Pandemie

Corona: Alltägliches Gerät kann Long-Covid-Patienten erkennen

Long-Covid-Patienten leiden unter anderem an Atembeschwerden.
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Long-Covid-Patienten leiden unter anderem an Atembeschwerden.

Laut einer neuen Corona-Studie kann eine Smartwatch dabei helfen, Long-Covid-Patienten zu erkennen.

Kassel - Corona*-Erkrankte klagen teilweise noch monatelang nach der Infektionen über gesundheitliche Probleme. Die Liste der Symptome von Long-Covid-Patienten ist lang: Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, kognitive Beeinträchtigungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen und depressive Verstimmungen zählen zu den möglichen Beschwerden, so die Ergebnisse verschiedener Studien.

Die Zahl der wissenschaftlichen Arbeiten über Long-Covid nimmt immer weiter zu. Nun hat eine neue Studie die Daten von Wearables ausgewertet. Dabei handelt es sich um Computer-Technologien, die man am Körper trägt, zum Beispiel eine Smartwatch. Die neuen Daten liefern interessante Ergebnisse.

Corona-Krise: Forschende werten Wearable-Daten für neue Studie aus

Forschende haben in der Fachzeitschrift Jama Network eine Long-Covid-Studie veröffentlicht, für die sie Daten zahlreicher Nutzer:innen von Wearables bekannter Marken wie Fitbit und Apple ausgewertet haben. Die Wissenschaftler:innen legten bei der publizierten Langzeitstudie ihr Augenmerk auf individuelle Veränderungen während und nach einer Corona-Erkrankung.

Die wissenschaftliche Analyse umfasst die Daten von 875 Personen - 234 hatten ein positives und 641 ein negatives Corona-Testergebnis. Alle Studien-Teilnehmer klagten zuvor über Symptome einer Atemwegserkrankung.

Video: Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung - WHO untersucht „Long-Covid“

Long-Covid-Studie: Daten zeigen höhere Herzfrequenz bei Corona-Infizierten

Die Daten der Wearables zeigen: Bei Corona-Infizierten hatte sich vor allem die Herzfrequenz verändert. Auch die Schrittzahl und die Schlafdauer hatte sich durch die Erkrankung nachweislich verändert.

Was die Wissenschaftler:innen weiter beobachten konnten: Bei Corona-Patienten sank die Herzfrequenz etwa 9 Tage nach der Infektion. Danach stieg sie wieder schnell an und pendelte sich im Verlgeich zum Wert vor der Erkrankung auf einem erhöhten Niveau ein.

Long-Covid: Forschende wollen weitere Corona-Symptome unter die Lupe nehmen

Erst etwa 79 Tage nach dem Auftreten der Symptome normalisierte sich die Herzfrequenz wieder. Bei 14 Prozent der Betroffenen dauerte es länger. Ihre Frequenz war im Schnitt fünf Schläge pro Minute über dem Normalwert. Erst 133 Tage nach der Infektionen sank der Wert wieder auf das normale Niveau. In der Zukunft wollen Forschende den Blick auf weitere Symptome wie Husten und Kurzatmigkeit richten. (Jan-Frederik Wendt) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) kündigte zuletzt das Ende aller Corona-Maßnahmen an. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) widerspricht nun.

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