Warnzeichen nicht ignorieren

Nebenwirkungen nach Corona-Impfung: Bei diesen Symptomen unbedingt zum Arzt gehen

Einige Nebenwirkungen sind nach einer Corona-Impfung völlig normal. Wir erklären, ab wann man trotzdem besser einen Arzt aufsuchen sollte.

Kassel – Mittlerweile haben über 50 Prozent der deutschen Bevölkerung bereits ihre erste Corona*-Impfung erhalten, knapp die Hälfte davon sogar schon die Zweitimpfung. Doch noch immer halten sich Gerüchte und Unsicherheiten bezüglich der Impfstoffe. Insbesondere mögliche Impfreaktionen und Nebenwirkungen haben in den vergangenen Monaten für Sorge bei vielen Menschen gesorgt.

Insbesondere die Möglichkeit einer Hirnvenenthrombose, die als sehr seltene Nebenwirkung einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca* auftreten kann, hatte in jüngerer Vergangenheit mehrfach für Schlagzeiten gesorgt. Doch auch der mRNA-basierte Corona-Impfstoff von Biontech* steht im Verdacht, möglicherweise Herzmuskelentzündungen hervorrufen zu können.

Corona-Impfung: Es muss zwischen Nebenwirkungen und Impfreaktionen unterschieden werden

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) treten sowohl bei den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech sowie auch bei den vektorbasierten Coronavirus-Vakzinen von Astrazeneca sowie Johnson & Johnson folgende Nebenwirkungen häufig auf:

  • Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Gelenkschmerzen 
  • Fieber
  • Übelkeit

Üblicherweise treten diese Nebenwirkungen einige Stunden nach der Corona-Impfung auf, klingen jedoch innerhalb weniger Tage wieder von selbst ab. Das RKI empfiehlt auf einem Aufklärungsmerkblatt zudem, ein schmerzlinderndes und fiebersenkendes Medikament einzunehmen, falls entsprechende Beschwerden auftreten. Mediziner und das RKI raten allerdings davon ab, Schmerzmittel vorbeugend einzunehmen, da ein möglicher Einfluss der Medikamente auf die Impfwirksamkeit aufgrund der aktuellen Datenlage nicht völlig klar ist.

Bestimmte Nebenwirkungen sind nach einer Corona-Impfung völlig normal. Doch bei einigen Symptomen sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen.

Grundsätzlich muss allerdings zwischen Nebenwirkungen und Impfreaktionen unterschieden werden. So erklärt das Bundesgesundheitsministerium: „Impfreaktionen treten direkt im Anschluss an eine Impfung auf und dauern zumeist nur einen Tag. Sie sind Zeichen einer Immunreaktion des Körpers und deshalb unbedenklich.“ Wer nach vier bis 16 Tage nach seiner Impfung jedoch Nebenwirkungen feststellt, sollte schleunigst ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Beschwerden nach Corona-Impfung: Diese Warnzeichen sollte man unbedingt beachten

Angesichts der Tatsache, dass die Nebenwirkungen bisher sehr selten auftreten, betont die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), dass der Nutzen einer Corona-Impfung die Risiken überwiege. Trotz dessen sollten Geimpften und Impfwillige mögliche Anzeichen von heftigen Nebenwirkungen wie Sinusvenenthrombosen und Thrombozytopenien unbedingt beachten. Folgende Symptome sollten gegen Covid-19 geimpfte Personen nach ihrer Injektion unbedingt ernst nehmen:

  • Kurzatmigkeit
  • Brust- oder Magenschmerzen
  • Schwellung oder Kältegefühl in den Gliedmaßen
  • Schwere Kopfschmerzen
  • Verschwommene Sicht
  • Anhaltende Blutungen
  • Blaue Flecken sowie bunte Punkte oder Blutblasen unter der Haut

Nebenwirkungen, die über die üblichen direkten Impfreaktionen hinausgehen, sollten vom Geimpften gemeldet werden. Dies ist sowohl mithilfe eines Arztes oder Apothekers, als auch über ein entsprechendes Meldeformular des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sowie die Safevac-App möglich. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Gregor Fischer/dpa

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