Akku richtig aufladen

Aktuelle Brandgefahr bei E-Bikes: Warnung vor Hitze-Falle

In Mülheim hat ein Radfahrer mit E-Bike einen Welpen überfahren und sich aus dem Staub gemacht.
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E-Bikes können auch zur Gefahrenquelle werden.

E-Bikes sind gerade bei der Hitze praktisch, können aber auch zur echten Gefahr werden. Schuld daran ist der Akku der Drahtesel.

Dortmund – Den Wind beim Fahrrad fahren spüren ohne große körperliche Anstrengung: Mit E-Bikes ist das auch bei hohen Temperaturen kein Problem. Gerade das Wetter in den kommenden Tagen* bietet sich für eine entspannte Radtour an. Wer im Sommer auf dem E-Bike unterwegs ist, sollte aber auf einiges achten. Es herrscht potenzielle Brandgefahr, berichtet RUHR24*.

E-Bikes im Sommer: Vorsicht! Bei Hitze herrscht Brandgefahr

Ein Ausflug mit dem E-Bike zum See oder in den Biergarten, der in NRW bei niedriger Corona-Inzidenz wieder öffnen darf*: Das macht im Sommer vielen Menschen Spaß. Allerdings sollte das motorisierte Fahrrad nicht unbedacht abgestellt werden. Ein E-Bike sollte nämlich nicht in der prallen Sonne schmoren, wie die Prüfgesellschaft Dekra rät.

Das liegt vor allem am eingebauten Akku. Dieser kann durch Hitze im Inneren beschädigt werden – Kurzschlüsse und damit im schlimmsten Fall Feuer können die Folge sein. Zwar haben Akkus in E-Bikes laut Dekra grundsätzlich einen hohen Sicherheitsstandard und durchlaufen viele Tests. Trotzdem können sie unter ungünstigen Bedingungen explodieren und theoretisch sogar eine ganze Wohnung in Brand setzen. Und das, obwohl die Akkus mit einem Schutz vor Extremüberladung und Kurzschluss ausgestattet ist.

E-Bike fahren: Im Sommer sollte der Akku geschont werden

Das E-Bike sollte man bei einer Pause deshalb immer im Schatten parken. Wenn es auch dort zu warm erscheint, nimmt man den Akku besser ganz vom Rad, wie Dekra mitteilt. Aber: Auch eine Lagerung im warmen Auto oder Wohnmobil ist keine gute Idee.

Und nicht nur die Hitze macht E-Bikes im Sommer zu schaffen. Der Akku kann auch durch Stöße oder Stürze des Pedelecs beschädigt werden. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern ebenfalls eine potenzielle Gefahrenquelle. Beispielsweise dann, wenn Beulen, größere Schrammen oder Aufblähungen zu erkennen sind oder vielleicht sogar schon Elektrolyt, also umgangssprachliche Batteriesäure, austritt. Laut der Dekra sollte der Akku dann nicht mehr verwendet werden.

Radtour im Sommer: E-Bikes sollten auch beim Laden beaufsichtigt werden

Aber wie wird so ein Akku im Fall der Fälle entsorgt? „Auf keinen Fall mit bloßen Händen anfassen, sondern schnell an einen sicheren Ort im Freien bringen und am besten mit Sand bedecken“, rät Dekra-Fahrradexperte Jochen Hof (mehr Warnungen und Rückrufe* bei RUHR24).

Während des Ladeprozesses sollte man den Akku auch besser im Auge behalten. Idealerweise liegt der Akku währenddessen auf einer Fläche aus Stein oder Fliesen. Am besten lädt man ihn nicht in der Wohnung auf, sondern beispielsweise in der Garage. Ist der Akku zu heiß oder zu kalt, sollte er vor dem Laden auch Zimmertemperatur abgekühlt beziehungsweise aufgewärmt werden.

Video: 5 smarte Fahrrad-Gadgets für mehr Sicherheit und Fahrspaß

Außerdem raten die Experten dazu, besser jede Gelegenheit zum Nachladen zu nutzen. Denn in den Akkus von E-Bikes sei der gefürchtete „Memory-Effekt“ kein Problem mehr. Bei diesem hat sich ein Akku die Ladestände von Teilentladungen mit der Zeit „gemerkt“ und konnte dadurch nicht mehr die volle Leistung abgeben. Den Akku tagelang am Ladegerät zu lassen sei dennoch keine gute Idee. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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