Übersicht der Regelungen

3G und Co.: Strengere Corona-Regeln im Fitnessstudio – Worauf Sportler achten müssen

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Fitnessstudios.
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Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Fitnessstudios.

3G-Regel, Maskenpflicht und Co. – Was jetzt in den Fitnessstudios gilt. Die verschiedenen Corona-Regeln der Bundesländer im Überblick.

Deutschland – In Deutschland gilt seit Montag (23.08.2021) die sogenannte 3G-Regel. Sie schreibt vor: Nur Geimpfte, Genesene und Getestete haben unter anderem Zugang zu bestimmten Veranstaltungen und Innenräumen.

Bereits Anfang August hatte der Corona-Gipfel entschieden, dass ab diesem Datum und einer Inzidenz von 35 eine Testpflicht in Innenräumen besteht. Das gilt auch für Fitnessstudios. Die Corona-Regeln für Fitnessstudios unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Auch bei Fitnessstudios ist damit zu rechnen, dass die Betreiber Terminbuchungen verlangen, um dem organisatorischen Aufwand Herr zu werden. Nachfolgend finden Sie einen Überblick mit allen Besonderheiten der Länder.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Hessen

In Hessen ist der Freizeit- und Amateursport bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen grundlegend vollumfänglich erlaubt - unabhängig von der Personenzahl. Hinsichtlich der geforderten sportartspezifischen Hygienekonzepte verweist das Land Hessen auf die DOSB-Leitplanken zur Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens und die Empfehlung des Landessportbundes. Für die Fitnessstudios in Hessen gelten die folgenden Corona-Regeln:

  • Mitglieder müssen keine vorherigen Termine vereinbaren
  • Das Tragen einer medizinischen Maske ist während des Trainings nicht vorgeschrieben
  • Es wird kein negativer Corona-Test verlangt
  • Man soll einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten

Die Corona-Regeln für die Fitnesstduios in Hessen werden bei einer Inzidenz ab 35 verschärft. Ab diesem Wert gilt auch in Innenräumen die sogenannte 3G-Regel. Das heißt: Nur Geimpfte, Genese und Getestete dürfen ein Fitnessstudio betreten. Ab einer Inzidenz von 50 gilt die Maskenpflicht.

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 verschärfen sich die Corona-Regeln in Hessen deutlich. Unter anderem gelten dann wieder Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum. Was das für Fitnessstudios bedeutet, ist noch nicht festgelegt. Einigen Fitnessstudios in Hessen geht wegen Corona die Luft aus.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Niedersachsen

In Niedersachsen gilt mit der neuen Corona-Verordnung seit Mittwoch (25. August 2021) die 3G-Regel auch für Fitnessstudios - wenn die Inzidenz über 50 liegt. Dieser Inzidenzwert markiert in Niedersachsen die Schwelle zur ersten der drei neuen Corona-Warnstufen - gelb, orange und rot.  Die detaillierten Maßnahmen der darauffolgenden Warnstufen zwei und drei sind aktuell noch nicht festgelegt, jedoch kämen bei einer „Eskalation“ der Corona-Fallzahlen auch eine Kontaktreduzierung für Ungeimpfte sowie eine 2G-Regelung infrage - das könnte dann auch Fitnessstudios betreffen.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Berlin

Auch in Berlin darf ein Fitnessstudio unter Einhaltung der Hygienevorschriften öffnen. Seit Freitag (20. August 2021) gilt allerdings auch hier die 3G-Regel - also Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete. Zudem muss vorab ein Termin vereinbart werden. Bei sogenannten gedeckten Sportanlagen, Fitness- und Tanzstudios und ähnlichen Einrichtungen muss, außer während der Sportausübung, eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden. Auch für den Besuch von Rehabilitationssport gilt in Berlin die Testpflicht - die genauen Corona-Bestimmungen finden Sie hier.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg ist kontaktfreier Freizeit- und Amateursport allgemein gestattet. Prinzipiell gilt die 3G-Regel - mit einigen Ausnahmen: Ungeimpfte benötigen keinen Corona-Test für Rehasport, Sport zu dienstlichen Zwecken und Spitzen- und Profisport.

Die Landesregierung nutzt ein Stufenmodell für die Öffnung von Fitnessstudios, Saunen, Bädern und Freizeitparks, das je fünf Tage nach Überschreitung des festgelegten Inzidenzwert automatisch in Kraft tritt:

  • Inzidenzstufe 1: Inzidenz unter 10 - keine besonderen Regelungen für Sport im Freien und in Innenräumen.
  • Inzidenzstufe 2: Inzidenz zwischen 10 und 35 - keine besonderen Regelungen für Sport im Freien und in Innenräumen.
  • Inzidenzstufe 3: Inzidenz zwischen 35 und 50 - 3G-Regel tritt in Kraft, aber keine Beschränkung der Personenzahl beim Sport im Freien und in Innenräumen.
  • Inzidenzstufe 4: Inzidenz über 50 - 3G-Regel, im Freien wird die Personenzahl auf 25 Teilnehmer beschränkt in Innenräumen auf 14.

Corona-Regeln in Hamburg

In Hamburg durften Fitnessstudios seit dem  1. Juni 2021 wieder öffnen. Es gelten ein Mindestabstand von 2,50 Metern zwischen Sportlern und Geräten sowie Hygienemaßnahmen. Gruppensport ist aktuell folgendermaßen beschränkt: Insgesamt dürfen maximal 30 (im Freien) beziehungsweise 10 (in Innneräumen) Personen gleichzeitig trainieren. Kinder unter 14 Jahren werden hierbei nicht mitgezählt.

Zusätzlich ist ein negativer Corona-Test für Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene erforderlich. Ausnahmen gibt es für Trainer und andere Anleitungspersonen, die tägliche Angebote anbieten: hier reichen zwei negative Testnachweise pro Woche aus, die an zwei nicht aufeinanderfolgenden Werktagen gemacht wurden.

Diese strengen Regeln können in Hamburg auch umgangen werden, denn der Senat hat ein 2G-Optionsmodell beschlossen. Betreiber von Fitnessstudios können das 2G-Modell umsetzen - Menschen ohne Impfung dürfen dann nicht mehr zum Training kommen. Im 2G-Modell gelten folgende Regeln:

  • Verzicht auf das Abstandgebot
  • Keine Begrenzung der teilnehmenden Personen
  • Das Abstandsgebot zwischen den Sportgeräten fällt weg
  • Die Corona-Testpflicht in geschlossenen Räumen ist aufgehoben
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen

Im Video: Darf man wegen der Corona-Testpflicht seine Mitgliedschaft kündigen?

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Bayern

Auch in Bayern greift ab einer Inzidenz von über 35 die 3G-Regel - Sport in geschlossenen Räumen ist dann nur noch mit Testnachweis erlaubt. Zudem gibt es eine Teilnehmerbeschränkung: Pro 10 Quadratmeter zugänglicher Fläche ist eine Person zugelassen. Für Sport im Freien gilt weiterhin keine Testpflicht. Zudem müssen die Betreiber ein Schutz-, Hygiene- und Lüftungskonzept vorlegen und es gilt eine FFP2-Maskenpflicht, außer bei der direkten Sportausübung sowie beim Duschen.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Brandenburg

In Brandenburg haben Fitnessstudios sowie Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Tanzstudios und vergleichbare Sport-Einrichtungen seit dem 1. Juni 2021 wieder geöffnet. Laut der Corona-Verordnung des Landes Brandenburg müssen Studiobetreiber ein individuelles Hygienekonzept vorlegen. Dazu gehören die Kontaktnachverfolgung, Terminbuchung, Testpflicht, Mindestabstand, regelmäßiges Lüften. In Umkleidekabinen gilt eine Maskenpflicht. Kontaktsport mit mehr als 30 Personen ist untersagt.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Bremen

Fitnessstudios sowie öffentliche und private Sportanlagen dürfen in Bremen seit dem 31. Mai wieder öffnen. Die Saunen allerdings bleiben weiterhin geschlossen. Auch in geschlossenen Räumen ist Sport mit bis zu 20 Personen ohne Einhaltung des Mindestabstands erlaubt. An´b einer Inzidenz von über 35 greift auch hier die 3G-Regel.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist Sport in Fitnessstudios sowie in Vereinen seit dem 1. Juni 2021 wieder für alle Altersgruppen erlaubt. Seit dem 11. Juni 2021 ist sogar der Trainings-, Spiel- und Wettkampfbetrieb im Freizeit-, Breiten- und Leistungssport in allen Sportarten auch mit Zuschauern wieder möglich.

Es gelten aber folgende Einschränkungen: Im Freien dürfen maximal 50 Personen, in Innenräumen maximal 30 Personen zusammen trainieren. An Geräten muss keine Maske getragen werden, beim Wechsel der Geräte wird dies allerdings empfohlen. Zudem müssen Sportler einen Termin vereinbaren und es gilt eine Personengrenze von einer Person pro 10 Quadratmeter.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen

Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen dürfen öffnen. Neben den allgemeinen Kontaktbeschränkungen greift laut der Coronaschutzverordnung von NRW seit Freitag (20. August 2021) die 3G-Regel.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz dürfen Fitness- und Sportstudios öffnen. Für Sport in Innenräumen gilt die 3G-Regel und es darf maximal eine Person pro angefangene 20 Quadratmeter eingelassen werden. Wobei hier Geimpfte und Genesene mitgezählt werden. Seit dem 16. Juni 2021 dürfen bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 insgesamt 20 Personen kontaktfreien Indoorsport betreiben, wobei Trainer sowie Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt werden. Es gilt ein Mindestabstand von drei Metern. Im Freien dürfen Gruppen von maximal 50 teilnehmenden Personen trainieren.

Zudem gilt die Pflicht zur Kontakterfassung und außerhalb der sportlichen Betätigung gilt die Maskenpflicht. Auch Saunen dürfen wieder öffnen - hier gilt neben einer Testpflicht die Beschränkung auf maximal 50 Prozent der möglichen Belegung. Ebenfalls mit einer Beschränkung auf 50 Prozent der Kapazität dürfen Freibäder und Badeseen öffnen.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Saarland

Aktuell sind die Studios in Saarland geöffnet. Fitnesstraining ist unter Auflagen möglich und auch Thermen und Saunen dürfen bis zu einer Kapazität von 50 Prozent wieder öffnen. Für kontaktfreien Sport und Kontaktsport gilt im Innenbereich: Seit dem 20. August 2021 sieht die Corona-Verordnung die 3G-Regel vor. Ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren sowie während des schulischen Schutzkonzepts getestete Schüler.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden, pro Person müssen 5 Quadratmeter zur Verfügung stehen und es muss ein Hygienekonzept vorgelegt werden. Auch Zuschauer sind bei Sportveranstaltungen nach den entsprechenden Regeln der saarländischen Corona-Verordnung wieder erlaubt.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Sachsen

Die Fitnessstudios sind geöffnet. Für den kontaktfreien Sport im Innenbereich gilt ab einer Inzidenz von über 35 die 3G-Regel. Darunter entfällt die Testpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gelten aber weiterhin. Auch die Öffnung von Wellenesszentren, Thermen, Dampfbädern und Saunen sind ab einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 gestattet.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt dürfen Fitnessstudios wieder öffnen, wobei die zulässige Personenzahl auf eine Person je 20 angefangene Quadratmeter, höchstens aber auf 500 Personen begrenzt ist. Zudem gilt auch hier die 3G-Regel.

Bei Einhaltung von Abstandsregelungen sind auch Kurse insbesondere in Fitness- und Sportstudios, Tanz- und Ballettschulen sowie Yoga- und andere Präventionskurse mit höchstens zehn Personen zuzüglich Trainer möglich. Auch Rehasport ist möglich. Dabei muss jeweils ein Mindestabstand von 1,5 Metern zur nächsten Person eingehalten werden.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Schleswig-Holstein

Seit Ende Juli 2021 ist in Schleswig-Holstein Sport im Innen- und Außenbereich möglich, alle Sportanlagen sind geöffnet - auch Fitnessstudios. Es gilt die 3G-Regel, die Pflicht zur Erhebung der Kontaktdaten und es muss ein Hygienekonzept vorliegen.

Corona-Regeln für Fitnessstudios in Thüringen

Seit 1. Juni 2021 dürfen Fitnessstudios inklusive Duschen und Umkleiden wieder öffnen. Bei einer Inzidenz von unter 50 dürfen auch Saunen betrieben werden. Ab einer Inzidenz von über 35 gilt die 3G-Regel. Es besteht keine Maskenpflicht, auch eine Personenbegrenzung gibt es aktuell nicht - allerdings muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. (Jan Wendt und Diana Rissmann)

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