Verdacht auf infektionsfähige Muskellarven

Ekel-Rückruf bei Rewe und Edeka: Produkt kann Parasiten enthalten - Auf keinen Fall essen, massive Folgen drohen

Wildschwein-Fleisch aus Rewe- und Edeka-Filialen im Handel, könnten Parasiten enthalten. Das Produkt wird zurückgerufen. Bei Verzehr drohen Erbrechen, Durchfall und Muskelschmerzen.

  • Wildschwein-Fleischstücke und Innereien der Firma Jagdhaus Rech werden zurückgerufen.
  • Der Verkauf erfolgte über Edeka- und Rewe-Filialen sowie den Online-Handel.
  • Das Fleisch kann Parasiten enthalten. Deshalb können nach dem Verzehr Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Muskelschmerzen auftreten. 

Rech - Weil sie Parasiten enthalten könnten, ruft die Firma Jagdhaus Rech Wildschwein-Fleischstücke und Innereien zurück. Verkauft wurden die Produkte unter anderem in Filialen von Rewe und Edeka in den Regionen nordöstliches Rheinland-Pfalz, südliches und westliches Nordrhein-Westfalen sowie über den Online-Handel. 

Rückruf bei Edeka und Rewe: Wildschweinefleisch möglicherweise von Parasiten befallen

„Bei den Artikeln aus Wildschweinefleisch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Bestandteile eines nicht auf Trichinen untersuchten Wildschweins verarbeitet wurden“, heißt es in einer Mitteilung der Firma Jagdhaus Rech. Betroffen sind Produkte, die sich in der Zeit nach dem 23. Juni und bis zum 1. Juli 2020 im Handel befanden oder versendet wurden. 

Die Übertragung der Parasiten auf den Menschen erfolgt durch den Verzehr von rohem Fleisch, welches infektionsfähige Muskellarven enthält. Konkret handelt es sich bei Trichinen um winzige Fadenwürmer, die beispielsweise auch durch das Räuchern des Fleisches nicht abgetötet werden. Beim Rückruf-Portal produktwarnung.eu heißt es außerdem, dass das durch Trichinen ausgelöste Krankheitsbild als Trichinellose bezeichnet wird. Akute Infektionen des Menschen mit Trichinella spiralis sind in Deutschland meldepflichtig. 

Rückruf von Wildschwein-Fleisch: Parasiten führen zu Erbrechen und Durchfall

Die sich im Darm befindenden Trichinen führen beim Menschen meist zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Bauchschmerzen. Sobald sich die Larven im Körper verbreiten, kommt es zu weiteren Symptomen wie Fieber, Schwäche und Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gesichtsbereich. Diese Symptome sind temporär und können bis zu einem Jahr anhalten. Danach verschwinden sie in der Regel wieder und bleiben folgenlos. Vor allem bei stärkerem Befall der Herzmuskulatur können aber auch tödliche Verlaufe vorkommen. 

Wildschwein-Fleischstücke und Innereien der Firma Jagdhaus Resch werden zurückgerufen. (Symbolbild)

Verbraucher, die die betroffenen Wildschwein-Fleischstücke und Innereien gekauft haben, werden daher gebeten, den Rückruf* zu beachten und diese Produkte nicht zu verzehren. Personen, die die Artikel bereits verzehrt haben und nach dem Verzehr entsprechende Symptome aufweisen, sollten dringend einen Arzt aufsuchen. 

Auch interessant: Das sind die häufigsten Ursachen für Produktrückrufe*.

Rückruf von Wildschwein-Fleisch: Hotline für Verbraucher-Anfragen eingerichtet

Kunden, die die Produkte gekauft haben, können sie gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihrer Edeka- oder Rewe-Filiale sowie bei der Firma Jagdhaus Rech zurückgeben. Verbraucher-Anfragen beantwortet der Jagdhaus-Rech-Kundenservice unter der Hotline 02643-8484 (Montag bis Samstag von 9.00 Uhr bis 13:00 Uhr) sowie per Email info@jagdhausrech.de. Ein bekannter Wurstspezialist aus Norddeutschland muss im August 2020 zahlreiche Produkte einem Rückruf unterziehen - es drohen innere Verletzungen*.

Äußerste Vorsicht ist derzeit auch bei einem Honig geboten. Der Hersteller ruft ihn zurück, weil Metallteile in dem Aufstrich gefunden wurden. Außerdem wird eine Salami zurückgerufen, die bei Aldi im Sortiment war. Der Grund: Verdacht auf Salmonellen. (cia) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Uwe Anspach

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