Falsche Testergebnisse

Corona-Selbsttests: Diese Fehler unbedingt vermeiden

Mit den Corona-Selbsttests von Aldi, Lidl, Rewe und Co. kann sich jeder ganz einfach zu Hause testen. Doch Fehler bei der Lagerung und Anwendung können Folgen haben.

Kassel - Corona-Schnelltests sind in aller Munde. Zum einen deshalb, weil sie beispielsweise in Schulen bereits fester Bestandteil des Unterrichts sind. Aber auch Zuhause greifen immer mehr Menschen zu Selbsttests.*

Immer mehr Supermärkte und Discounter wie Rewe, Aldi, Lidl und Co., aber auch Drogerien wie dm und Müller bieten mittlerweile die Corona-Selbsttests für Zuhause an. Eigentlich ist die Anwendung eines solchen Schnelltests ganz einfach – doch es lauern einige Fehler, die das Ergebnis verfälschen können. Verbraucher sollten daher einige Tricks beherrschen, um falsche Ergebnisse oder ungültige Tests zu vermeiden.

Bei der Anwendung von Corona-Schnelltests lauern allerlei Fallstricke (Symbolbild).

Corona-Schnelltest – Gravierende Fehler bei der Lagerung unbedingt vermeiden

Ganz oben auf der Liste der Fehler, die man bei dem Corona-Schnelltest für Zuhause machen kann, steht die Lagerung. Ein Test soll nämlich nur dann gemacht werden, wenn das Schnelltest-Kit vorher bei einer speziellen Temperatur gelagert wurde. Zu heiße oder zu kalte Lagerung kann sich ansonsten negativ auf das Ergebnis auswirken und den Test womöglich verfälschen. Doch wie soll der Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus am besten gelagert werden?

Eine Studie im „Journal of Clinical Virology“ bei der unter anderem auch Christian Drosten mitgewirkt hat, kommt zu einem klaren Schluss. Nach Ansicht der Forscher sorgen zu hohe Temperaturen dafür, dass die Sensitivität des Corona-Tests abnimmt. Das hat dann zur Folge, dass es zu falsch-negativen Ergebnissen kommen kann. Schon eine kurzzeitige Lagerung über 37 Grad kann demnach den Test verfälschen. Achtung auch beim Ort der Lagerung. Liegt der Test zu lange in der Sonne, kann auch dann die Temperatur das maximum überschreiten und zu Fehlern beim Testergebnis führen.

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Schnelltests auf das Coronavirus – Temperatur auch bei Anwendung der Corona-Tests wichtig

Eine zu kalte Lagerung (bei 2 bis 4 Grad) wirkt sich dagegen auf die Spezifität des Tests auf das Coronavirus aus. Durch zu kalte Lagerung könne es dann zu falsch-positiven Ergebnissen kommen. Deshalb sei es „essenziell wichtig für die erfolgreiche Anwendung“ der Tests, diese richtig zu Lagern, schließen Virologe Drosten und seine Kollegen.

Die richtige Temperatur ist aber nicht nur bei der Lagerung der Corona-Schnelltests ungemein wichtig. Auch bei der Anwendung muss die Temperatur stimmen. Der Test soll die gleiche Temperatur haben, wie der Raum, in dem er angewendet wird. Bei etwas höheren oder niedrigeren Temperaturen sollte erst einige Zeit abgewartet werden. Wie lange ist in der Gebrauchsanweisung der Selbsttests spezifiziert.

Temperatur bei Lagerung der Corona-SchnelltestsFolge
Zu hochSensitivität nimmt ab
Zu niedrigSpezifität nimmt ab

Corona-Schnelltest: Fehler bei der Anwendung vermeiden

Auch bei der Durchführung der Corona-Schnelltests für Zuhause, wie es sie beispielsweise bei Aldi, Lidl und Co. gibt, können einige Fehler passieren. So müssen sowohl die Hände als auch alle Oberflächen, die für den Test genutzt werden richtig gereinigt werden. Hier empfiehlt sich Desinfektionsmittel um andere, störende Keime und Bakterien zu beseitigen.

Um den in der Nase angewendeten Test richtig durchführen zu können, wird geraten, vor dem Test nicht die Nase zu putzen. Denn dadurch gewährleistet man eine ausreichende Menge an Sekret. Gegenüber „24vita.de“ erklärt HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing, dass die Menge an Sekret eine überaus wichtige Rolle spielt und ein Fehler beim Test am Kontrollstrich des Ergebnisses ablesbar ist. „Ist dessen Farbe nur sehr blass, spricht das für wenig Sekret“, erklärt der Mediziner. Dann steige das Risiko, dass das Corona-Testergebnis falsch-negativ* sei.

Schwerwiegende Fehler bei der Anwendung von Corona-Schnelltests vermeiden

Schließlich sollten außerdem die Schritte auf der Packungsbeilage der Corona-Schnelltests streng befolgt werden. Ein Fehler ist es zum Beispiel, den Tupfer nur in einem Nasenloch zu verwenden. Auch sollte das Stäbchen weit genug in die Nase eingeführt werden und auch lange genug nasal bewegt werden.

Wichtig ist jedoch zu beachten, dass auch bei fehlerfreier Anwendung kein hundertprozentiger Verlass auf die Corona-Selbsttests für Zuhause ist. Wenn ein begründeter Verdacht besteht, dass man sich infiziert haben könnte, sollte man sich unbedingt an einen Arzt wenden. (Sophia Lother)*24vita.de und fuldaer-zeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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