Erschreckender Inhalt

dm-Kundin findet gefährlichen Inhalt in Babynahrung: Reaktion macht „fassungslos“

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Eine Kundin fand in Babynahrung von dm Plastik.

Eine Kundin hat Bio-Babynahrung bei der Drogeriemarkt-Kette dm gekauft und darin einen für das Kind gefährlichen Inhalt gefunden. Die Reaktion des Unternehmens macht die Mutter „fassungslos“.

dm-Kundin findet gefährlichen Inhalt in Babynahrung: Reaktion macht „fassungslos“

Wenn Fremdkörper ihren Weg in Nahrungsmittel finden, ist größte Vorsicht geboten. Besonders gefährlich ist die Situation, wenn es sich dabei um Babynahrung handelt. Genau diesen Fall erlebte nun eine Kundin bei dm. Glück im Unglück: Sie bemerkte den Fremdkörper, bevor das Kind die Nahrung aß. Doch die Reaktion des Unternehmens macht die Mutter nach eigener Aussage „fassungslos“.

Doch von vorne: Die Kundin kaufte wohl bereits Anfang September Bio-Babynahrung bei der Drogeriemarkt-Kette dm. Zumindest wandte sie sich am 11. September via Facebook an das Unternehmen. In einer Nachricht schrieb sie, dass sie in einem Glas der „Hühnchenfleischzubereitung“ von dm beim Umfüllen „ein blaues weiches Plastikteil“ in der Babynahrung gefunden habe. Nach Einschätzung der Kundin handelte es sich bei dem Plastikstück um ein „Teil einer/s (Müll)Tüte/Verpackung“. 

dm-Kundin findet Plastik in Babynahrung von dm: So reagiert das Unternehmen

In ihrer Nachricht fragt die Kundin das Unternehmen, an wen sie sich wenden kann. Zudem weist sie freundlich darauf hin, dass sie das Produkt nicht mehr verwenden werde und nachsehen, ob eventuell „noch mehr aus Versehen hinein gelangt ist“. Große Entrüstung sieht zunächst anders aus.

Doch die Reaktion des Unternehmens sollte die Kundin alles andere als zufrieden stellen. Am 19. Oktober, also mehr als einen Monat nach der ersten Nachricht, wandte sich die Kundin erneut via Facebook an dm. In dem neuen Post schildert sie, was in den knapp fünf Wochen geschehen sei: „Stillstand seit über fünf Wochen bezüglich der Angelegenheit mit dem Plastikteil in der dm Bio Babynahrung“, beginnt sie ihren Post und meint dann: „Ich werde kein Servicecenter mehr kontaktieren, weil es bringt ja nix. Also bitte verweist mich nicht wieder dort hin.“ 

Dann listet die Kundin auf: 

  • Nach ihrem ersten Facebook-Post habe sie die Antwort erhalten, dass sie sich an das Service-Center wenden soll. Das habe sie noch am gleichen Tag gemacht und auch Bilder des Plastikteils und des Glases gesendet. „Habe am selben Tag auch mit einer netten Dame telefoniert“, so die Kundin.
  • Beim zweiten Kontakt am 20. September habe sie dann die Antwort erhalten: „Es könne 3 Wochen in Anspruch nehmen“.
  • Am 8. Oktober habe sie sich dann ein drittes Mal bei dm gemeldet, erneut via Mail: „ Dieses Mal kam eine Entschuldigung per Mail und die Info dass die Analysen usw noch andauern.

Video: Fremdkörper - DM ruft Babynahrung zurück

Plastik in Babynahrung gefunden: dm-Reaktion macht Kundin „fassungslos“

In der Folge seien dann erneut knapp zwei Wochen vergangen, meint die Kundin dann und fragt: „Wie lange dauert sowas? Ich bin fassungslos, ehrlich jetzt. Das ist wirklich nicht schön und man kommt sich als Kunde richtig dumm vor.“

Zudem meint die Kundin in ihrem Posting abschließend: „Was aber noch schlimmer ist, es geht um Babynahrung und ihr reagiert viel zu langsam. Es ist eure Eigenmarke, ich verstehe es nicht.“

Doch die Antwort von dm auf ihren Facebook-Post sorgte bei der Kundin einmal mehr nicht für Freude. Die Drogeriemarkt-Kette gab zu Protokoll, dass sie die „zuständigen KollegInnen gebeten“ habe, „hier nochmal nachzuhaken“. Der Social-Media-Service entschuldigt sich anschließend für die längere Bearbeitungszeit und klärt auf: „Bei Fremdkörpern dieser Art gibt es eine Bearbeitungszeit ab vier Wochen, da diese Vorfälle vollumfänglich geprüft werden müssen.“

Mehrere Discounter rufen außerdem einen beliebten Salat zurück. In ihm wurden Bakterien gefunden, die vor allem für Schwangere und Kinder gefährlich werden können. 

dm reagiert erneut - Kundin: „Geht gar nicht“

Doch was dann kommt, dürfte überraschen: „Sofern du Anfang nächster Woche noch keine erneute Rückmeldung von unserem ServiceCenter erhalten hast, hake bitte nochmal nach“. Erneut soll sich also die Kundin bei der Kette melden.

Eine andere Userin kommentierte unter die dm-Reaktion: „Langsam wird es echt traurig“. Auf diesen Kommentar reagierte nun wieder die Kundin, die die Plastikteile gefunden hatte, und meint: „Hab auch schon gute Erfahrungen gemacht, aber das hier geht gar nicht. Ich überlege mir ernsthaft ob ich den Verbraucherschutz kontaktiere“.

Doch nicht alle Kunden-Beschwerden bei dm sind gerechtfertigt. Eine andere dm-Kundin meldete sich ebenfalls via Facebook und schoss damit ein echtes Eigentor.

Update vom 23. Oktober: Wie nun bekannt wurde, ruft dm aktuell eine beliebte Babynahrung zurück. Die Ähnlichkeit zu diesem Fall, den eine Mutter auf Facebook beschreibt, ist groß. Generell ist Babynahrung oftmals nicht so unbedenklich, wie Eltern es sich wünschen würden: Verbraucherschützer schlagen Alarm, da krebserregendes Mineralöl in Säuglingsmilch gefunden wurde. 

rjs

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