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Diesel-Schock im Ampel-Koalitionsvertrag? Diese Änderung steht an

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Von: Sophia Lother

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Ampel-Pläne sorgen für Ärger: Wird es für Diesel-Kunden bald empfindlich teurer?
Ampel-Pläne sorgen für Ärger: Wird es für Diesel-Kunden bald empfindlich teurer? © Jürgen Ritter/Imago

Ein Detail im Ampel-Koalitionsvertrag hat es in sich – besonders für Autofahrerinnen und Autofahrer. Ein Liter Diesel könnte bald 18 Cent mehr kosten.

Berlin – SPD, Grüne und FDP haben sich nach langem Ringen auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Darin kündigen sich gravierende Änderungen an. So soll Hartz 4 abgeschafft werden und ein Bürgergeld* an seine Stelle treten. Auch eine Absage an die Zuckersteuer im Koalitionsvertrag* erstaunte. Ein ganz anderer Punkt sorgt jetzt für richtig Ärger.

Denn wie aus dem Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien hervorgeht, der inzwischen bei vielen Onlinemedien veröffentlicht wurde, ist ein Preis-Hammer beim Diesel geplant. Was kommt nun auf Diesel-Fahrerinnen und -Fahrer zu?

Diesel-Schock im Ampel-Koalitionsvertrag: Wird es bald deutlich teurer?

Im Ampel-Koalitionsvertrag heißt es dazu: „Mit der Umsetzung der EU-Energiesteuerrichtlinie, die u. a. die steuerliche Angleichung von Dieselkraftstoff und Benzin vorsieht, werden wir die steuerliche Behandlung von Dieselfahrzeugen in der Kfz-Steuer überprüfen.“ Die Steuervorteile für Diesel stehen damit auf der Kippe.

Wenn Diesel und Benzin in Zukunft gleich besteuert werden, käme das einer drastischen Preiserhöhung für Diesel-Nutzer gleich. Autofahrerinnen und Autofahrer müssten dann wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Doch was bedeutet das konkret? Derzeit werden auf den Liter Benzin insgesamt 65,45 Cent Energiesteuer aufgeschlagen. Für einen Liter Diesel sind es nur 47,04 Cent. Eine Angleichung könnte im schlimmsten Fall bedeuten, dass der Liter Diesel bald über 18 Cent pro Liter teurer wird.

Diesel bald mehr als 18 Cent teurer? Die Pläne der Ampel-Parteien

Gegenüber der Bild empört sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union aus CDU und CSU über die Ampel-Pläne. Thorsten Frei spricht dabei von einer Steuererhöhung „unter dem Deckmantel des Subventionsabbaus“. Das Vorgehen sei „eine Politik gegen den ländlichen Raum, in dem Millionen Menschen jeden Tag weite Strecken mit ihrem Auto zurücklegen müssen.“

Tatsächlich träfe der Preis-Hammer beim Diesel vor allem Pendler hart. Bei einem Arbeitsweg von 100 Kilometern kämen im Monat dann satte 30 Euro (bei einem Verbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer).

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Diesel-Schock für Autofahrerinnen und Autofahrer: Preise steigen weiter

Doch nicht nur die Energiesteuer könnte dafür sorgen, dass Diesel-Tanken künftig richtig ins Geld geht. Für das kommende Jahr 2022 wird außerdem ein weiterer Anstieg bei den Spritpreisen erwartet. Dadurch, dass die CO2-Preise steigen, schrauben sich auch die Preise an den Tankstellen weiter in die Höhe.

Gegenüber der Bildzeitung zeigt sich auch der ADAC besorgt. Wenn die Energiesteuer für Diesel derart steige, dann müsse „zwingend auch der Dieselzuschlag in der Kfz-Steuer abgebaut werden“. In einer Mitteilung hat der ADAC angesichts der steigenden Preise verschiedene Tank-Tipps für Autofahrerinnen und Autofahrer veröffentlicht. Dabei sollte vor allem die Uhrzeit beim Tanken beachtet werden.

Wie die Ampel-Parteien den Koalitionsvertrag umsetzen, steht noch in den Sternen. Neben einer satten Diesel-Preiserhöhung ist in Sachen Angleichung zwischen den Kraftstoffen auch ein anderer Fall möglich. Statt Diesel zu verteuern wäre auch ein Nachlass bei Benzin durchaus möglich. (slo) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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