Corona-Pandemie

Einkaufen nur noch mit Impf- und Testnachweis? Regierung klärt auf

Wird es ab Herbst den sogenannten 3G-Nachweis auch im Supermarkt geben? Die Regierung hat dafür deutliche Corona-Regeln aufgestellt.

Kassel - Bereits vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Dienstag (10.08.2021) gab es zahlreiche Diskussionen um mögliche Verschärfungen der Corona-Regeln. Besonders für Ungeimpfte standen einige Änderungen der aktuellen Beschränkungen in der Debatte.

Unter anderem war im Gespräch, dass aufgrund der Corona-Pandemie noch bis ins Frühjahr 2022 hinein Maskenpflicht und Abstandsregeln im Einzelhandel, in geschlossenen Räumen sowie im Nah- und Fernverkehr gelten sollen. Zudem bräuchte jeder Bundesbürger fortan entweder einen Nachweis über eine vollständige Impfung, eine Genesenen-Bescheinigung oder aber einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test. Doch gilt dies auch für den Besuch im Supermarkt?

Einkaufen nur mit Impf- und Testnachweis? Ab Herbst gelten besondere Regeln im Rahmen der Corona-Pandemie. (Symbolbild)

Corona-Pandemie: Härtere Regeln für Ungeimpfte ab 23. August

Aus Entwürfen ging bereits vor dem Bund-Länder-Treffen hervor, dass die Corona-Maßnahmen ab Herbst verschärft werden sollen. Ein erneuter harter Lockdown solle jedoch verhindert werden. Beim Corona-Gipfel am Dienstag (10.08.2021) sind schließlich unter anderem härtere Regeln für Ungeimpfte beschlossen worden, die ab dem 23. August 2021 in Kraft treten sollen.

Demnach müssen Ungeimpfte in Zukunft ab einer Inzidenz von 35 einen negativen Corona-Test vorlegen, um Zugang zu Innenräumen zu erhalten. Hier tritt die sogenannte 3G-Regel (Geimpft, Genesen, Getestet) in Kraft. Im Speziellen gilt dies besonders für folgende Räumlichkeiten:

  • Zugang zu Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Zugang zu Innengastronomie sowie Kultur- oder Sportveranstaltungen, die in Innenräumen stattfinden
  • Sport im Innenbereich (Fitnessstudios, Sporthallen, Schwimmbäder)
  • Körpernahe Dienstleistungen (Friseure, Kosmetik und ähnliches)

Im Einzelhandel solle die 3G-Regel allerdings nicht gelten. Somit sind Supermärkte von dieser Regelung nicht betroffen.

Härtere Corona-Regeln in Deutschland sollen Impfkampagne vorantreiben

Mit den neuen Corona-Regelungen möchte die Regierung die Impfkampagne in Deutschland weiter vorantreiben und die Pandemie weiter eindämmen. Die kostenfreien Bürgertests sollen nach neuesten Beschlüssen ab dem 11. Oktober 2021 für ungeimpfte Personen wegfallen. Pro Test könnten dann Kosten zwischen 18 und 20 Euro anfallen. Personen, für die keine Impfempfehlung vorliegt, wie zum Beispiel Schwangere und Kinder, sollen von der Regelung ausgenommen sein. (Helena Gries)

Karl Lauterbach befürwortet mehr Freiheiten für Geimpfte, wie sie jüngst von Bund und Ländern auf dem Corona-Gipfel beschlossen wurden. Im Rahmen der Corona-Pandemie soll es zukünftig strengere Corona-Regeln beim Einkauf im Supermarkt geben. In Stadt und Kreis Kassel ändern sich derzeit die Corona-Regeln noch nicht, da die Inzidenz noch unter 35 liegt.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa

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