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Corona-Schnelltests sind Mangelware: Rossmann und Dm begrenzen Verkauf vor Weihnachten

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Von: Alina Schröder, Sarah Neumeyer

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Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests steigt vor Weihnachten massiv an. Doch in vielen Geschäften fehlt der Nachschub. Rossmann und Dm reagieren auf die Engpässe.

Kassel – Aufgrund der verschärften Corona-Regeln wie 3G oder 2G Plus ist der Andrang auf Corona-Testzentren derzeit enorm. Vielerorts bilden sich lange Schlangen vor den Eingängen. Aber auch die Nachfrage nach Selbsttests steigt, weshalb nun einige Einzelhändler darauf entsprechend reagieren.

Discounter, Supermärkte, Drogerien und Apotheken sind Anlaufstellen, wenn man Covid-Schnelltests kaufen möchte. Seit einigen Wochen steigt die Nachfrage nach Corona-Tests bei Rossmann, Dm, Aldi und anderen jedoch massiv an und die Regale sind vielerorts leer. Für Einzelhändler sind die Tests nur schwer zu bekommen. Daher zogen die Preise im Einzelhandel bereits an. Jetzt soll auch der Verkauf begrenzt werden.

Corona-Schnelltests bei Rossmann und Dm: Drogerien begrenzen Verkauf vor Weihnachten

„Die Nachfrage nach Corona-Selbsttests ist in den letzten Wochen sehr stark gestiegen. Aufgrund dessen kommt es aktuell zu Engpässen in unseren Filialen“, teilt ein Sprecher von Rossmann auf Anfrage mit. Rossmann arbeite mit Hochdruck daran, eine flächendeckende Warenversorgung sicherzustellen. „Um aktuell möglichst allen Kunden den Kauf von Selbsttests zu ermöglichen, limitieren wir die Abgabemengen an bestimmten Standorten auf fünf Testungen pro Kunde“, so der Sprecher weiter.

Corona-Schnelltests sind in Deutschland kurz vor Weihnachten Mangelware - auch bei dm.
Corona-Schnelltests sind in Deutschland kurz vor Weihnachten Mangelware - auch bei dm. © Uli Deck/dpa

Auch bei dm kommt es zu Lieferengpässen, nicht immer sind Corona-Schnelltests in allen Filialen verfügbar. Um Kunden den Zugang zu Selbsttests zu ermöglichen, habe dm verschiedene Produkte von unterschiedlichen Anbietern im Sortiment, teilt dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer auf Anfrage mit. „Dennoch kann es derzeit aufgrund der schwankenden Nachfrage sowie gestörter Lieferketten dazu kommen, dass nicht immer alle Produkte ausreichend verfügbar sind. In den letzten Tagen hat sich die Liefersituation jedoch spürbar verbessert und wir gehen von einer weiteren Stabilisierung der Verfügbarkeit in unseren dm-Märkten und online auf dm.de aus“, so Bayer. Zu einer möglichen Begrenzung der Abgabemenge äußerte sich das Unternehmen nicht.

Ein Dm-Filialleiter in München hatte Mitte Dezember gegenüber focus.de bestätigt, dass sich die Beschaffung der Corona-Tests schwierig gestalte und der Verkauf pro Kunde daher begrenzt wurde. „Wir haben allein letzte Woche nur 30 Tests in die Filiale bekommen. Deshalb gibt es nur einen Test pro Kunde und Einkauf“, so der Filialleiter.

Mangel an Corona-Schnelltests bei Rossmann & Co.: Dm plant Impfaktion

Dm reaktiviere zudem vielerorts seine Corona-Testzentren. Diese wurden im März 2021 eröffnet, im Sommer allerdings wieder abgebaut. „Zum Start eröffnen acht Testzentren in Containern. Weitere Testzentren, auch integriert in Dm-Märkte, sind in Planung. Die ersten Standorte eröffnen in Rheinland-Pfalz und in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte ein Sprecher gegenüber focus.de.

Preise für Corona-Schnelltests bei Rossmann, Dm steigen: Apotheken melden Probleme

Auch Märkte wie Edeka und Rewe begrenzen aufgrund fehlender Ware vereinzelt den Verkauf von Corona-Schnelltests. Im Frühjahr gingen die Testkits bei Supermärkten wie Edeka, Rewe oder Aldi für 4,95 Euro durch die Kassen, im Sommer fand man sie sogar vereinzelt in Wühlkörben für ein paar Cent. Das lag an den zahlreichen Anbietern, die ihre Ware den Geschäften zur Verfügung stellten. Doch diese Zeiten sind vorbei: Die Nachfrage steigt immer weiter und das Angebot bleibt aus.

Die Selbsttests gibt es in vielen Drogerien und Supermärkten jetzt teilweise für über fünf Euro pro Stück. Der niedrige Bestand führte zu einem massiven Preisschub. Auch Apotheken beklagen aktuell einen erheblichen Mangel an Testkits, weshalb stellenweise nur noch Tests durch medizinisches Personal durchgeführt werden. „In einigen Regionen gibt es derzeit Lieferengpässe für Schnelltests, andere Regionen haben noch keine Probleme“, teilte eine Sprecherin des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) mit.

Ob sich die Lage wieder beruhigen wird, sei derzeit noch unklar. Experten rechnen eher damit, dass die Preise für die Tests noch weiter in die Höhe gehen könnten. Besonders vor Weihnachten dürfte die Nachfrage noch einmal stark anziehen. Es empfiehlt sich daher, in einem Testzentrum einen kostenlosen Termin für einen Covid-Test vorzeitig zu sichern. Forschende des Paul-Ehrlich-Instituts haben zudem einige Corona-Schnelltests näher untersucht und sind zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen. (Alina Schröder)

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