„Klopf & Meet“

Corona-Lockdown: Geschäfte bald wieder auf? Handel plant neues Konzept

Der Einzelhandel hat ein neues Konzept für eine Öffnung der Geschäfte vorgelegt: Mit „Klopf & Meet“ sollen unter strengen Auflagen die Türen der Läden wieder für Kunden geöffnet werden. (Symbolbild)
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Der Einzelhandel hat ein neues Konzept für eine Öffnung der Geschäfte vorgelegt: Mit „Klopf & Meet“ sollen unter strengen Auflagen die Türen der Läden wieder für Kunden geöffnet werden. (Symbolbild)

Derzeit sind viele Geschäfte in Deutschland aufgrund von Corona geschlossen. Der Handel fordert eine Öffnungsstrategie und stellt das „Klopf & Meet“-Konzept vor.

Kassel – Wer in diesen Tagen Shoppen gehen möchte, der hat es wegen der Corona-Pandemie schwer. Seit Montag (29.03.2021) sind viele Geschäfte wieder geschlossen. Dabei konnten sie erst einige Wochen zuvor, nach dem Lockdown mit „Click & Meet“ wieder öffnen. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen wurde dieser Öffnungsschritt von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten wieder zurückgenommen, die sogenannte Corona-Notbremse wurde gezogen.

„Click & Meet“ wurde nun wieder ersetzt durch „Click & Collect“. Wer seine Ware online bestellt, kann sie derzeit im Laden abholen. Anprobieren oder im Geschäft stöbern ist dabei nicht möglich. Viele Ladenbesitzer sehnen sich nach einer erneuten Öffnung der Geschäfte. Schließlich sind mit den Schließungen auch hohe finanzielle Einbußen verbunden.

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Corona in Deutschland: Neues Konzept für den Handel - „Klopf & Meet“

Eine mögliche Lösung könnte das Testen bieten. Stimmen werden laut, die das Nutzen des „Click & Meet“-Konzepts an einen negativen Test binden wollen. Um die Sicherheit des Ergebnisses sicherzustellen, müssten allerdings professionelle Tests genutzt werden. Gerade für Eltern mit Kindern und Berufstätige, die nur mal spontan in die Stadt wollen, ist das sehr umständlich.

Die Initiative „Händler helfen Händlern“ hat laut dem Handelsblatt nun eine neue Idee. „Click & Meet“ soll umgeändert werden in „Klopf & Meet“. Die Nutzung der Luca-App soll eine lückenlose Kontaktverfolgung möglich machen.

Corona-Konzept „Klopf & Meet“: Mit Hilfe der Luca-App Kontakte nachverfolgen

Händler würden sich dazu verpflichten, nur noch Kunden in die Geschäfte zu lassen, die zuvor per App eingecheckt haben. Mit Hilfe der App ist eine verschlüsselte Kontaktdatenübermittlung bei jedem Check-in garantiert. Zugleich wäre es den Gesundheitsämtern möglich, Infektionsketten automatisch nachzuverfolgen. Zudem sei das Tragen einer FFP2-Maske obligatorisch.

Um die Mindestabstände einzuhalten, dürfte laut der „Händler helfen Händlern“-Initiative nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche eingelassen werden. Daneben soll genau auf die Einhaltung von Abstand und Hygieneregeln geachtet werden. Bei „Klopf & Meet“ wäre im Gegensatz zum „Click & Meet“ keine vorherige Anmeldung erforderlich. Man kann also einfach vor die Tür des Ladens kommen, klopfen und nachfragen, ob es gerade Kapazitäten gibt.

Corona in Deutschland: Branche kämpft trotz „Click & Meet“ mit Umsatzverlusten

Für den Handelsverband Deutschland (HDE) war das Shoppen mit Termin lediglich „ein erster Schritt, aber keine dauerhafte Öffnungsstrategie.“ Laut einer Umfrage unter 1000 Händlern im März 2021 beklagt der Verband weiterhin Umsatzverluste von rund 30 Prozent, berichtet das Portal Marketing Börse. Viele Kunden schrecke die Terminbuchung weiter ab.

Viel mehr müsse es laut dem HDE ein nachhaltiges Öffnungskonzept geben, das sich von strikten Inzidenzen löst und beispielsweise auch die Auslastung der Intensivbetten oder Testquoten berücksichtigt. Das berichtet das Handelsblatt. Desweiteren sei der Handel kein Infektionsherd und das wolle man durch die Einführung von „Klopf & Meet“ beweisen. (Luisa Ebbrecht)

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