Pandemie

Urlaub im Corona-Risikogebiet: Welche Regeln bei der Rückreise nach Deutschland gelten

Abhängig von der Einstufung des Corona-Risikos im Urlaubsland gelten für die Rückreise nach Deutschland bestimmte Regeln. Alle wichtigen Infos im Überblick.

Kassel - Wer in diesem Sommer in den Urlaub fliegen oder fahren möchte, muss wegen Corona* einige Dinge beachten. Das Bundesministerium für Gesundheit hat Länder mit hohen Inzidenzen in Risikogebiete eingestuft. Unterschieden wird dabei zwischen einfachen Risikogebieten, Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten. Bewertungskriterien sind beispielsweise die Infektionszahlen, die Art des Ausbruchs, die Qualität der Maßnahmen und die vorherrschende Virusvariante. Aber was muss man als Urlauber bei der Heimkehr beachten? Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Wer nach dem Urlaub mit dem Flugzeug aus einem beliebigen Land wieder einreisen möchte oder sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss bestimmte Regeln beachten. Bei Flugreisen besteht eine generelle Nachweispflicht für Einreisende im Luftverkehr. Demnach müssen Personen, die mit dem Flugzeug einreisen, vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen.

Wer nach dem Urlaub zurück nach Deutschland reist, sollte sich vorab über die geltenden Einreiseregeln informieren. Je nachdem ob das Urlaubsland als Corona-Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet eingestuft ist, gelten bestimmte Bedingungen.

Urlaub im Corona-Risikogebiet: Regeln für die Einreise mit Auto, Bus oder Flugzeug

Zudem müssen Urlauber, egal ob sie mit Auto, Bus oder Flugzeug einreisen, eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen und die erhaltene Bestätigung bei der Einreise mit sich führen. Die Bestätigung kann kontrolliert werden. Nach einem Aufenthalt in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet müssen Reisende bereits bei der Einreise einen negativen Test nachweisen können.

Nach einem Aufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet ist auch die Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises möglich. Nach einem Aufenthalt in einem einfachen Risikogebiet müssen Reisende spätestens 48 Stunden nach Einreise ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorweisen können. Die Nachweise müssen laut dem Bundesministerium für Gesundheit über das Einreiseportal hochgeladen werden.

Rückreise aus einem Corona-Risikogebiet: Muss ich nach dem Urlaub in Quarantäne?

Einreisende, die aus einfachen Risikogebieten kommen, sind dazu verpflichtet, sich direkt nach der Einreise in Quarantäne zu begeben. Die grundsätzliche Quarantänezeit nach Aufenthalt in einem einfachen Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet beträgt 10 Tage und nach Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet 14 Tage.

Die häusliche Quarantäne kann bei Risikogebieten vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik hochgeladen wird. Die Quarantäne endet mit dem Zeitpunkt der Übermittlung. Wird der Nachweis bereits vor Einreise übermittelt, so ist keine Quarantäne erforderlich. Nach Aufenthalt in Hochinzidenzgebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden - dies gilt auch für Geimpfte und Genesene.

Urlaub im Corona-Risikogebiet: Zusammenfassung der Quarantäne-Regeln bis zum 28. Juli

Das RKI hat drei Risiko-Stufen etabliert: das einfache Risikogebiet, das Hochinzidenzgebiet sowie das Virusvariantengebiet. Diese Regen gelten jeweils für Reiserückkehrer:

  • Einstufung als einfaches Risikogebiet: Digitale Einreiseanmeldung ist Pflicht, 10 Tage Quarantäne, Freitestung mit Antigen- oder PCR-Test möglich, Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne.
  • Einstufung als Hochinzidenzgebiet: Digitale Einreiseanmeldung ist Pflicht, 10 Tage Quarantäne, Freitestung mit Antigen- oder PCR-Test nach 5 Tagen möglich, Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne.
  • Einstufung als Virusvariantengebiet: Digitale Einreiseanmeldung ist Pflicht, 14 Tage Quarantäne auch für Geimpfte und Genesene, Freitestung nicht möglich.

Urlaub im Corona-Risikogebiet: Neue Ausnahmen ab dem 28. Juli 2021

Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage. Ab dem 28. Juli 2021 ist eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne nach Aufenthalten in Virusvariantengebieten unter bestimmten Voraussetzungen möglich: Wird das betroffene Virusvariantengebiet noch während des Urlaubs herabgestuft, gelten für die Zeit nach dem Aufenthalt die Regelungen für Hochinzidenzgebiete bzw. einfache Risikogebiete. 

Zudem müssen sich Personen, die einen vollständigen Impfschutz nachweisen können, nicht in Quarantäne begeben. Voraussetzung ist, dass das Robert Koch-Institut festgestellt hat, dass der verwendete Impfstoff gegen die Virusvariante hinreichend wirksam ist, die zur Einstufung des Gebiets als Virusvariantengebiet geführt hat.

Eine Liste der Länder, die vom Robert-Koch-Institut als einfache Risikogebiete, Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete eingestuft wurden, finden Sie auf der RKI-Webseite.

Urlaub während der Pandemie – Beliebte Länder im Corona-Check

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Rubriklistenbild: © Matthias Oesterle/Imago

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