Entspricht nicht den Richtlinien

Rückruf für Corona-Maske: Erhöhte Infektionsgefahr! Produkt bietet geringen Schutz

Für eine Corona-Maske wurde ein Rückruf veröffentlicht. Der betroffene Mundschutz bietet laut Experten nur einen geringen Schutz vor einer Infektion.

  • Aktueller Rückruf*: Das Verbraucherportal produktwarnung.eu informiert über einen Masken-Rückruf*.
  • Das Produkt weist eine mangelnde Qualität auf und könnte sogar eine Corona*-Infektion begünstigen.
  • Die behördliche Genehmigung fehlt auf den Verpackungen.

Kassel – Die Pflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine medizinische Maske zu tragen, gilt in Deutschland bereits seit mehreren Wochen. Geeignet sind dafür OP-Masken sowie FFP2- und FFP3-Masken. Sofern diese auch geprüft und zugelassen sind. Sie sollen das Corona-Infektionsgeschehen ausbremsen und Neuinfektionen weitestgehend verhindern.

Jedoch ist nicht jede Maske, die auf den ersten Blick wie eine FFP2-Maske scheint auch eine. KN95-Masken stammen aus China und müssen eine Sonderzulassung oder einen Schnelltest einer zugelassenen Prüfstelle in Deutschland nachweisen. Nur mit so einer Genehmigung, die in jeder Packung beinhaltet sein muss oder zumindest vorgelegt werden muss, dürfen sie verkauft werden.

NameStarkit (auf der Verpackung), bd BADO (auf der Maske)
Modell-Nr.Art. Nr. Mask N98-4 STKM-N9W01
ChargennummerMK472890002

Corona-Maske im Rückruf: Produkt entspricht nicht den europäischen Norm

Laut produktwarnung.eu hat sich herausgestellt, dass Behörden in Deutschland Masken mit ungültigen oder gefälschten CE-Kennzeichnungen eine Genehmigung ausgestellt hatten, wenn die Masken einen Schnelltest bestanden hatten. Aus diesem Grund wird empfohlen, sich immer die Genehmigung vorzeigen zu lassen.

In Fällen, in denen das behördliche Dokument nicht auf Nachfrage gezeigt werde, sei der Verkauf nicht zulässig gewesen. Dann sei auch die CE-Kennzeichnung nicht gültig. Demzufolge entsprechen die Masken auch nicht der einschlägigen europäischen Norm EN 149.

Rückruf gestartet: Die Überprüfung einer KN95-Corona-Maske hat eine ungenügende Filterwirkung von gerade einmal 41 Prozent ergeben. (Symbolbild)

Rückruf von Corona-Maske: Experten warnen vor erhöhter Infektionsgefahr

Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich laut produktwarnung.eu um KN95-Masken der Marke „ bd BADO“ mit dem Namen „Starkit“, deren Filterwirkung mit nur 41 Prozent unzureichend ist. Dadurch kann eine übermäßige Menge an Partikel und Mikroorganismen durch die Maske gelangen.

Das beeinträchtigt den Schutz vor einer Corona-Infektion. Das Risiko kann gesenkt werden, wenn die Maske mit einer zweiten Maske oder anderen Schutzmaßnahmen kombiniert wird. (Sandra Böhm) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Bereits im Februar warnte das Gesundheitsministerium von Schleswig-Holstein vor nicht geprüften FFP2-Masken.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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