnitt 8,5 IQ-Punkte.

Studienteilnehmer, die eine Corona-Infektion überlebt hatten, berichteten noch Wochen und Monate nach der Covid-19-Genesung vom sogenannten „Hirnnebel“. Schon länger warnen Forscher vor langfristigen Gesundheitsfolgen einer Corona-Infektion. Die Ergebnisse der neuen Corona-Studie scheinen die befürchteten Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten zu untermauern.

Die Gehirn-Schädigung variiert je nach Ausmaß der Corona-Erkrankung

Zudem fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Schädigung des Gehirns je nach Schwere der Corona-Erkrankung in unterschiedlichem Ausmaß auftrat. Das Forschungsteam hatte fast 85.000 Personen befragt, die sich von einer bestätigten oder vermuteten Covid-19-Infektion erholt hatten. (Jan-Frederik Wendt)

Rubriklistenbild: © Oliver Killig/dpa

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