Ergebnis einer Studie

Hier breitet sich das Coronavirus am besten aus - nahezu jeder hält sich dort auf

Laut einer britischen Studie sind Supermärkte die Corona-Spreader Nummer eins.
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Laut einer britischen Studie sind Supermärkte die Corona-Spreader Nummer eins.

Wo infizieren sich die meisten Personen mit dem Coronavirus? Eine britische Studie kommt jetzt zu einem eindeutigen Ergebnis. Und: Nahezu jeder hält sich dort auf.

  • Die Corona-Lage bleibt auf der ganzen Welt brisant.
  • Eine britische Studie hat untersucht, wo die auf das Coronavirus positiv getesteten Personen vorher am häufigsten Kontakt hatten.
  • Die Studie kommt dabei zu einem eindeutigen Ergebnis.

Kassel/London - Weiterhin bleibt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weltweit auf einem hohen Niveau. Viele Länder kämpfen gegen eine fortlaufende Ausbreitung der Krankheit, indem sie Lockdowns und Kontaktbeschränkungen einführen.

Doch wo ist die tatsächliche Ansteckungsgefahr am höchsten? Eine britische Studie stieß nun auf einen alltäglichen Infektionsherd.

Infektionen mit dem Coronavirus: Hier breitet sich das Virus am besten aus

Eine britische Studie der Gesundheitsbehörde Public Health England untersuchte, wo Menschen am häufigsten Kontakt hatten, bevor sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Gesundheitsbehörde analysierte, mithilfe einer App namens „Trace App“ und Tests des National Health Service, Daten von insgesamt 128.808 Personen, die sich zwischen dem 05. und 09. November mit dem Virus infiziert hatten.

Ausdrücklich stellte sich fest: Auf Platz eins der Hauptkontaktpunkte liegen Supermärkte. Laut der Studie hatten 18,3 Prozent der infizierten Menschen vor dem positiven Testergebnis einen Supermarkt besucht oder dort gearbeitet. Es scheint also zunächst wahrscheinlicher zu sein, sich bei einem alltäglichen Einkauf bei Aldi, Edeka, Lidl und Co. anzustecken, als angenommen.

Kontakt vor positiven Coronavirus-Testergebnissen: Supermärkte sind nicht die einzigen Superspreader

Auf Platz zwei befinden sich weiterführende Schulen mit 12,7 Prozent. Außerdem zählen Grundschulen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu den Orten, wo die Übertragungswege sehr hoch sind. Jedoch wies die britische Behörde auch darauf hin, dass die ausgewerteten Daten nicht beweisen könnten, wo sich die Menschen tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Die Infektionsgefahr beim Einkaufen: Eine britische Studie enthüllt Supermärkte auf Platz eins der Infektionsherde.

Experten zur Coronavirus-Studie: „Nicht verwunderlich, dass Supermärkte vertreten sind“

Einem Bericht der britischen Tageszeitung The Sun zufolge, seien Experten allerdings nicht verwundert, dass Supermärkte an erster Stelle der Corona-Studie landen. Die Geschäftsführerin des britischen Wirtschaftsverbandes, Helen Dickinson, erklärte: „Supermärkte sind einer der wenigen Orte, die die Menschen während des Lockdowns besuchen können. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie stark vertreten sind, wenn Menschen gefragt werden, wo sie zu Besuch waren.“ (Alina Schröder)

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