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Alles neu? Windows, Whatsapp, Kinderbonus – Weitreichende Änderungen im Mai

Verbraucher aufgepasst: Ab Mai 2021 gibt es wieder einige Änderungen. Sie betreffen unter anderem den Kinderbonus, Whatsapp und ein Girokonto.

Frankfurt – Auch zu Corona*-Zeiten bedeutet ein neuer Monat meist, dass wieder viele Änderungen auf die Verbraucher zukommen. Auch im Mai 2021 steht wieder die eine oder andere Neuerung an.

So steht auch eine Reform in Sachen Jugendschutz in den Startlöchern, Whatsapp updatet seine Nutzungsbedingungen und Windows-10-Besitzer sollten ihre Version unbedingt überprüfen. Außerdem können sich Familien mit Kindern über einen Corona-Kinderbonus freuen. Das Auszahlungsdatum hängt dabei von einer anderen staatlichen Familienleistung ab.

Änderungen im Mai 2021: Der Corona-Kinderbonus kommt – Wann wird ausgezahlt?

Familien können sich im Mai besonders auf mehr Geld im Portemonnaie freuen. Denn der Corona-Kinderbonus wird ausgezahlt. Gerade für Eltern ist es derzeit finanziell alles andere als einfach. Zur mangelnden Kinderbetreuung gesellen sich nun auch höhere Kosten für das Homeschooling. Nach dem Greifen der Corona-Notbremse müssen sich auch in Hessen viele Schulen wieder vom Präsenzunterricht verabschieden. Der Kinderbonus soll diese Kosten zumindest teilweise decken. Bereits im vergangenen Jahr bekamen Familien, die Kindergeld erhalten, eine staatliche Unterstützung. Am 10.03.2021 wurde jetzt eine weitere Sonderzahlung beschlossen.

Die Bundesagentur für Arbeit nennt keinen genauen Zeitpunkt dafür, wann der Corona-Kinderbonus ausgezahlt wird. Doch sie erklärt: „Die Auszahlung erfolgt wenige Tage nach der regulären Kindergeldzahlung.“ Wer also die Kindergeld-Endziffer 0 hat, kann sich bereits einige Tage nach dem 5. Mai über den Bonus in Höhe von 150 Euro freuen. Bedingung ist, dass das Kind noch nicht volljährig ist.

Für Kinder in der Ausbildung kann der Anspruch unter Umständen eine längere Zeit gelten. Ein Vorteil des Kinderbonus ist für Eltern neben dem finanziellen Zuschuss auch der geringe organisatorische Aufwand. Denn der Bonus muss nicht beantragt werden. Die Familienkassen zahlen ihn automatisch aus.

Auszahlungstermine 2021 für das Kindergeld nach EndziffernDatum
Kindergeld-Endziffer 05. Mai
Kindergeld-Endziffer 16. Mai
Kindergeld-Endziffer 27. Mai
Kindergeld-Endziffer 310. Mai
Kindergeld-Endziffer 411. Mai
Kindergeld-Endziffer 512. Mai
Kindergeld-Endziffer 617. Mai
Kindergeld-Endziffer 718. Mai
Kindergeld-Endziffer 819. Mai
Kindergeld-Endziffer 921. Mai
Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Neuerungen im Mai 2021 – Jugendschutzgesetz wird reformiert

Auch beim Thema Jugendschutz kommen im Mai 2021 Änderungen auf Verbraucher zu. Die Reform sieht unter anderem Auflagen für Facebook, Youtube und Instagram aber auch Messenger-Dienste wie Whatsapp vor. Im Zentrum steht der Schutz von Kindern vor Gefahren im Netz – beispielsweise durch Cybermobbing, sexuelle Übergriffe, gefährliche Mutproben und Ähnliches.

So sind Online-Plattformen, die mehr als eine Million Nutzer haben, in Deutschland dann verpflichtet, Voreinstellungen vorzunehmen. Diese sollen Kinder vor der Ansprache durch Fremde und Kostenfallen schützen. Außerdem müssen Hilfsmöglichkeiten und Beschwerdeplattformen für Eltern und Kinder eingerichtet werden. Bereits seit Jahren werden immer wieder Stimmen laut, die die Gefahr von Diensten wie Whatsapp für Kinder* hervorheben.

Die Reform stieß auf viel Kritik. So beanstandete das Deutsche Kinderhilfswerk, dass nur die großen Online-Dienste in die Pflicht genommen werden. Dass Anbieter mit weniger Nutzern „aus wirtschaftlichen Erwägungen keine Alterskennzeichnung vorzunehmen oder keine jugendmedienschutzrelevanten Vorkehrungen zu treffen haben, erscheint aus kinderrechtlicher Sicht nicht tragbar“, erklärte das Kinderhilfswerk in einer Stellungnahme.

Änderungen im Mai 2021: Whatsapp-Frist läuft ab – Was Nutzer wissen müssen

Nach langem Hin und Her aktualisiert Whatsapp seine Nutzungsbedingungen. User können diese bis zum 15. Mai noch annehmen. Danach verstreicht die Frist. Wer bis dahin nicht auf „Akzeptieren“ drückt, kann die App nicht mehr verwenden. Im Vorfeld hatte es harsche Kritik an den neuen AGB des Messenger-Dienstes gegeben.

Eigentlich sollte das Update bereits im Februar auf die Handy-Nutzer zukommen. Teil der neuen Richtlinien bei Whatsapp war unter anderem, dass Daten der App mit allen Unternehmen der Facebook-Gruppe geteilt werden dürfen. Vielen war das zu viel. Sie wehrten sich und die Download-Zahl von Messenger-Alternativen schoss in die Höhe. Von einem Zwangsupdate bei Whatsapp war die Rede*.

Das Unternehmen hatte sich dann dazu entschieden, die Frist zu verlängern und Usern länger Zeit zu lassen, sich über die Neuerungen zu informieren, berichtet hna.de. Gegenüber dem „Spiegel“ betonte ein Sprecher außerdem, dass Facebook die Daten von europäischen Nutzern nicht für Anzeigen oder der Produktverbesserung nutzen könne.

Änderungen stehen im Mai auch für viele Handy-Nutzer an. Denn Whatsapp aktualisiert seine AGB.

Mai 2021: Änderungen für Microsoft-Nutzer – Bald endet der Support für eine Version

Am 11. Mai 2021 endet außerdem der Support für eine veraltete Version von Windows 10. Die Rede ist von der Version 1909 sowie von älteren Versionen, und zwar sowohl in der „Home“ als auch in der „Pro“-Edition. Nutzer sollten sich informieren, welche Version des Microsoft-Betriebssystems sie auf ihrem PC haben.

Zu einem Update auf eine neuere Version wird dringend geraten, denn nur so bekommen User weiterhin wichtige Qualitäts- und Sicherheitsupdates für ihre Rechner. In Zeiten von Corona und Homeoffice-Pflicht, in denen der eigene Rechner besonders für das Arbeiten enorm wichtig ist, sollten Nutzer dieses Update dringend durchführen.

Gravierende Änderungen im Mai 2021: Girokonto bei Comdirect nicht mehr kostenlos

Neben einigen Neuerungen im Softwarebereich kommen im Mai 2021 auch auf Kunden mit Girokonto einschneidende Änderungen* zu. Wie auch merkur.de berichtet, wird das Girokonto bei der Bank Comdirect ab dem 1. Mai nicht mehr uneingeschränkt kostenlos sein.

Stattdessen ist die kostenfreie Kontoführung an Bedingungen geknüpft. Ausnahmen gelten jedoch für Praktikanten, Studierende und Auszubildende unter 28 Jahren. (Sophia Lother)*fnp.de, hna.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Dimitar Dilkoff/afp

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