„Click&Meet“

Einkaufen im Corona-Lockdown: Länder und Bund beschließen Shopping mit Termin

Kunden sollen während des Lockdowns mit Termin einkaufen können. Mehrere Bundesländer wollen „Click&Meet“ beschließen. So funktioniert das neue Shopping-System.

  • Seit mehreren Monaten haben Geschäfte aufgrund des Corona-Lockdowns geschlossen.
  • Bei den Corona-Beratungen am Mittwoch (03.03.2021) wurden Lockerungen beschlossen.
  • Mehrere Bundesländer wollen die „Click&Meet“-Möglichkeit ab Montag beschließen.

Update vom Donnerstag, 04.03.2021, 13.25 Uhr: Bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch (03.03.2021) wurde beschlossen, dass der Einzelhandel schrittweise wieder öffnen darf. Abhängig sind diese Öffnungen von der 7-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region.

Liegt diese Inzidenz zwischen 50 und 100 soll das sogenannte Termin-Shopping nach dem Modell „Click&Meet“ frühestens ab Montag (08.03.2021) angeboten werden. Dabei kann ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche für einen begrenzten Zeitraum, den er vorher gebucht hat, in einem ansonsten geschlossenen Laden einkaufen gehen.

„Click and meet“: Termin-Shopping soll erlaubt werden

Der Bremer Senat hat diese „Click&Meet“-Möglichkeit bereits am Dienstag (02.03.2021) beschlossen. Die Regelung muss laut Medienberichten aber noch durch die Bürgerschaft und tritt deswegen erst in den kommenden Tagen in Kraft. Der Senat habe demnach auch eine 1:1-Regel beschlossen. Die Kundengruppe dürfe nur aus einem Haushalt bestehen und werde von dem Verkäufer oder der Verkäuferin die ganze Zeit über begleitet. Außerdem dürften so viele Kundengruppen das Geschäft betreten wie Personal vorhanden ist, unter Vorbehalt der Hygiene- und Abstandsvorschriften.

Bund und Länder haben das Termin-Shopping ab frühestens 8. März 2021 beschlossen. Davon könnten auch Brautmodengeschäfte profitieren.

Unter anderem das Brandenburger Kabinett möchte über das Termin-Shopping sowie die anderen neuen Corona-Beschlüsse am Freitag (05.03.2021) entscheiden. Rheinland-Pfalz bietet „Click&Meet“ bereits seit dem 1. März an. Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sagte, dass auch dort das Einkaufen nach Terminvergabe möglich sein soll.

Einkaufen im Corona-Lockdown: So funktioniert das Shopping mit Termin

Erstmeldung vom Sonntag, 28.02.2021, 11:43 Uhr: Kassel – Aufgrund des Corona-Lockdowns sind derzeit viele Geschäfte geschlossen. Dazu zählen Filialen beliebter Mode-, Schuh-, Bau- und Möbelmärkte. Kommenden Mittwoch (03.03.2021) findet erneut ein Bund-Länder-Gipfel statt, um über weitere Maßnahmen und Lockerungen zu diskutieren. Doch zu welchen Änderungen kommt es im Handel?

Ein Bundesland hat bereits angekündigt ein „Click&Meet“ -Konzept einzuführen - und das schon ab Montag (01.03.2021). In Rheinland-Pfalz soll damit den Menschen ein Shopping per Termin während der Corona-Pandemie in den Geschäften ermöglicht werden. Wie das Technikmagazin chip.de berichtete, bestätigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) diese Lockerung in einer Pressekonferenz. Auch andere Bundesländer denken über solch einen Schritt nach. Doch wie genau soll das Konzept funktionieren?

Shopping im Corona-Lockdown: Mithilfe von Click&Meet sollen Kunden einkaufen dürfen

In Deutschland sollen Kunden demnächst mit Termin einkaufen gehen können. (Symbolbild)

Ab 01.03.2021 können Kunden online oder per Telefon einen Termin buchen und anschließend problemlos einkaufen gehen. Diese Regelung gilt in Rheinland-Pfalz für Möbelhäuser, Boutiquen, Modegeschäfte, Juweliere und Schuhläden. Ähnlich wie in der Gastronomie im letzten Corona-Lockdown müssen aber auch hier die Kontaktdaten erfasst werden. Bei den gebuchten Shopping-Terminen handelt es sich allerdings nur um Einzeltermine. Außerdem darf immer nur ein Hausstand das Geschäft betreten.

Am Eingang müssen die Kunden dann ihre Buchungsnummer und ihren Namen nennen. Anschließend dürfen sie die Filiale betreten. Voraussichtlich 30 bis 45 Minuten haben die Verbraucher Zeit für ihre Einkäufe vor Ort - innerhalb dieser Zeitspanne soll die Shopping-Ware auch bezahlt werden. Währenddessen müssen Händler kleiner Verkaufsflächen regelmäßig durchlüften und desinfizieren.

Das Tragen einer medizinischen Maske ist für Mitarbeiter und Kunden verpflichtend, um weitere Corona-Infektionen zu verhindern. Umkleidekabinen sollen vorerst geschlossen bleiben.

Video: Online-Shopping - Diese Rechte haben Sie, wenn das Paket nicht ankommt

„Click&Meet“ während Corona: Weitere Bundesländer wollen Termin-Shopping umsetzen

Auch Hessen und Baden-Württemberg sind an der Umsetzung des Termin-Einkaufens interessiert. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier äußerte sich bereits zu Lockerungen und kündigte an, „Click&Meet“ während des Corona-Lockdowns umsetzen zu wollen. Dies wolle er auch in der kommenden Bund-Länder-Konferenz ansprechen. Laut einem Bericht der Tagesschau zufolge unterstütze auch Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, dieses Shopping-Konzept. „Ein solch gesteuerter Zugang zu den Geschäften ist besser, als wenn gleich tausende Menschen vor den Warenhäusern stehen“, so Wintermeyer.

Bislang konnten Gartenfreunde und Hobbyhandwerker per „Click&Collect“ ihre Ware im örtlichen Baumarkt oder Gartencenter abholen. In einigen Bundesländern, darunter Hessen, können Kunden ab 01. März größtenteils wieder im Gartenfachmarkt oder Blumenladen einkaufen gehen. Für Baumärkte gilt diese Regelung nicht. Jedoch öffnen manche Fachmärkte ihre Gartenabteilungen unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regelungen. (Alina Schröder)

Rubriklistenbild: © Jens Büttner

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