Dritte Impfung als „Auffrischung“

Corona-Impfungen mit Biontech/Pfizer: Dritte Spritze notwendig? Pfizer-Chef äußert sich

Bisher sind zwei Corona-Impfungen mit dem Corona-Vakzin von Biontech/Pfizer vorgesehen. Pfizer-Chef Bourla denkt, dass eine dritte bald nötig sein könnte.

Update vom Freitag, 16.04.2021, 18.21 Uhr: Bisher ging man davon aus, dass jeweils zwei Corona-Impfungen gegen das Virus nötig wären, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, könnte nach Einschätzungen von Pfizer-Chef Albert Bourla sogar eine dritte Spritze als „Auffrischung“ und anschließend eine jährliche Verabreichung des Impfstoffs nötig sein.

„Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten, und danach eine jährliche Neu-Impfung, aber all das muss noch bestätigt werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des US-Pharmakonzerns. Bei dieser Überlegung würden auch die hochansteckenden Corona-Mutationen eine Rolle spielen. Die Unternehmen Pfizer und Biontech würden bereits die Wirkung einer dritten Dosis näher untersuchen.

Derzeit werden zwei Dosen des Wirkstoffs von Biontech/Pfizer gespritzt. Albert Bourla kann sich vorstellen, dass sogar eine dritte Corona-Impfung notwendig sein könnte. (Symbolfoto)

Corona-Impfungen mit Biontech/Pfizer: Neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Infektionsrisiko

Update vom Dienstag, 30.03.2021, 14.03 Uhr: Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer sollen das Infektionsrisiko um 90 Prozent senken. Außerdem soll der Impfstoff bei höheren Temperaturen gelagert werden können als zuvor angenommen. Darüber berichtet die dpa.

Wissenschaftler aus den USA beschäftigten sich in einer Studie mit der Frage, wie wirksam die Corona-Impfstoffe im Hinblick auf das Infektionsrisiko sind. Am Montag (29.03.2021) meldete die US-Gesundheitsbehörde CDC dann folgendes: „Die Ergebnisse zeigten, dass nach der zweiten Impfstoffdosis das Infektionsrisiko zwei oder mehr Wochen nach der Impfung um 90 Prozent verringert wurde.“

Im Fokus der Untersuchung standen die Wirkstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna. Die Testungen fanden in sechs US-Staaten wöchentlich zwischen Dezember und März statt. Dabei testeten die Forscher circa 4000 Menschen im medizinischen Bereich. Bereits nach einer einzigen Dosis sei das Infektionsrisiko um 80 Prozent verringert worden, erklärten die Forscher.

Nach neuen Erkenntnissen zum Biontech-Impfstoff könnte dieser nun auch bei Hausärzten verimpft werden. Darüber hinaus wurde dem Impfstoff erneut eine hohe Wirksamkeit beim Infektionsrisiko bescheinigt. (Symbolbild)

Neue Erkenntnisse zum Biontech-Impfstoff - Wann Hausärzte mit den Impfungen beginnen

Erstmeldung vom Sonntag, 28.03.2021, 17.24 Uhr: Kassel - Die nur schleppend vorangehende Corona-Impfkampagne in Deutschland sorgt für Unmut und Kritik. Aktuell haben rund 8,6 Millionen Menschen eine Erstimpfung bekommen, 3,77 Millionen Menschen oder 4,5 Prozent der Gesamtbevölkerung sind vollständig geimpft (Stand: 28.03.2021). Doch jetzt gibt es gute Nachrichten an der Impf-Front.

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer muss nicht mehr in Spezialkühlfächern gelagert werden. Bislang waren Temperaturen von minus 60 bis minus 70 Grad nötig, um das Serum zu lagern. Damit waren logistische Herausforderungen und zusätzliche Kosten verbunden.

Nach neuesten Informationen ist der Impfstoff jedoch auch bei höheren Temperaturen zwischen minus 15 bis minus 25 Grad zwei Wochen lang haltbar - also bei normalen Gefrierfachtemperaturen, berichtet Business Insider.

Lagerung von Biontech-Impfstoff im Kühlschrank möglich: Hausärzte impfen ab April

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erteilte eine entsprechende Erlaubnis für die verbesserte Logistik und Lagerung  am Freitag, berichtet die dpa. Aufgrund der neuen Regelung kann der Biontech-Impfstoff nun in normalen Medikamenten-Gefrierschränken gelagert werden.

Bei Kühlschranktemperatur ist der Impfstoff sogar ebenfalls fünf Tage haltbar. Damit wird die Logistik für Hausarztpraxen bedeutend einfacher und das zum richtigen Zeitpunkt, denn Hausärzte sollen bald ebenfalls gegen Corona impfen können.

Nach Ostern sollen Hausarztpraxen in Deutschland flächendeckend mit den Corona-Impfungen beginnen, so der Beschluss von Bund und Ländern. Aktuell bereiten sich viele Hausärzte daher auf den Impfstart vor. Mit der Impfung in Hausarztpraxen soll die Impfkampagne in Deutschland Fahrt aufnehmen, doch der Start wird vermutlich zunächst langsam verlaufen.

Für den Corona-Impfstoff von Biontech ist keine Spezialkühlung mehr notwendig. Das erleichtert die Logistik für die Impfung durch Hausärzte. (Symbolbild)

Impfungen gegen Corona beim Hausarzt: Lieferung von 15,3 Millionen Impfdosen im April

In der ersten Woche der Corona-Impfkampagne in Hausarztpraxen in Deutschland stehen etwa eine Million Dosen zur Verfügung, rund 20 Dosen für jede Praxis. Die Lieferungen sollen dann jedoch Schritt für Schritt deutlich ansteigen. Im April sollen laut dem Bundesgesundheitsministerium bis zu 15,3 Millionen Dosen Impfstoff an die Hausarztpraxen geliefert werden - nur 4,5 Millionen Dosen weniger als im gesamten ersten Quartal insgesamt nach Deutschland geliefert wurden, berichtet die dpa.

Mit erwarteten 70,5 bis 73,5 Millionen Corona-Impfdosen sollen im zweiten Quartal dann deutlich mehr Menschen in Deutschland geimpft werden können. Dabei kann die Verwendung des Biontech-Impfstoffes positive Auswirkungen haben. Denn der Biontech-Impfstoff weist bereits nach der ersten Dose einen hohen Schutz auf, so das Ergebnis einer Studie.

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Corona-Impfung: Hausärzte sollen entscheiden, wer geimpft wird

Auch bei der Impfung in Hausarztpraxen gelte die Priorisierung gemäß der bundesweiten Corona-Impfverordnung. Diese sei „als Grundlage, die flexibel anzuwenden“ ist, zu sehen. Zunächst sollen immobile Patienten, die zu Hause bleiben müssen, sowie Personen mit Vorerkrankungen geimpft werden, berichtet Deutschlandfunk. Ärzte sollen zudem „besonders vulnerablen Patientinnen und Patienten“ einladen.

„Die tatsächliche Entscheidung der Priorisierung erfolgt nach jeweiliger ärztlicher Einschätzung vor Ort“, heißt es im Bund-Länderbeschluss vom 03.03.2021. Sobald genug Impfstoff zur Verfügung stehe, solle die Priorisierung „in den Hintergrund treten“ und die Ärzte sollten entscheiden, wer geimpft werde, sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel (CDU), im Deutschlandfunk. (Sarah Neumeyer)

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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