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Weihnachten in der Corona-Krise: Tipps gegen Einsamkeit

Die Corona-Pandemie wird besonders an Weihnachten zur Belastungsprobe - vor allem für alleinstehende oder ältere Menschen. Doch was kann man dagegen tun?

  • In Zeiten von Corona* müssen viele Menschen auf ein traditionelles Weihnachten verzichten.
  • Besonders an den Feiertagen kann der Verzicht von Begegnungen zu Einsamkeit führen.
  • Mit diesen Tipps kann trotzdem festliche Stimmung zu Weihnachten aufkommen.

Kassel - Weihnachten ist das Fest, an dem die ganze Familie zusammenkommt. In diesem Jahr sind Familientreffen aufgrund der Corona-Pandemie gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Aktuelle Corona-Verordnungen der Bundesregierung mahnen, den Kontakt zu Freunden und Verwandten an Weihnachten einzuschränken. Dies bedeutet für viele Menschen eine ungewohnte Zeit der Einsamkeit an den Feiertagen.

Weihnachten in der Corona-Pandemie führt zu Einsamkeit

Einsamkeit ist ein Problem, das alle Altersgruppen betrifft“, erklärt Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV). Im ARD-DeutschlandTrend Anfang November 2020 gaben 30 Prozent der Befragten an, sich seit der Corona-Pandemie häufiger einsam zu fühlen als früher.

Daraus können sich sogar Belastungen für die Gesundheit ergeben, denn Einsamkeit kann das Risiko für chronischen Stress, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depression und Demenz erhöhen. Studien zufolge sei Einsamkeit so schädlich wie Rauchen und Adipositas.

Weihnachten und Corona: Tipps gegen Einsamkeit

Doch nur, weil wir Weihnachten in diesem Jahr aufgrund von Corona anders und vielleicht allein feiern müssen, heißt das nicht, dass wir uns einsam fühlen müssen. Mit einigen Tipps kann man gegen die Einsamkeit an den Feiertagen und zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel ankämpfen. Mit dem Verbreiten von festlicher Stimmung kann auch der mentalen Gesundheit auf die Sprünge geholfen werden.

Mit folgenden Tipps kann Einsamkeit an Weihnachten vorgebeugt werden:

1. Weihnachten digital feiern

Die Technik ist mittlerweile weit vorangeschritten und dank ihr muss man Weihnachten nicht ganz allein verbringen. Verschiedene Online-Plattformen bieten Möglichkeiten zur Video-Kommunikation Wie wäre es also mit einer gemeinsamen Corona-konformen digitalen Bescherung über die Computer- oder Handy-Bildschirme? Alternativ kann auch gemeinsam das Essen zubereitet werden oder Filme angesehen werden.

2. Tage strukturieren

Eine Struktur ist auch an Weihnachten wichtig, besonders wenn man allein ist und auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Plant die Feiertage: Was gibt es zum Essen? Wann finden digitale Treffen mit Familie und Freunden statt? Wann rufe ich wen an?

3. Zeit den Vierbeinern widmen

Wer Haustiere hat, ist nie richtig allein. Die Feiertage können mehr als sonst genutzt werden, sich ausgiebig mit Hund, Katze, Hase und Co. zu beschäftigen. Wer keine Haustiere hat, könnte in der Nachbarschaft nachfragen, ob man einmal den Spaziergang mit dem Hund übernehmen kann.

Die Corona-Pandemie wird besonders an Weihnachten zur Belastungsprobe - vor allem für alleinstehende und ältere Menschen. Mit einigen Tipps kann man der Einsamkeit vorbeugen. (Symbolbild)

4. Lockdown-Hobby oder neues Projekt angehen

Man hat keine Zeit, den Pullover fertig zu stricken oder am Modellflugzeug weiter zu basteln? Oder ihr wolltet schon immer mal ein neues Hobby ausprobieren? Nutzt die Feiertage an Weihnachten und sucht euch eine Beschäftigung, die ihr schon immer ausprobieren wolltet, aber für die ihr bisher keine Zeit gefunden habt.

5. Weihnachtstraditionen pflegen

Den Baum schmücken, die Wohnung dekorieren, leckeres Essen kochen und Weihnachtsfilme schauen - das alles ist zwar in Gesellschaft schöner, klappt aber auch wunderbar allein und ist eine schöne Beschäftigung für Weihnachten.

Weihnachten in der Corona-Pandemie: Bundesministerium für Gesundheit mit Tipps gegen Einsamkeit

Besonders für ältere Menschen und Risikogruppen ist es in Zeiten von Corona wichtig, persönliche Kontakte einzuschränken und Schutzmaßnahmen einzuhalten. Für sie und auch für alle anderen, die sich besonders jetzt an Weihnachten einsam fühlen, gibt das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Internetseite Tipps für den Umgang mit Einsamkeit:

  • Reden: Am Telefon, mit Angehörigen, auf Abstand mit den Nachbarn, auf der Straße, wo immer es möglich ist
  • Um Unterstützung bitten: Viele Menschen bieten Gesprächsangebote und Unterstützung an, beispielsweise Wohlfahrtsverbände, Telefonseelsorgen und Kirchen
  • Sich auf Stärken besinnen: An eigene Stärken denken, die schon bei der Bewältigung früherer Krisen geholfen haben
  • Überprüfen, was gut tut: Was kann den Alltag erleichtern und welche Gewohnheiten können auch während der Pandemie fortgeführt werden?

Auch wenn wir uns derzeit aufgrund der Pandemie und des Lockdowns mehr als sonst einschränken und eventuell auf traditionelle Weihnachten verzichten müssen, so kann der derzeitige Ausnahmezustand wegen Corona aber auch zum Anlass genommen werden, um vielleicht endlich mal wieder ein wirklich besinnliches Weihnachten zu genießen und zur Ruhe zu kommen. (Helena Gries) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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