Tipps für den Sommer

Urlaub trotz Corona: Reiseversicherung, Storno und Co. – Das Wichtigste im Überblick

Wer im Sommer in den Urlaub möchte, sollte die aktuelle Corona-Lage im jeweiligen Reiseort beachten.
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Wer im Sommer in den Urlaub möchte, sollte die aktuelle Corona-Lage im jeweiligen Reiseort beachten.

Obwohl die Corona-Fallzahlen in Deutschland und auch anderen Ländern sinken, sollten vor der nächsten Reise einige Tipps beachtet werden.

Kassel – Die Corona*-Fallzahlen in Deutschland befinden sich weiterhin im Abwärtstrend. Übernachtungen im Hotel sind hierzulande wieder möglich und durch den EU-Impfausweis soll auch das Reisen ins Ausland erleichtert werden. Viele denken daher über Urlaub im Sommer nach. Doch was bedeutet das in Zeiten der Pandemie?

In den meisten Regionen in Deutschland sind Restaurants, Biergärten und Cafés wieder geöffnet. Auch kleinere Veranstaltungen dürfen stattfinden. Vielerorts wird sogar für die Gastronomie kein negativer Corona-Test benötigt. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen ohnehin keinen Test vorlegen. Es empfiehlt sich dennoch, sich vorher auf den Webseiten der jeweiligen Bundesländer zu informieren.

Urlaub während Corona: Vor der Reise über das aktuelle Geschehen informieren

Auch im Ausland kommt der Tourismus langsam wieder in Gang. Bevor eine Reise gebucht wird, sollten sich Urlaubswillige vorab über die aktuelle Corona-Lage sowie die geltenden Regelungen am jeweiligen Urlaubsziel informieren. Dafür eignen sich unter anderem die Länderinformationen des Auswärtigen Amtes. Ab dem 1. Juli gelten Reisewarnungen nur noch für Hochrisikogebiete, die eine Inzidenz über 200 haben oder Länder mit hochansteckenden Coronavirus-Varianten wie Delta.

Bei der Einreise in ein anderes Land bedarf es meist eines negativen Corona-Tests. Schnelltests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein, PCR-Tests nicht älter als 72 Stunden. Auch wer bereits genesen ist, benötigt oft einen Test. Das handhaben viele Staaten unterschiedlich. Wer ganz sicher gehen will, sollte vor Abreise einen Test machen. Wer vollständig Geimpft ist, kann als Nachweis das EU-Impfzertifikat vorlegen. Dieses gilt ab dem 1. Juli bundesweit und in allen EU-Mitgliedsstaaten, sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.

Urlaub trotz Corona: Das müssen Sie zur Quarantäne wissen

Doch wie sieht es mit den Regelungen zur Quarantäne aus? Wer aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland einreist, muss vor Grenzübertritt einen negativen Corona-Test vorweisen und sich unverzüglich in 14-tägige Quarantäne begeben. Diese kann nicht verkürzt werden.

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Wer aus einem Hochrisikogebiet kommt, muss einen negativen Test, den Nachweis einer Genesung oder vollständigen Impfung vorlegen. Hier gilt eine zehntägige Quarantäne, die frühstens nach fünf Tagen mit einem negativen Testergebnis verkürzt werden kann. Für Urlauber aus „einfachen“ Risikogebieten entfällt die Quarantäne, wenn sie geimpft oder genesen sind oder einen negativen Test vorweisen können.

Im Video: So funktioniert der Urlaub mit dem EU-Impfausweis

Urlaub trotz Corona-Pandemie: Auslandskrankenversicherung empfohlen

Wer im Ausland in Quarantäne muss, muss die Anweisungen der lokalen Behörden beachten. Eine Rückkehr nach Deutschland ist erst dann wieder möglich, wenn die Quarantäne aufgehoben wurde. Das berichtete das Portal finanztip.de.

Wichtig ist in jedem Fall eine Auslandskrankenversicherung. Bei Abschluss der Versicherung sollte darauf geachtet werden, dass diese auch greift, wenn ein Reisender an Covid-19 erkrankt oder für den Urlaubsort eine Corona-Reisewarnung gilt.

Was Urlaub während Corona bedeutet: Das gilt für Pauschal- und Individualreisen

Pauschalreisen können jederzeit storniert werden. Allerdings kann der Reiseveranstalter eine Stornogebühr erheben. Eine kostenlose Stornierung ist nur möglich, wenn die Reise durch außergewöhnliche Umstände beeinträchtigt wird, etwa ein generelles Einreiseverbot. Wenden Sie sich dementsprechend an den Veranstalter. Übrigens: Auch Kreuzfahrten zählen zu den Pauschalreisen.

Bei Individualreisen sieht das etwas anders aus. Sagt der Anbieter eine Leistung (beispielsweise einen Flug) ab, kann die Zahlung zurückverlangt werden. Reisende können allerdings nur kostenfrei stornieren, wenn Einzelleistungen nicht erfüllt werden können. In der Regel legen die Hotelbetreiber selbst fest, ob Stornogebühren fällig werden. Oft werden dann auch Gutscheinlösungen angeboten.

Urlaub während Corona: Reiserücktrittsversicherung greift nicht immer

Sinnvoll ist auch der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung. Die greift, wenn die Reise etwa aufgrund einer schweren Krankheit nicht angetreten werden kann. Doch Vorsicht: Diese sollte auch zahlen, wenn Sie an Covid-19 erkranken oder in Quarantäne müssen. Viele Versicherungen enthalten Klauseln, die Krankheiten vom Versicherungsschutz ausschließen. Individuelle Ängste sind allerdings kein Grund, bei dem die Versicherung einspringt. Auch bei Warnungen vom Auswärtigen Amt greift die Versicherung oft nicht.

In jedem Fall sollten Sie sich also vor der Urlaubsbuchung über die aktuelle Corona-Lage sowie die geltenden Regeln und Einreisebestimmungen informieren. (kas) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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