Verbraucherportal warnt

Rückruf: Maske schützt nicht vor Corona-Infektion –Experten warnen

Eine Corona-Maske befindet sich im Rückruf. (Symbolfoto)
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Eine Corona-Maske befindet sich im Rückruf. (Symbolfoto)

Achtung! Eine Corona-Maske befindet sich aktuell im Rückruf. Wie ein Verbraucherportal warnt, schützt die Maske womöglich nicht vor einer Infektion. 

  • Ein Atemschutz-Produkt schützt nicht ausreichend vor einer Corona-Infektion.
  • Es handelt sich dabei nicht um den ersten Rückruf dieser Art.
  • Aktueller Rückruf: Die Maske trägt eine ungültige CE-Kennzeichnung.

Kassel – In Zeiten der Corona-Pandemie sind Atemschutzmasken vielerorts unabdingbar. Bereits seit Januar herrscht in Deutschland an vielen Orten und in vielen Geschäften sogar die Pflicht, eine FFP2- oder OP-Maske zu tragen.

Stattdessen nutzen viele Menschen auch gerne eine KN95-Maske, die den chinesischen Normen einer Atemschutzmaske entspricht. Die Kennzeichnung „KN95“ (oder auch N95) ist vergleichbar mit der europäischen FFP2-Schutzwirkung – doch nun befindet sich eine solche Maske im Rückruf.

Mangelnder Schutz vor Corona-Infektion: KN95-Maske von Rückruf betroffen

Von dem Rückruf betroffen ist eine chinesische KN95-Maske, die eine ungültige CE-Kennzeichnung trägt. Wo der Mundnasenschutz zu kaufen war, ist nicht bekannt. Wie das Verbraucherportal Produktwarnung berichtet, sei bei der durchgeführten Messung mit Paraffinöl ein Durchlass zwischen 26,9 und 79,2 Prozent festgestellt worden. Bei einer Maske, die ausreichend vor einer Corona-Infektion schützen soll, sind allerdings nur maximal 6 Prozent zulässig.

  • Produkt: Atemschutz-Halbgesichtsmaske der Kategorie KN95 (Box mit 20 Masken)
  • Typ/Nummer des Modells: 7100
  • Barcode: 4772013226307
  • Hersteller: Dongguan Jiesi Medical Supplier Co., LTD

Aufgrund der mangelhaften Filterleistung der Atemschutzmasken besteht laut Produktwarnung eine hohe Gefahr, dass sich die Träger mit dem Coronavirus infizieren. Ferner soll sich herausgestellt haben, dass in den Packungen unterschiedliche Masken vorhanden seien: Neben verschiedenen Kennzeichnungen fielen hier auch die uneinheitlichen Designs auf.

Corona-Maske im Rückruf: Verbraucherportal kritisiert Kommunikation des Herstellers

Sollte das Tragen der Maske nicht mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen kombiniert werden, würde das Corona-Infektionsrisiko ungemein erhöht, so Produktwarnung. Weiter entspreche das Produkt nicht der PSA-Verordnung und der einschlägigen europäischen Norm EN 149.

Für die Kommunikation des Herstellers in Bezug auf den Masken-Rückruf vergibt Produktwarnung einen „roten Daumen“. Laut dem Verbraucherportal werden die Kundinnen und Kunden „nicht umfangreich und vorbehaltlos“ informiert. Es sei nicht gewährleistet, dass „möglichst viele Endverbraucher diese Information auch erhalten“. (Nail Akkoyun)

Das gilt für KN95- und N95-Masken

In Deutschland müssen KN95-Masken eine Sonderzulassung oder einen Schnelltest einer Prüfstelle nachweisen und dürfen nur mit einer Genehmigung der Marktüberwachungsbehörden verkauft werden. Diese muss jeder Abgabeeinheit beigefügt oder zumindest vorgelegt werden.

Sollten Sie kein behördliches Dokument mit den Masken erhalten haben oder dieses auch auf Nachfrage nicht erhalten, war der Verkauf beziehungsweise die Abgabe nicht zulässig. Masken, die keinerlei Aufdruck zu Hersteller, Modell oder ähnlichen Details aufweisen, sind ohnehin schwer oder gar nicht zuzuordnen. Es wird davon abgeraten, solche Atemschutzmasken zu nutzen.

Bereits im Februar war eine KN95-Maske aus China von einem Rückruf betroffen. Ende letzten Jahres waren sogar gleich mehrere Corona-Masken aufgrund eines gesundheitlichen Risikos im Rückruf.

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