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Doppelte Kosten für Strom und Gas: Ein Fehler kann schnell teuer werden

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Bei Strom und Gas lauert eine Kostenfalle, wenn man umzieht. Wer sich nicht rechtzeitig um die Verträge kümmert, muss möglicherweise doppelt zahlen.

Kassel – Wenn man in eine andere Wohnung umzieht, muss man nicht nur Umzugskisten packen und Möbel schleppen. Auch um die Verträge mit den Energieversorgern sollte man sich rechtzeitig kümmern. Wer das jedoch vergisst, der könnte letztlich mit zwei Verträgen dastehen – und am Ende doppelt zahlen. Aufgrund der anhaltenden Energiekrise wäre das definitiv kein wünschenswertes Szenario.

Strom und Gas: Verträge mit Energieversorgern rechtzeitig kündigen

Wenn man beispielsweise seinen Strom beim Grundversorger bezieht, kann man recht kurzfristig innerhalb von zwei Wochen vor dem Ende des Mietvertrags kündigen, berichtet Chip. Ansonsten müsse man möglicherweise den Stromverbrauch der alten sowie der neuen Wohnung eine Zeit lang parallel zahlen – den Rückerstattungsanspruch gegenüber den Nachmietern müsse man dann erst mühselig durchsetzen.

Wer umzieht, hat obendrein auch gegenüber anderen Versorgern ein Sonderkündigungsrecht. Das ist seit einiger Zeit gesetzlich geregelt. Allerdings ist diese Frist mit sechs Wochen deutlich länger.

Zählwerk eines Stromzählers in einem Privathaus
Zählwerk eines Stromzählers in einem Privathaus © Friedrich Stark/Imago

Die Kündigung wird Chip zufolge aber erst wirksam, wenn der Energieversorger nicht binnen 14 Tagen die Fortsetzung des Vertrags am neuen Wohnort anbietet. Sei die Belieferung nämlich auch dort möglich, dann müsse man sogar den Vertrag in der neuen Wohnung fortführen. Auch hier bestehe ein Fallstrick, denn wer sich bereits einen neuen Anbieter suche, könne ebenso auf doppelte Kosten sitzen bleiben.

Zudem solle man bei der Übernahme des Vertrags darauf achten, dass die Restlaufzeit und Preise gleich bleiben. Sollte der Versorger daran etwas ändern, dann müsse man nicht zustimmen – und die Kündigung trete in Kraft.

Energieversorger wechseln?

Doppelte Verträge für Strom und Gas wegen falscher Zählernummer

Ebenso wichtig ist es, dass man bei Abschluss eines Vertrags für die neue Wohnung genau auf die Zählernummer achtet, rät Chip. Man solle diese also lieber nicht ungeprüft vom Vormieter übernehmen.

Sollte man nämlich die Zählernummer eines Nachbarn an den neuen Versorger weiterleiten, dann zahle man dafür den Verbrauch – und gleichzeitig komme mit dem eigentlichen Zähler ein Grundversorgungsvertrag zustande. Somit müsse man ebenfalls doppelt zahlen. (cas)

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