Deutschlands Corona-Regeln

2G-Plus, Johnson-Impfung und Booster-Änderung – Wer braucht welche Dokumente?

Corona soll mit 2G-Plus in vielen Teilen Deutschlands stärker bekämpft werden. Welche Dokumente vorgezeigt werden müssen, hängt vom individuellen Status ab.

München - Bereits vor Weihnachten warnten Experten vor einem massiven Anstieg der Corona*-Neuinfektionen in Deutschland in Verbindung mit der hochansteckenden Omikron*-Variante - so kam es auch tatsächlich. Am Mittwoch (12. Januar) meldete das RKI* etwa einen rekordhaften Anstieg der Neuinfektionen mit 80.430 Infektionen* binnen 24 Stunden.

Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, werden Maßnahmen regelmäßig überarbeitet und verschärft. Nach 3G und 2G gilt in weiten Teilen Deutschlands für viele Bereiche nun die 2G-Plus-Regel. Demnach wird nur Geimpften und Genesenen mit einem Test der Zutritt zu festgelegten Bereichen gewährt. Welche Dokumente man dabei vorzeigen muss, ist je nach Status unterschiedlich.

Mit der 2G-Plus-Regel sind je nach Geimpft- oder Genesenen-Status verschiedene Dokumente nötig.

Corona-Regeln: Dokumente bei 2G-Plus je nach Status anders

Für Personen, die mit einer zweifachen Impfung oder einer Infektion mit anschließender Genesung bereits ihre einfache Grundimmunisierung haben, reicht mit der 2G-Plus-Regelung das Vorzeigen des Impfnachweises nicht mehr. Zusätzlich zum Impfzertifikat muss noch ein tagesaktueller Test mitgeführt werden, falls man Bereiche, in denen 2G-Plus gilt, betreten will.

Wer allerdings mit einer Booster-Impfung* bereits insgesamt dreimal geimpft wurde, darf in 2G-Plus-Bereiche auch ohne einen Test rein. Ebenfalls wichtig zu wissen: Einige Bundesländer haben die 14-Tage-Regel für Geboosterte gestrichen. Zuletzt verkündete Bayern*, dass die Auffrischungsimpfung umgehend gültig sein wird.

In Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Sachsen gilt ebenso die gleiche Regelung wie in Bayern, berichtete Focus Online. Hier können Geboosterte bereits ab Tag 1 nach der Impfung ohne Test in 2G-Plus-Bereiche. In Schleswig-Holstein allerdings müssen zum dritten Mal Geimpfte nach wie vor 14 Tage warten. In Thüringen gilt der Booster-Schutz erst ab dem 15. Tag.

Corona-Impfzertifikat: Einfache Prüfung durch CovPass-App - Ausgedruckter Nachweis auch möglich

Damit der Impfstatus geprüft werden kann, muss das entsprechende Impfzertifikat vorgezeigt werden. Mit der CovPass-App kann das digitale Impfzertifikat bequem geprüft und gegebenenfalls ein Test verlangt werden. Dreifach geimpfte Besucher von Veranstaltungen oder Bereichen, in denen 2G-Plus gilt, können sich nur durch das Vorzeigen des digitalen Nachweises Zutritt verschaffen.

Personen mit zweifacher Impfung oder einer Genesung müssen neben ihrem scanbaren QR-Code beziehungsweise digitalen Impfzertifikat auf der CovPass-App auch einen Test bereithalten. In den meisten Apotheken oder Teststationen ist es möglich, innerhalb von 15-20 Minuten ein schriftliches Testergebnis zu bekommen. Ein Selbsttest ohne Aufsicht jedoch wird vielerorts nicht akzeptiert. Alternativ zur CovPass-App ist es zudem auch möglich, eine Kopie des ausgedruckten Impfzertifikats mitzunehmen. Dieser wird im Impfzentrum oder vom Hausarzt nach der Impfung ausgestellt.

Corona-Regeln: Verwirrung bei Johnson & Johnson um 2G-Plus - Test nötig bei Infektion zwischen Impfungen

Die 2G-Plus-Regel scheint einfach zu sein, jedoch kann man bei manchen Ausnahmefällen schnell den Überblick verlieren und einem Irrglauben über die nötigen Dokumente verfallen. So wird die Johnson & Johnson*-Impfung anders als beispielsweise Biontech* oder Moderna* zwar komplett in nur einer Dosis verabreicht, doch mit einer weiteren Impfung eines anderen Impfstoffs gilt man trotzdem nicht als geboostert, sondern lediglich als grundimmunisiert. Deshalb braucht man auch in diesem Fall einen Testnachweis für 2G-Plus-Bereiche sofern man keine dritte Impfung erhalten hat.

Kompliziert wird es auch, wenn zwischen zwei Impfungen eine Infektion mit dem Virus beziehungsweise eine Genesung stattfindet. Trotz der Genesung zwischen zwei Impfungen gilt man offenbar immer noch lediglich als grundimmunisiert. Länder wie Bayern, Baden-Württemberg und Berlin verlangen bei 2G-Plus auch von diesen Personen neben dem Impfzertifikat sicherheitshalber einen Test*. Die Ständige Impfkommission hat dazu keine konkrete Empfehlung ausgesprochen, will dies allerdings noch machen und für Klarheit sorgen. Sollte man darüber hinaus nach der dritten Impfung mit Corona infiziert werden, so gilt man nach 28 Tagen als geboostert und genesen - die Testpflicht entfällt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (bb)

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/dpa

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