1. Startseite
  2. Verbraucher

Vor Weihnachten: DHL liefert bestimmte Pakete nicht an die Haustür

Erstellt:

Von: Jan-Frederik Wendt

Kommentare

DHL-Mitarbeitende sind kurz vor Weihnachten oft besonders gestresst. Darauf hat der Paketdienst vor kurzer Zeit reagiert.

Bonn – Wer kurz vor Weihnachten auf bestellte Geschenke wartet, könnte zurzeit enttäuscht werden. Denn: DHL stellt bestimmte Pakete aktuell nicht durch, sondern schickt sie direkt an die Postfilialen. Das gilt besonders für Sendungen, für die Empfänger:innen zahlen müssen, wie utopia.de berichtet.

DHL stelle von Anfang November bis zum „Sinken der Brief- und Paketmengen an Weihnachten“ keine Nachnahme-Sendungen bis an die Haustür zu. Bei Nachnahme-Sendungen zahlen Kund:innen die Ware nicht beim Händler, sondern beim Postdienstleister. Viele Versandhäuser bieten diese Bezahlmöglichkeit an, wie fr.de berichtet.

DHL: Nachnahme-Sendungen kosten mehr Zeit

Nachnahme-Sendungen kosten Zusteller:innen wertvolle Zeit. Die DHL-Mitarbeitenden müssen Geld kassieren, Wechselgeld zurückgeben und den Betrag verbuchen. In der Regel sind Lieferant:innen in der Weihnachtszeit besonders gestresst, weil dann viele Pakete versendet werden.

Trinkgeld für Post- und Paketboten: Erlaubt? Und wenn ja, wie viel?
Bei DHL herrscht Stress vor Weihnachten (Symbolfoto). © Jonas Walzberg/dpa

Aber wie werden Empfänger:innen darüber informiert, dass sie Pakete abholen müssen? Stern.de berichtet von einem Fall, bei dem folgende Nachricht zugestellt worden sei: „Die Sendung konnte nicht zugestellt werden und wird in die Filiale gebracht“ – obwohl der Empfänger zum angegeben Zeitpunkt zu Hause gewesen sei.

Auch andere DHL-Sendungen werden nicht an die Haustür geliefert

Laut DHL werden auch andere Sendungen – unter anderem Sendungen mit Zollbeträgen und Sendungen mit Nachentgelt – direkt an die Postfiliale geliefert. Zollabgaben werden beispielsweise auf bestimmte Sendungen aus Nicht-EU-Staaten erhoben. Das gilt unter anderem für Geschenksendungen mit einem Wert von über 45 Euro. Nachentgelt müssen Empfänger:innen zahlen, wenn ein Paket gar nicht oder nicht ausreichend frankiert wurde.

„Dieser Prozess hat sich während der Hochphase der Corona-Pandemie bewährt und sichert, auch bei deutlich erhöhten Sendungsmengen, eine möglichst reibungslose Zustellung“, teilt DHL mit.

Das Online-Fachmagazin inside-digital.de berichtet auch von Fällen, in denen Pakete nicht bis an die Haustür zugestellt wurden – obwohl die Zusteller:innen kein Geld dafür kassieren müssten. Das betreffe Regionen, in denen es ein besonders hohes Paket-Aufkommen gibt. Damit Empfänger:innen nicht zu lange auf ihr Päckchen warten müssen, werden die Sendungen direkt umgeleitet. (Jan Wendt)

Auch interessant

Kommentare