Kostenfalle

Spar-Tipp fürs Bad: Mit diesem einfachen Trick sparen Sie bares Geld beim Duschen

Trend „Non Bathing“
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Ein Mann kühlt sich im Freibad unter einer Dusche ab.

Wie viel kostet es jeden Tag zu duschen? Mit einigen Tricks lässt sich bares Geld sparen. Das müssen Verbraucher wissen.

Kassel – Die Energiepreise gehen in Deutschland aktuell durch die Decke. Laut den Berechnungen von Check24 kommen auf einen Musterhaushalt zusätzliche Heizkosten von circa 172 Euro im Jahr zu. Auch der Strompreis steigt in ungeahnte Höhen. Nach Angaben des Portals Verivox liegt der durchschnittliche Strompreis für Haushalte im November bei 31,38 Cent pro Kilowattstunde – so hoch wie nie zuvor. Experten rechnen mit keiner Entspannung der Lage.

Grund genug für Verbraucher, sich nach Kostenfallen im eigenen Haushalt umzusehen. Denn bei ganz alltäglichen Dingen kann erstaunlich viel gespart werden, wie beispielsweise beim Duschen. Wie teuer die tägliche Dusche ist und wo Sie sparen können im Überblick.

Wie viel kostet es täglich zu duschen? Was Verbraucher beachten sollten

Die morgendliche Dusche gehört für viele zu einem gelungenen Start in den Tag. Gerade in Zeiten des durch Corona bedingten Homeoffice können sich viele durch das gesparte Pendeln mehr Zeit bei der Morgentoilette gönnen. Doch Vorsicht, gerade durch das Duschen wird viel Energie benötigt. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die Kosten dafür aufgesplittet.

Erwärmung des Wassers mitKosten für eine Dusche (9 Minuten)
Elektronischem Durchlauferhitzer1,11 Euro (Davon 0,81 Euro für Energie)
Erdgas, Niedertemperaturkessel0,80 Euro (Davon 0,51 Euro für Energie)
Heizöl, Niedertemperaturkessel0,73 Euro (Davon 0,44 Euro für Energie)
Fernwärme0,73 Euro (Davon 0,44 Euro für Energie)
Holzpellets0,58 Euro (Davon 0,29 Euro für Energie)
Wärmepumpe0,54 Euro (Davon 0,25 Euro für Energie)
Quelle: Duschrechner der Verbraucherzentrale NRW

Die Rechnung beläuft sich auf einen Durchfluss von zehn Litern pro Minute bei einer Temperatur von 38 Grad Celsius. Außerdem ist sie beispielhaft für die durchschnittlichen Preise in Köln für einen Einpersonenhaushalt angesetzt, in dem täglich einmal für neun Minuten geduscht wird.

Wichtig ist, dass die Daten der Verbraucherzentrale NRW den aktuellen Stand nicht exakt abbilden. Denn die Kosten für Abwasser- und Trinkwasserentgelte in NRW beziehen sich auf das Jahr 2016. Die Energiepreise sind Durchschnittswerte in NRW mit Stand Anfang 2020. Die derzeitigen Preisanstiege sind demzufolge nicht enthalten.

So teuer ist die tägliche Dusche auf das Jahr gerechnet

An dieser Rechnung orientiert können die jährlichen Kosten für das Duschen abgeschätzt werden. Nutzen Sie beispielsweise einen elektronischen Durchlauferhitzer, um das Wasser zu erwärmen, geht es besonders deutlich ins Geld. Jährlich sind bei einem Zwei-Personenhaushalt mit dem täglichen Duschen dann 810,30 Euro fällig. 591,30 Euro zahlen Sie dann allein für die benötigte Energie, nach den Zahlen des Duschrechners der Verbraucherzentrale NRW.

Geld sparen beim Duschen: Auf diese Tipps sollten Sie achten

Angesichts der steigenden Strompreise kann hier folglich enorm eingespart werden, wenn man die richtigen Tricks und Kniffe kennt. Neben dem offensichtlichen Tipp schlicht kürzer zu Duschen oder das Wasser beim Rasieren oder längerem Einseifen abzustellen gibt es noch weitere Kniffe, um Geld zu sparen. Laut Stiftung Warentest kann eine Sparbrause wahre Wunder bewirken. Die Tester zogen einen vier Personen Haushalt mit 1000 Duschen jährlich als Maßgabe heran. Wird beim Einseifen das Wasser abgestellt und ein wassersparender Duschkopf verwendet, können nach Ansicht der Stiftung Warentest bis zu 66 Prozent der Kosten eingespart werden.

Außerdem können auch bestimmte Armaturen in der Dusche beim Sparen helfen. Die Verbraucherzentrale gibt an, dass solche mit einem Hebel oder mit thermostatischen Mischern dafür besser geeignet sind. Der Grund: die eingestellte Temperatur ist bei diesen Varianten direkt verfügbar und es wird kein Wasser verschwendet.

Zum weiterlesen: Alle Stiftungs-Warentest-News finden Sie auf unserer Themenseite. Und wenn Sie hilfreiche Alltagsthemen direkt in Ihr Postfach bekommen möchten, abonnieren Sie gerne unseren kostenlosen HNA-Verbraucher-Newsletter.

Eine weitere Möglichkeit haben außerdem Haushalte, die über einen Durchlauferhitzer oder eine Gas-Etagenheizung verfügen. Denn dort kann die Temperatur direkt am Gerät eingestellt werden. Sie können an ihren Geräten die Temperatur verringern und anschließend in der Dusche prüfen, ob ihnen die neue Höchsttemperatur ausreicht. Auch auf diese Art ist es möglich, den ein oder anderen Euro beim Duschen zu sparen. Übrigens: Auch beim Heizen gibt es Spar-Tricks, die den Geldbeutel entlasten können. (slo)

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