Pandemie

Corona-Impfung im Sommer: Was vor und nach der Immunisierung beachtet werden sollte

Es gibt gute Gründe, um eine Corona-Impfung zu verschieben. Hitze und andere klimatische Extreme zählen nicht dazu. Trotzdem sollte man einiges beachten.

Kassel – Egal ob tropische Hitze oder klirrende Kälte – Extremtemperaturen beeinflussen die körperliche Abwehr nicht. Kinder in Afrika, wo die Temperaturen meist auf über 30 Grad Celsius klettern, vertragen Impfungen genauso gut wie Kinder in Lappland, Grönland oder in der Arktis, erklärt die Kassenärztliche Vereinigung in einer Mitteilung. Trotzdem sollte man im Sommer vor und nach der Impfung einige Tipps beachten.

Dauerhaft gekühlt sein müssen nur die Corona*-Impfstoffe selbst, sonst könnten sie wirkungslos werden. Sollten Sie selbst einmal einen anderen Impfstoff in der Apotheke im Sommer abholen müssen, erhalten Sie leihweise eine Kühlbox für den sicheren Transport.

Hitze oder Kälte sind laut der Ständigen Impfkommission kein Grund, eine Impfung einfach verschieben - doch es gibt Ausnahmen.

Corona-Impfung im Sommer: Saisonale Einflüsse verringern nicht die Wirksamkeit

Sie können sich und Ihre Kinder also bei jeglichen Temperaturen bedenkenlos impfen lassen. Denn: Saisonale Einflüsse verringern weder die Wirksamkeit von Impfungen noch treten vermehrt Impfreaktionen auf. Es besteht aber die Gefahr, dass der Impftermin in Vergessenheit gerät, falls Sie ihn verschieben.

Jeder Mensch reagiert anders auf Temperaturen und Witterungen. Mit diesen Tipps sind Sie für den Tag der Corona-Impfung gut gewappnet:

  • Ein starkes Immunsystem ist wichtig. Aufbauen kann man es mit viel Sport und gesunder Ernährung.
  • Trinken Sie vor der Impfung reichlich Wasser, mindestens zwei Liter pro Tag.
  • Wenn Ihnen die Hitze Kreislaufprobleme bereitet, legen Sie sich nach der Impfung hin. Trinken Sie etwas und essen Sie leichte Kost, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten.
  • Schonen Sie sich, vermeiden Sie sportliche Höchstleistungen, Sauna und Solarium.
  • Verzichten Sie kurz vor und nach der Impfung auf zusätzliche Belastungen des Körpers durch Rauchen oder Alkohol.

Impfung im Sommer: Hitze oder Kälte sind kein Grund die Corona-Impfung zu verschieben

Hitze oder Kälte sind also kein Grund, eine Corona-Impfung einfach zu verschieben, so die Kassenärztliche Vereinigung. Selbst ein banaler Infekt, auch mit leicht erhöhter Temperatur, ist laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) kein Grund, sich nicht zum vorgesehenen Termin impfen zu lassen.

Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge ist das Verschieben einer Impfung bei Babys, Kindern und Erwachsenen nur notwendig, wenn:

  • Eine akute, behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.
  • Der Impfstoff beim ersten Impfen schlecht vertragen wurde, sich unerwünschte Nebenwirkungen gezeigt haben und es keine Alternative zu diesem Impfstoff gibt.
  • Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffs bestehen.
  • Während einer Impfserie mit Lebendimpfstoffen eine Schwangerschaft eintritt.
  • Die körperliche Abwehr durch Chemotherapie, Bestrahlung oder ähnliches bei Patienten reduziert ist.

Trotz einer Corona-Impfung gibt es die Möglichkeit einer Infektion – wenn auch eine sehr geringe. Einige Symptome treten bei Geimpften häufiger auf. (Luisa Weckesser) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

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