Leere Regale im Supermarkt

Hamster-Käufe zum Corona-Lockdown: Diese Produkte sind besonders begehrt

Beim ersten Corona-Lockdown waren Hamster-Käufe an der Tagesordnung. Seit dem Teil-Lockdown wird wieder gehamstert. Viele hatten Angst davor, dass die Versorgung zusammenbricht.

  • Corona*-Lockdown: Kaum ist er in Sicht, wird wieder gehamstert.
  • Verschiedene Produkte von Hamster-Käufen betroffen.
  • In Deutschland ist die Versorgung weiterhin gewährleistet.

Kassel - Leere Regale und weit und breit kein Klopapier: So sah es während des ersten Corona-Lockdown Anfang 2020 in Supermärkten in Deutschland aus.

Die meisten kannten solche Szenerien bis dahin allenfalls von Erzählungen der Großeltern. Damals war vor allem Toilettenpapier schwer zu bekommen. Am 2. November trat erneut ein Teil-Lockdown in Kraft. Schon im Vorfeld kam es erneut zu Hamster-Käufen.

Corona-Lockdown führt erneut zu Hamster-Käufen in Supermärkten Deutschland

Wie das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung bekannt gab, kam es bereits im Vorfeld des aktuellen Corona-Lockdowns zu sogenannten Hamster-Käufen. Dies ging aus einer Sonderauswertung für die Kalenderwoche 43. ( 19.10.2020 bis 25.10.2020) hervor.

In dieser wurde laut dem Bundesamt fast doppelt soviel Klopapier gekauft, wie durchschnittlich in den Vorkrisen Monaten, August 2019 bis Januar 2020. Genau wurde ein Anstieg von 89,9 Prozent gemessen.

Hamster-Käufe vor Corona-Lockdown: Seife und Desinfektionsmittel betroffen

Aber auch Hygiene-Artikel wie etwa Seife waren das Ziel von Hamster-Einkäufern. Bei Seife stieg der Absatz in der 43. Kalenderwoche um fast zwei Drittel des Vorkrisen-Wertes (+62,3 Prozent). Auch Desinfektionsmittel ist wieder betroffen.

Mancherorts nehmen die Hamsterkäufe wieder zu. Zum Teil, weil eine selbsterfüllende Prophezeiung eintritt. (Symbolbild)

Gerade am Anfang der Krise, war dies ein Mangelprodukt. Der Absatz lag bei Desinfektionsmittel um knapp Dreiviertel über dem Vorkrisen-Durchschnitt (+72,5 Prozent).

Corona-Lockdown: Nudeln werden nicht gehamstert - Dafür wird im Supermarkt Hefe und Mehl gekauft

Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt: Die Ziele der Hamster-Einkäufer haben sich im Vergleich zum ersten Corona-Lockdown auch geändert. Während beim ersten Lockdown auch Teigwaren, wie Nudeln und ähnliches, häufig ausverkauft waren, liegt hier der Absatz in Kalenderwoche 43 sogar unter dem Vorkrisen-Durchschnitt (-0,2 Prozent).

Dafür werden wieder die Hamster-Kauf-Klassiker Hefe und Mehl bevorzugt aus den Supermarkt-Regalen geholt. Diese Waren bereits während des ersten Corona-Lockdown begehrt. Bei Hefe lag der Absatz über ein Drittel über dem Vorkrisen-Durchschnitt (+34,8 Prozent). Bei Mehl steig der Absatz auf über ein Viertel über den Durchschnitt aus den Vorkrisenmonaten (+28,4 Prozent).

Hamster-Käufe im Supermarkt bisher nicht so schlimm wie beim ersten Corona-Lockdown

Auch wenn wieder Hamster-Käufer unterwegs sind, ein Ausmaß wie Anfang des Jahres ist noch bei Weitem nicht erreicht. Während des ersten Corona-Lockdowns überstieg beispielsweise der Desinfektionsmittelabsatz das Vorkrisen-Niveau um 850 Prozent.

Stimmen aus der Politik, Handel und verschiedenen Verbänden verweisen, ähnlich wie beim ersten Corona-Lockdown, darauf das die Versorgung in Deutschland gesichert sei*. (luc)*hna.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © dpa

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